3. Liga: Spannung und Dramatik garantiert

Duell am 29. Spieltag: Ingolstadt (links, mit Michael Heinloth) trifft auf Unterhaching (rechts, mit Stephan Hain)

29. Spieltag

3. Liga: Spannung und Dramatik garantiert

Wenn der umstrittene Re-Start der dritten Fußball-Liga eines gezeigt hat, dann das: Die letzten zehn Spieltage versprechen Spannung und Dramatik. Schon heute geht es weiter.

Beim Auftakt wurde nach teils unerwarteten Ergebnissen die Tabelle jedenfalls ordentlich durcheinandergewirbelt. Das Spitzenduo MSV Duisburg und Waldhof Mannheim musste jeweils eine Niederlage einstecken. Die Verfolger aus Meppen und Ingolstadt büßten nach Pleiten in der Tabelle gleich vier Plätze ein. Profitiert hat vor allem die SpVgg Unterhaching, die jetzt auf einem Aufstiegsplatz steht. Und der TSV 1860 München ist als zuvor Sechster jetzt plötzlich Dritter.

Zudem sind alle nochmals enger zusammengerückt. Die Tabelle ist vor dem 29. Spieltag, der schon am heutigen Dienstag (02.06.2020) startet, zweigeteilt. Zwischen Spitzenreiter Duisburg und dem Elften Uerdingen liegen gerade einmal fünf Zähler. Und den Tabellenzwölften Chemnitz trennen vier Punkte vom ersten Abstiegsplatz, den der Hallesche FC belegt.

3. Liga: Der Re-Start einer gespaltenen Liga Sportschau 30.05.2020 02:47 Min. Verfügbar bis 30.05.2021 Das Erste

Schlag auf Schlag

Nur die SG Sonnenhof Großaspach (19) und der FC Carl Zeiss Jena (20) sind tabellarisch schon ein wenig abgeschlagen. Das Zweitteam des FC Bayern, aktuell Fünfter, darf nicht in Liga zwei. Für die 17 anderen Teams geht es entweder noch um Aufstieg oder Abstieg. Und es geht Schlag auf Schlag. Die Saison soll mit fünf englischen Wochen bis zum 4. Juli sportlich beendet werden. Das bedeutet, dass die Zahl der Spitzenspiele, Verfolgerduelle und Abstiegsfights steigt.

Wer steckt das Mammutprogramm besser weg?

Im Schlussspurt der Liga wird es auch darauf ankommen, wer das straffe Programm besser wegsteckt. Aufgrund der fehlenden Vorbereitung sei "so ein Mammutprogramm nicht ohne Verletzung" durchzustehen, sagte Magdeburgs Trainer Claus-Dieter Wollitz nach der 0:1-Niederlage gegen Kaiserslautern: "Die Spieler haben alles rausgehauen. Die werden das aber nicht elfmal wiederholen können". Die bevorstehende Belastung wollte er freilich "nicht als Ausrede" verstanden wissen.

"Löwen"-Trainer Köllner realistisch

Dass deshalb noch viel passieren und sich das Tabellenbild ständig ändern kann, wissen auch die Klubs. So will Michael Köllner, der Trainer des TSV 1860 München, von seinen "Löwen" als Aufstiegskandidat nichts wissen. "Für uns hat sich nichts geändert. Es ist ja heute nicht Schluss. Wieso soll ich mich also über das Tabellenbild freuen", sagte er. Und auch Coach Torsten Lieberknecht vom MSV Duisburg erklärte: "Wir haben schon am Mittwoch die Möglichkeit, direkt eine Antwort zu finden."

Die "Zebras" erwarten dann Schlusslicht Jena, 1860 München muss beim 1. FC Kaiserslautern ran. Schon am Dienstag hat Unterhaching gegen Ingolstadt die Chance, die Tabellenführung zu erobern. Auch Mannheim könnte mit einem Erfolg in Rostock zumindest zurück auf den Relegationsplatz.

red/sid/dpa | Stand: 01.06.2020, 09:01

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