Viktoria-Trainer Dotchev: "Ziel ist der Klassenerhalt"

Viktoria Köln; Pavel Dotchev vor Vereinslogo

Viktoria-Trainer Dotchev: "Ziel ist der Klassenerhalt"

Von Jens Mickler

  • Trainer Pavel Dotchev startet mit Viktoria Köln in die 3. Liga
  • Vorrangiges Ziel ist der Klassenerhalt
  • Mindestens ein Stürmer soll noch kommen

Die Saison in der 3. Liga beginnt für Viktoria Köln mit der Auswärtspartie bei Hansa Rostock am Samstag (20. Juli, 15.30 Uhr) und damit mit einem ganz brisanten Spiel - zumindest für Trainer Pavel Dotchev.

Der neue Coach des Drittliga-Aufsteigers musste im Februar seinen Hut bei den Rostockern nehmen. Er habe unter der Entlassung sehr gelitten, sagte Dotchev damals.

Klarer Außenseiter in Rostock

Jetzt also geht es für den 53-Jährigen zum Start zurück an die Ostsee. "Ich freue mich auf dieses Spiel", sagt Pavel Dotchev zu WDR.de, "auch wenn es für uns vielleicht noch zu früh kommt." Sechs Wochen betreut er seine neue Mannschaft nun.

Das sei nicht viel, um das Team in Bereichen wie Technik, Taktik, Kondition und Spielphilosophie so zu haben, wie er es gern hätte. "Wir sind in Rostock auf jeden Fall ganz klar Außenseiter", so Dotchev.

Insgesamt sei er mit der Vorbereitungszeit sehr zufrieden. Es gebe derzeit nur zwei verletzte Spieler, nämlich Bernard Kyere (Bänderriss) und Sascha Eichmeier (Sehnenanriss). Wenn es für Dotchev etwas zu bemängeln gebe, dann die Durchschlagskraft im Angriff.

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Auf der Suche nach einem Stürmer

Seine Mannschaft müsse noch mehr Torgefahr ausstrahlen, was die Testspiele gegen den Bonner SC (1:1) und den belgischen Erstligisten KAS Eupen (1:1) gezeigt hätten. "Wir sind noch auf der Suche nach dem einen oder anderen Spieler, aber das ist nicht zwingend. Das muss schon von der Hierarchie und rein sportlich passen", sagt Dotchev.

Die 3. Liga kennt der Bulgare aus dem Effeff. 210 Spiele mit Paderborn, Sandhausen, Münster, Aue und Rostock stehen in seiner Vita. Das Unternehmen Viktoria geht er mit Respekt an. "Die Liga wird von Jahr zu Jahr stärker. Ich sehe keinen großen Unterschied zur 2. Liga. Der Aufwand ist genauso hoch wie in der 2. Liga, nur mit weniger TV-Geldern, das macht es so schwierig", so der Coach.

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Cottbus als warnendes Beispiel

Auf lange Sicht - das ist kein Geheimnis - will auch die Viktoria die 3. Liga verlassen und zwar nach oben. In dieser Saison aber noch nicht, sagt Dotchev. "Für mich ist der Klassenerhalt realistisch. Das ist unser Ziel. Es wäre unseriös, jetzt anzufangen, zu träumen", sagt Dotchev und führt das Beispiel Energie Cottbus an.

Die Lausitzer seien im vergangenen Jahr mit Abstand die beste Mannschaft in der Regionalliga Nordost gewesen, nach nur einem Jahr aus der 3. Liga aber wieder abgestiegen. Das soll Pavel Dotchev der Viktoria nicht passieren.

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