Keine Ausreden mehr für Köln

Kölns Trainer Markus Anfang

2. Bundesliga

Keine Ausreden mehr für Köln

  • 1. FC Köln geht als Tabellenzweiter in die Rückrunde.
  • Mit Geis und Kainz wurde der Kader nochmals verstärkt.
  • Wiederaufstieg bleibt das erklärte Ziel.

So lief die Hinrunde

Die Kölner mussten in der 2. Liga einen Neuaufbau starten - dafür verlief die Hinrunde insgesamt nach Plan. Vor allem dank der starken Offensive und Simon Terodde, der 22 der 47 Kölner Treffer erzielte.

Als der Torjäger Ladehemmung hatte, geriet der FC in eine Schwächephase: Im Oktober schafften die Kölner keinen Sieg - und gaben mit der Niederlage beim HSV die Tabellenspitze an den Aufstiegsrivalen ab. Der rauschhafte 8:1-Erfolg gegen Dynamo Dresden versöhnte die Fans. Der FC entdeckte seine Offensivstärke wieder, auch dank Louis Schaub und Dominick Drexler, mit jeweils zehn Torvorlagen die besten Vorbereiter der Liga.

Bloß keine Fehler - der 1. FC Köln und die Mission Aufstieg

Sportschau 25.01.2019 01:55 Min. Verfügbar bis 24.01.2020 ARD

Im letzten Spiel vor Weihnachten gab es mit der Heimniederlage gegen Bochum wieder einen Rückschlag - und zugleich ein Warnzeichen, dass die Rückkehr in die Bundesliga trotz fünf Punkten Vorsprung auf einen Nichtaufstiegsplatz ein hartes Stück Arbeit bleibt.

Wer kommt, wer geht?

Mit Johannes Geis und Florian Kainz verstärkten die Kölner in der Winterpause den Kader. Geis, zuletzt bei Schalke auf dem Abstellgleis, soll eine zusätzliche Option fürs zentrale Mittelfeld sein, wo Marco Höger und Vincent Koziello weiter ausfallen. Der trickreiche Kainz könnte den ebenfalls verletzten Schaub ersetzen.

Ob auch Stürmer Anthony Modeste, dessen Rückkehr im November bekanntgegeben wurde, wieder für den FC auflaufen wird, steht angesichts des nebulösen juristischen Streits mit dem chinesischen Klub Tianjin in den Sternen.

Mit Simon Zoller, der zum VfL Bochum wechselte, wurde eine Planstelle in der Offensive frei. Außerdem wurde Defensivtalent Yann-Aurel Bisseck nach Kiel verliehen und soll dort Spielpraxis sammeln.

Der Trainer

Wunschtrainer Markus Anfang hatte mit seiner offensiven Ausrichtung zu Beginn Anpassungsschwierigkeiten. Die Anfälligkeit in der Rückwärtsbewegung wurde spätestens nach der chaotischen 3:5-Heimpleite gegen Aufsteiger Paderborn ein Thema. Anfang schaffte es in der Folge, die Balance im Spiel zu verbessern. Die Konstanz, so betonte der FC-Coach im Interview, bleibt aber die große Aufgabe für die Rückrunde.

Erwartungen an die Rückrunde

Die sofortige Rückkehr in die Bundesliga war das erklärte Ziel vor dem Saisonstart. Nachdem sie nun im Winter nochmals auf dem Transfermarkt nachgelegt haben, dürfte der Druck künftig noch steigen. Obwohl wichtige Spieler weiter ausfallen und mit Jonas Hector eine Führungsfigur bislang schwächelt - alles andere als der Aufstieg am Ende der Saison wäre in Köln eine riesige Enttäuschung.

Stand: 25.01.2019, 08:30

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