CL: Siegen und hoffen - BVB braucht Hilfe vom FC Barcelona

BVB-Kapitän Marco Reus bei der Pressekonferenz

CL: Siegen und hoffen - BVB braucht Hilfe vom FC Barcelona

  • CL: Dortmund empfängt am Dienstag (21 Uhr) Slavia Prag
  • BVB benötigt Schützenhilfe vom FC Barcelona in Mailand
  • Unfall im eigenen Haus: Axel Witsel fehlt bis Weihnachten

Siegen und auf Barca hoffen - Borussia Dortmund blickt in seinem "Endspiel" um das Champions-League-Achtelfinale gegen Slavia Prag mit einem Auge auf den FC Barcelona. "Ich hoffe, Barca nimmt sein Spiel ernst", sagt Sportdirektor Michael Zorc - denn ohne Schützenhilfe der bereits qualifizierten Weltstars im Parallelspiel bei Inter Mailand hilft am Dienstag (10.12.2019, 21 Uhr) die größte BVB-Zauberei nichts.

Doch: Es sieht nicht allzu gut aus. Barca-Trainer Ernesto Valverde plane, "bis zu neun Stars" für den Clasico gegen Real Madrid in der kommenden Woche zu schonen, berichtete die Sportzeitung "AS" am Montag. Später bestätigte Valverde, dass Weltfußballer Lionel Messi nicht dabei sein wird. Auch der deutsche Nationaltorhüter Marc-André ter Stegen wird nicht zum Einsatz kommen. So oder so: "Erst müssen wir unsere Hausaufgaben machen. Dann gucken wir, was in Mailand passiert", betonte Zorc.

Inter ist punktgleich mit den Dortmundern, hat aber die bessere Bilanz aus den beiden Duellen (2:0, 2:3) in der Gruppenphase vorzuweisen. Das Überwintern in der Europa League ist bereits gesichert, das ist aber nicht Borussias Anspruch. Die Rechnung ist einfach: Der BVB muss am Dienstag mehr Punkte holen als Inter.

Was im unmittelbaren Einflussbereich liegt, ist allein das Spiel gegen den tschechischen Meister, bei dem die Dortmunder das Hinspiel 2:0 gewonnen haben.

BVB-Trainer Favre: "Es ist noch alles möglich" Sportschau 09.12.2019 00:18 Min. Verfügbar bis 09.12.2020 Das Erste

Einfach wird es nicht, denn Slavia, in der Heimat nach 19 Spielen ungeschlagener Tabellenführer, hat sowohl in Mailand (1:1) als auch in Barcelona (0:0) gepunktet. Zudem fehlt dem BVB Axel Witsel, der bei einem Sturz im eigenen Zuhause Gesichtsverletzungen erlitt und erst im neuen Jahr wieder spielen kann.

Borussias Trend zeigt aufwärts

"Prag ist eine unangenehme Mannschaft", warnt Lizenzspielerchef Sebastian Kehl. Das ist die Borussia allerdings auch. Der Trend zeigt aufwärts, die Siege bei Hertha BSC (2:1) und gegen Fortuna Düsseldorf (5:0) haben die Gemüter in Dortmund beruhigt. "Es gibt nicht viel zu meckern, alles war sehr positiv", sagt Zorc. Nach dem erschütternden 3:3 zuvor gegen den SC Paderborn hatte sich ein reinigendes Gewitter entladen.

"Wir haben ein paar Dinge angepackt. Auch die taktische Umstellung mit der Dreierkette gibt uns mehr Halt", sagt Kehl. "Außerdem kommt der eine oder andere immer besser in Form." Besonders Julian Brandt, den Trainer Lucien Favre in dieser Saison wie eine Flipperkugel von Position zu Position schickte, scheint als "Achter" endlich seinen Platz gefunden zu haben.

Stand: 09.12.2019, 22:58

Darstellung: