3. Liga - Rund ein Dutzend Teams hofft noch

Szene aus dem Hinspiel zwischen Duisburg und Ingolstadt

Fußball

3. Liga - Rund ein Dutzend Teams hofft noch

Am Freitag startet die 3. Fußball-Liga ins neue Jahr. Rund ein Dutzend Vereine träumt noch vom Aufstieg. Sportschau.de hat alle Fakten zum Wiederbeginn.  

So läuft der Rest der Saison

Los geht es mit dem 21. Spieltag. Hansa Rostock und der Hallesche FC eröffnen am Freitag (24.01.2020) die restliche Saison. Höhepunkt des Spieltages ist aber das Spitzenspiel zwischen Tabellenführer MSV Duisburg und dem zweitplatzierten FC Ingolstadt. Am 29. Spieltag steht  eine "englische Woche" an,  letzter Drittliga-Spieltag ist am 16. Mai. Anschließend folgen die Relegationsspiele zwischen 2. Bundesliga und 3. Liga.

ARD berichtet weiter umfassend

Die ARD beziehungsweise ihre dritten Programme übertragen weiter etliche Partien live - im Fernsehen und Livestream. So werden auch am Samstag wieder zwei Spiele live übertragen. Die Partie zwischen dem SV Meppen und Waldhof Mannheim wird live im NDR zu sehen sein, der MDR zeigt das Duell zwischen dem 1. FC Magdeburg und dem FSV Zwickau - beides auch im Livestream bei sportschau.de Auch wird die ARD wie gewohnt in der Sportschau jeden Samstag Spielzusammenfassungen der 3. Liga zeigen.

Mehr als die Hälfte der Klubs träumt noch vom Aufstieg

Der MSV Duisburg geht als Spitzenreiter ins Rennen. Doch vom Aufstieg träumen darf noch mehr als die Hälfte der 20 Klubs. Der 1. FC Kaiserslautern etwa liegt als Tabellenneunter nur vier Punkte hinter dem Relegationsplatz, selbst die Würzburger Kickers sind auf Rang 13 und mit sechs Zählern Rückstand noch nicht endgültig aus dem Rennen.

Sieben Klubs im Abstiegskampf

Allerdings haben die Kickers auch nach unten hin nur ein Polster von sieben Punkten auf den ersten Abstiegsplatz. Beim Tabellen-14. aus Zwickau beginnt die gefährdete Zone, in der aktuell sieben Klubs um den Klassenerhalt kämpfen. Jena scheint mit neun Punkten auf das rettende Ufer schon abgeschlagen.

Wenig los auf dem Transfermarkt

Auf dem Transfermarkt blieben die 20 Drittligisten bescheiden. 47 Transfers (25 Zu- und 22 Abgänge) haben sie in diesem Winter bisher getätigt. Erfahrungsgemäß tut sich bis zum Ende des Transferfensters am 31. Januar aber noch einiges.

Eintracht Braunschweig hat den wohl spektakulärsten Coup gelandet. Die Niedersachsen liehen den Vorjahres-Torschützenkönig der 3. Liga, Marvin Pourié, vom Karlsruher SC aus. Mit 22 Treffern und sechs Torvorlagen war er maßgeblich am Aufstieg des KSC in die 2. Bundesliga beteiligt.

Besonders umtriebig waren die beiden abstiegsbedrohten Klubs Viktoria Köln und Bayern München II. Während Köln gleich fünf Spieler verpflichtete, gab die Zweitvertretung der Bayern vier Spieler ab und lieh mit U20-Nationalspieler Nicolas Kühn von Ajax Amsterdam II eines der größten deutschen Talente aus. Dagegen verlor der Tabellenvorletzte Preußen Münster mit Rufat Dadashov seinen besten Torjäger. Der Angreifer wechselt in die USA in die zweitklassige USL Championship zu Phoenix Rising.

Magath engagiert sich in Würzburg

Nach Stefan Effenberg und Markus Merk hat es eine weitere prominente Fußball-Persönlichkeit in die 3. Liga verschlagen: Felix Magath ist bei den Würzburger Kickers als Funktionär eingestiegen. Effenberg ist seit Oktober Sportdirektor beim KFC Uerdingen, Ex-Schiedsrichter Merk sitzt seit Dezember im Aufsichtsrat des 1. FC Kaiserslautern.

Liga ist finanziell weiter ein Sorgenkind

Die 3. Liga bleibt weiter das finanzielle Sorgenkind des deutschen Profifußballs. Obwohl im Herbst 2019 ein Umsatzrekord für die vergangene Spielzeit in Höhe von 185,6 Millionen Euro vermeldet worden war, verzeichneten die Klubs gleichzeitig einen Rekordverlust von durchschnittlich 1,5 Millionen Euro pro Verein. Zum neunten Mal in elf Jahren stand unterm Strich ein Minus. Eine Trendwende ist auch in diesem Jahr nicht unbedingt zu erwarten. Laut DFB-Finanzbericht hatten die 20 Klubs zum Stichtag am 31. Dezember 2018 113 Millionen Euro Schulden angehäuft. Alleine in den vergangenen drei Jahren stellten vier Drittligisten den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.

vdv/sid/dpa | Stand: 23.01.2020, 11:48

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