2. Liga - ganz viel Spannung im Aufstiegs-Endspurt

Fans des SC Paderborn

Noch drei Spieltage

2. Liga - ganz viel Spannung im Aufstiegs-Endspurt

Entsetzen in Hamburg, Hoffnung in Berlin, Träume in Paderborn: Im Aufstiegsrennen der zweiten Fußball-Bundesliga wurde die Tabelle zuletzt mächtig durcheinandergewirbelt. Hinzu kommt ein Trainerwechsel in Köln. Sportschau.de blickt vor dem Liga-Endspurt auf die Aufstiegskandidaten.

1. 1. FC Köln (59 Punkte, 76:41 Tore)

Nach vier Spielen ohne Sieg hat der 1. FC Köln zuletzt die Reißleine gezogen und Trainer Markus Anfang beurlaubt. "Es war notwendig, in dieser Phase der Saison etwas zu verändern, um unser Ziel nicht in Gefahr zu bringen", begründete Kölns Sportchef Armin Veh. Die Rheinländer straucheln zwar, doch ist ihr Vorsprung immer noch sehr komfortabel. Interimstrainer André Pawlak soll die Bundesligarückkehr jetzt perfekt machen. Aus den restlichen drei Partien braucht der FC noch vier Punkte. Sollten die Konkurrenten erneut patzen, könnte der Aufstieg aber schon am Montag (06.05.2019) perfekt sein.

Restprogramm:
Greuther Fürth (A)
Jahn Regensburg (H)
1. FC Magdeburg (A)

2. SC Paderborn (54 Punkte, 71:44 Tore)

Urplötzlich ist der SC Paderborn am vergangenen Wochenende auf Platz zwei geklettert - und will da auch jetzt nicht mehr weg. Das Restprogramm hat es allerdings in sich. Zuerst geht es zum Derby nach Bielefeld, dann kommt der Hamburger SV. Für den SCP spricht der aktuelle Schwung des Teams. Paderborn ist mit 29 Punkten die bislang stärkte Mannschaft der Rückrunde und feierte zuletzt drei Siege in Serie. Zudem kann der Neuling ohne Druck aufspielen. Deshalb hält sich der Aufsteiger mit Kampfansagen in Sachen Durchmarsch auch zurück. "Wir genießen den Moment", sagte Stürmer Christopher Antwi-Adjei bescheiden.

Restprogramm:
Arminia Bielefeld (A)
Hamburger SV (H)
Dynamo Dresden (A)

3. Union Berlin (53 Punkte, 48:29 Tore)

Nach dem Sieg im direkten Aufstiegsduell gegen den Hamburger SV ist Union Berlin auf Platz drei geklettert und hat zumindest die Relegation in der eigenen Hand. "Wenn wir jedes Spiel so spielen, sind wir minimal Dritter", sagte Torwart Rafal Gikiewicz. Die ganze Saison sei wie ein Marathon, "jetzt sind es sind noch drei Sprints." Das Restprogramm erscheint lösbar, und Union könnte vom direkten Duell zwischen Paderborn und Hamburg  profitieren, etwa bei einem Remis. Wenn Paderborn tatsächlich strauchelt, wäre der Weg für die Köpenicker zum direkten Aufstieg frei.

Restprogramm:
Darmstadt 98 (A)
1. FC Magdeburg (H)
VfL Bochum (A)

4. Hamburger SV (53 Punkte, 41:35 Tore)

Beim Hamburger SV liegen die Nerven blank. Lange schien der Aufstieg nur Formsache, jetzt finden sich die Hanseaten nach sechs Spielen ohne Sieg und der jüngsten Pleite beim Konkurrenten aus Berlin auf Platz vier wieder. Gegen Ingolstadt steht das Team am nächsten Spieltag unter einem Riesen-Erfolgsdruck, die anschließende Partie in Paderborn ist vielleicht schon ein Aufstiegs-Endspiel. Zwar ist es nur ein Punkt auf Platz zwei, doch der HSV kann sich keinen Patzer mehr erlauben, zumal er auch das schlechteste Torverhältnis der Topteams hat. Die Mannschaft von Trainer Hannes Wolf will sich nun abgeschottet im Trainingslager im niedersächsischen Rotenburg auf die verbliebenen Aufgaben vorbereiten. Und das ohne Lewis Holtby, der jüngst nach einer Spielverweigerung suspendiert wurde.  "Wir wollen einfach nochmal zusammen sein und uns auf die Rolle einschwören, die wir jetzt haben", sagte Wolf. Auf die Rolle des Jägers.

Restprogramm:
FC Ingolstadt (H)
SC Paderborn (A)
MSV Duisburg (H)

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5. 1. FC Heidenheim (49 Punkte, 45:37 Tore)

Mit vier Punkten Rückstand auf Platz drei liegt der 1. FC Heidenheim noch in Schlagweite zum Relegationsrang. In den letzten drei Partien geht es jeweils gegen Abstiegskandidaten. Vom Papier her wären da neun Punkte drin. Allerdings ist der Tabellenfünfte auf Schützenhilfe angewiesen. Verzichten muss das Team aber zurzeit auf seinen Star Marc Schnatterer. Am vergangenen Spieltag verpasste der 1. FCH bei der Niederlage in Paderborn "big points" im Aufstiegskampf.

Restprogramm:
SV Sandhausen (H)
MSV Duisburg (A)
FC Ingolstadt (H)

6. FC St. Pauli (48 Punkte, 44:47 Tore)

Der FC Sankt Pauli hat zwar zuletzt beim 4:3 gegen Regensburg eine Sieglos-Serie von sechs Partien beendet, in Sachen Aufstieg wird es dennoch sehr knapp. Fünf Punkte beträgt der Rückstand auf Platz drei. Der neue Trainer Jos Luhukay sollte den Aufstieg zwar noch einmal anvisieren, doch auch unter ihm gab es erst im dritten Spiel den ersten Sieg. Deshalb werden die Hamburger wohl auch in der nächsten Saison in der zweiten Liga auflaufen.

Restprogramm:
Dynamo Dresden (A)
VfL Bochum (H)
Greuther Fürth (A)

vdv/sid/dpa | Stand: 02.05.2019, 11:54

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