Last-Minute-Knockout für Zwickau gegen Saarbrücken

Zwickau kassiert späten Knockout gegen Saarbrücken 03:45 Min. Verfügbar bis 04.12.2022

Fußball | 3. Liga

Last-Minute-Knockout für Zwickau gegen Saarbrücken

Der 1. FC Saarbrücken hat in der 3. Fußball-Liga zumindest vorerst den Sprung auf den Relegationsplatz geschafft. Die Saarländer versetzten dem FSV Zwickau einen Knockout in letzter Minute.

Was für ein bitterer Freitagabend für den FSV Zwickau: Durch ein Elfmetertor in letzter Minute hat der FSV sein Fußball--Drittliga-Heimspiel gegen den 1. FC Saarbrücken mit 1:2 verloren. Und damit einen neuen Rekord verpasst. Die Westsachsen waren zuvor neun Partien in Folge ungeschlagen geblieben, das war ihnen bislang nur 2017 gelungen. Doch eine neue Bestmarke gab es nicht.

Schneller Rückstand

Joe Enochs

Die Partie begann für die Gastgeber schon denkbar ungünstig: Julian Günther-Schmidt nutzte einen Pass von Adriano Grimaldi und überwand Zwickaus etatmäßige Nr. 2 Matti Kamenz früh (3.). Kamenz spielte erneut für den erkrankten Stammkeeper Johannes Brinkies. Danach waren die Gastgeber zwar mehr am Ball, aber offensiv blieben sie weitgehend harmlos. Der für Dominic Baumann gekommene Ronny König kam kaum zum Zuge. Eine Kopfball-Bogenlampe von Steffen Nkansah landete auf der Latte (11.), sein Kopfball am langen Pfosten flog vorbei (42.).

Viel mehr an FSV-Gelegenheiten waren nicht zu notieren. Das Ergebnis hätte sogar noch ärgerlicher ausfallen können: Bei einem Grimaldi-Kopfball passte Kamenz am kurzen Eck auf (22.), erneut Grimaldi aus Nahdistanz (35.) und der Ex-Dresdner Tobias Jänicke mit einem 17-m-Schuss (42.) verpassten das 0:2.

Zwickau mit Steigerung nach der Pause

Strafraumszene

FSV-Coach Joe Enochs reagierte prompt auf die bescheidene erste Hälfte: Gleich drei Wechsel nahm er vor. Und schon ganze 18 Sekunden nach dem Wiederanpfiff rauschte Johan Gomez heran, aber der Kopfball des Doppeltorschützen vom 2:2 bei Türkgücü am Montag flog um Zentimeter über den FCS-Kasten. Zwickau bestimmte nun das Geschehen. Die Zweikämpfe wurden gewonnen und zahlreiche Ecken und Standards heraus geholt. Flanken-Spezialist Patrick Göbel war am laufenden Band gefragt. Die Gäste konnten sich kaum noch befreien. Als dann auch noch Schlussmann Daniel Batz patzte und an einer Göbel-Ecke vorbei flog, köpfte Innenverteidiger Steffen Nkansah den Ausgleich (66.).

Beide Teams wollten sich mit dem Remis danach nicht zufrieden geben. Die Sachsen schienen näher dran am 2:1 zu sein. Doch bei einem Konter in Minute 89 brachte Davy Frick Justin Steinkötter zu Fall, den folgenden Elfmeter verwandelte Sebastian Jacob zum 2:1. Wie schon bei Türkgücü ein Gegentreffer kurz vor Schluss, der Punkte kostet. Der Rückstand auf die Abstiegsplätze beträgt deshalb weiterhin vier Punkte. Zu allem Überfluß sah Routinier Frick auch noch die Rote Karte.

Stimmen zum Spiel

Joe Enochs (Trainer Zwickau): "Innerhalb von fünf Tagen haben wir zwei späte Gegentore kassiert. Die haben uns drei Punkte gekostet. In der ersten Halbzeit waren wir nicht gut im Spiel, da war Saarbrücken die bessere Mannschaft. In den entscheidenden Situationen waren wir nicht präsent. In der zweiten Halbzeit waren wir am Drücker. Als wir dachten, wir machen noch das 2:1, da bekommen wir das Gegentor. Aber wir werden darüber sprechen und versuchen das nächste Woche besser zu machen."

Uwe Koschinat (Trainer Saarbrücken): "Es ist ein toller Sieg, den muss man eingebettet sehen in die Bilanz. 30 Punkte. Das ist eine tolle Bilanz vor den letzten beiden Heimspielen. Die Mannschaft hat nach den Derbypleiten zuletzt mit neun Punkten eine fantastische Reaktion gezeigt. Wir hatten eine sehr gute Mischung aus einem schnellen Zugriff auf das Zwickauer Spiel. Wir haben wenige Flanken zugelassen. Dadurch musste Zwickau viel durch die Mitte spielen. Wir hätten zur Pause mehr als 1:0 führen können. Das kippte dann in der zweiten Halbzeit. Da mussten wir aufpassen, dass wir nicht verlieren. Zwickau wollte den Sieg mehr, wir hatten aber diese Kontersituation."

cke

MDR | Stand: 04.12.2021, 17:18

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