3. Liga - Tradition, Neulinge und kein klarer Favorit

Ein Ball mit dem Logo der dritten Liga

Neue Saison startet

3. Liga - Tradition, Neulinge und kein klarer Favorit

Vor dem Start der 3. Liga ist ein klarer Favorit auf den Aufstieg nicht auszumachen. Dafür gibt es zwei Neulinge, sieben neue Trainer - und viel Tradition.

Ganz viel Tradition

Die 3. Liga, das ist auch in der neuen Saison vor allem ganz viel Tradition. Zehn ehemalige Bundesligisten sind dabei, darunter sind mit Preußen Münster, dem MSV Duisburg, dem 1. FC Kaiserslautern, Eintracht Braunschweig und dem TSV 1860 München fünf Gründungsmitglieder. Mit dem 1. FC Magdeburg spielt sogar ein Europapokalsieger mit.

Superlative der neuen Drittliga-Saison Sportschau 15.07.2019 00:58 Min. Verfügbar bis 15.07.2020 Das Erste

So läuft die Saison

Los geht es am Freitag (19.07.2019) mit dem Auftaktspiel zwischen dem TSV 1860 München und dem SC Preußen Münster. Nach dem 20. Spieltag, der am 23. Dezember endet, geht es in die Winterpause.  Ab dem 24. Januar 2020 rollt dann wieder der Ball. Letzter Drittliga-Spieltag ist am 16. Mai 2020. Anschließend folgen die Relegationsspiele zwischen 2. Bundesliga und 3. Liga. Englische Wochen gibt es am 3. sowie am 29. Spieltag.

86 Partien live in der ARD

Die ARD beziehungsweise ihre dritten Programme übertragen 86 Partien live - im Fernsehen und Livestream. Am ersten Spieltag wird die Partie zwischen dem Zweitliga-Absteiger 1. FC Magdeburg und dem ehemaligen Bundesligisten Eintracht Braunschweig live in der ARD-Sportschau im Ersten zu sehen sein. Anpfiff am Samstag, 20. Juli, ist um 17.45 Uhr. Die Dritten bieten in ihren Sportmagazinen zudem eine umfangreiche Highlight-Berichterstattung an. Auch wird die ARD wie gewohnt in der Sportschau jeden Samstag Spielzusammenfassungen der 3. Liga zeigen.

Kein klarer Favorit

Anders als in den vergangenen Jahren gibt es keinen Top-Favoriten. Gute Chancen haben Eintracht Braunschweig, der FC Ingolstadt und der 1. FC Kaiserslautern. Magdeburg, Rostock und Halle gelten genauso zum erweiterten Favoritenkreis wie Duisburg, Uerdingen und Würzburg.

Zwei Neulinge

Mit Viktoria Köln und Waldhof Mannheim sind zwei Drittliga-Neulinge erstmals mit dabei. Die Mannheimer haben es nach langer Abstinenz zurück in den Profifußball geschafft. 2003 war der Klub aus der zweiten Bundesliga abgestiegen und seitdem in den Niederungen des Fußballs verschwunden. Für den noch jungen Klub aus Köln ist der Aufstieg der größte Erfolg der Vereinsgeschichte.

3. Liga - Die Saisonvorschau

Sportschau 17.07.2019 03:11 Min. Verfügbar bis 17.07.2020 ARD

Rückkehr der Zweitklubs

Erstmals seit 2018 ist mit dem FC Bayern München II wieder eine Zweitvertretung eines Bundesligaklubs dabei. Das Team darf nicht aufsteigen. Die Teilnahme der Zweitteams wird seit jeher kritisch betrachtet, denn sie bringen zu Auswärtsspielen kaum Fans mit. Auf der anderen Seite sind sie nicht an den TV-Geldern beteiligt, so dass finanziell für die 17 anderen Klubs mehr Geld übrig bleibt. Wie auch immer: Der TSV 1860 München freut sich auf ein Stadtderby, auch wenn es nicht die "großen Bayern" sind.

Sieben neue Trainer

Sieben Klubs gehen die Saison mit einem neuen Trainer an. Neu dabei sind Christian Flüthmann (Braunschweig), Stefan Krämer (Magdeburg), Pavel Dotchev (Köln), Sven Hübscher (Münster), Jeff Saibene (Ingolstadt), Oliver Zapel (Großaspach) und Sebastian Hoeneß (Bayern München). Letzterer ist der Sohn von Dieter und der Neffe von Uli Hoeneß.

Lautern investiert

Auf dem Transfermarkt tat sich zwar wie gewohnt jede Menge, die Klubs waren aber vor allem bemüht, kein Geld für neues Personal auszugeben. So richtig investiert für Drittliga-Verhältnisse hat nur der 1. FC Kaiserslautern. Janik Bachmann (Würzburg), Andri Runar Bjarnason (Helsingborg), Phillipp Hercher (Großaspach) und Avdo Spahic kosteten zusammen 750.000 Euro. Transfererlöse gab es dagegen keine. Ingolstadt gab 250.000 für den ehemaligen Bundesliga-Profi Maximilian Beister (Uerdingen) aus, nahm aber auch 1,2 Millionen ein.

Mehr Zuschauer erwartet

In der vergangenen Saison strömten erstmals mehr als drei Millionen Fans in die Stadien im Schnitt waren es 8132 pro Spiel. Seit drei Jahren steigen die Zuschauerzahlen. Das wird wohl auch in dieser Saison so sein. Zwar sind mit dem VfL Osnabrück und dem Karlsruher SC zwei Zuschauermagneten aufgestiegen, doch dafür sind jetzt mit Magdeburg, Duisburg und Mannheim drei Traditionsklubs mit großer Anhängerschaft neu dabei.

vdv/sid/dpa | Stand: 16.07.2019, 14:38

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