Teamcheck - Bochum schielt noch nach oben

Bochums Stürmer Hinterseer

Teamcheck - Bochum schielt noch nach oben

Von Dirk Burkhardt

  • Bochum startet mit sieben Punkten Rückstand auf Platz drei.
  • In der Hinrunde Schwächen in der Schlussphase.
  • Simon Zoller soll Sturm verstärken.

So lief die Hinrunde

Die Hinrunde war für den VfL ein Auf und Ab. Nach holprigem Start mit einer Niederlage zum Auftakt gegen den 1. FC Köln (0:2) un dem Erstrunden-Aus im DFB-Pokal beim Viertligisten Weiche Flensburg (0:1), fing sich der VfL und startete Mitte der Hinrunde eine Serie von sieben Spielen ohne Niederlage, die den Ruhrpott-Klub bis an die Aufstiegsplätze heranführte.

In den Spitzenspielen gegen den FC St. Pauli (1:3) und bei Union Berlin (0:2) verlor der VfL die Top-Plätze wieder aus den Augen. Gravierender war allerdings die Bochumer Schwäche in der Schlussphase: Allein in der Nachspielzeit verspielte die Mannschaft von Robin Dutt fünf Punkte. Ohne diese Schwäche könnte der VfL deutlich besser dastehen als mit 27 Punkten auf Rang acht.

Dutt mit dem "Anspruch, im oberen Tabellendrittel zu sein"

Sportschau 22.01.2019 01:42 Min. Verfügbar bis 22.01.2020 ARD

Wer kommt, wer geht?

Vor allem in der Offensive (28 Tore) musste der VfL nachlegen und holte zur Entlastung von Topscorer Lukas Hinterseer (elf Tore, fünf Vorlagen) Simon Zoller von Liga-Konkurrent 1. FC Köln.

In der Abwehr ließ Bochum Timo Perthel nach Magdeburg ziehen. Dafür kam mit dem 22-jährigen Österreicher Dominik Baumgartner von Wacker Innsbruck ein Innenverteidiger, der den langfristigen Ausfall von Maxim Leitsch (Schambeinentzündung) kompensieren kann. Aus der eigenen Jugend zogen die Bochumer zudem Mittelfeldspieler Jan Wellers in den Profikader.

Der Trainer

Ein bisschen überraschend kam Anfang 2018 die Verpflichtung von Robin Dutt, der zuvor nach kurzen Engagements in Leverkusen, Bremen, Stuttgart und beim DFB fast zwei Jahre nicht mehr in Erscheinung getreten war.

Doch Dutt überzeugte beim VfL von Anfang durch sachliche Arbeit, positives Auftreten und eine klare Philosophie. Stück für Stück führte der 53-Jährige die Blau-Weißen wieder nach oben und zurück zu alter Heimstärke. In 15 Heimspielen unter Dutt gab es nur drei Niederlagen - und nach längerer Talfahrt auch wieder steigende Zuschauerzahlen.

Erwartungen an die Rückrunde

Beim 3:2-Sieg zum Jahresabschluss beim 1. FC Köln hat Bochum gezeigt, dass der Klub das Potenzial hat, im vorderen Tabellendrittel dabei zu sein. Das Trainingslager im spanischen Marbella endete zwar mit einem 0:3 gegen Dynamo Kiew, aber Dutt nahm die Zeit trotzdem als positiven Impuls mit: "Ich bin rundum zufrieden. Wir haben alle Inhalte so umsetzen können, wie wir uns das vorgestellt haben."

Ein kleines bisschen werden sie in Bochum noch nach oben schielen. Sieben Punkte sind es auf Rang drei. Bis auf St. Pauli und Köln (schon zwei Mal gespielt) empfängt der VfL alle vor dem Jahresstart vor ihm platzierten Teams zu Hause. Für einen ganz großen Wurf braucht es allerdings mehr Konstanz und Durchhaltevermögen als in den ersten 18 Spielen.

Stand: 23.01.2019, 07:45

Darstellung: