Bielefeld mit neuem System in die Rückserie

Bielefelds Trainer Uwe Neuhaus umarmt seinen Spieler Tom Schütz

Bielefeld mit neuem System in die Rückserie

  • Klub stürzte nach sehr guter Vorsaison ab
  • Trainer Uwe Neuhaus soll den Abstieg verhindern
  • Mit Reinhold Yabo nur ein Winter-Neuzugang

So lief die Hinrunde

Ein Tiefpunkt in der Hinrunde: Die Arminen nach dem 0:1 gegen Duisburg.

Ein Tiefpunkt in der Hinrunde: Die Arminen nach dem 0:1 gegen Duisburg.

Nach Tabellenplatz vier in der Vorsaison hatte Trainer Jeff Saibene Platz neun als Saisonziel ausgegeben. Nach 18 Spieltagen findet sich die Arminia auf Platz 14 wieder - mit fünf Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz. Nach einem ordentlichen Start mit sieben Punkten aus den ersten vier Spielen gelang der Mannschaft in den folgenden 13 Partien nur noch ein Sieg - ein 2:1 in Darmstadt am 7. Spieltag.

Nach dem 1:1 gegen den SV Sandhausen am 16. Spieltag trennte sich der Klub von Saibene. Auf ihn folgte Uwe Neuhaus. Bei seinem Debüt gewann die Arminia mit 2:1 in Kiel, im letzten Spiel vor der Winterpause unterlag Bielefeld gegen Heidenheim trotz Führung unglücklich mit 1:2.

Wer kommt, wer geht?

Mit Mittelfeldspieler Reinhold Yabo (RB Salzburg), der bereits 2017 eine halbe Saison für die Ostwestfalen aufgelaufen war, hat Bielefeld bisher nur einen Neuzugang verpflichtet. Angreifer Prince Osei Owusu, der wohl nicht mehr an den im Sturmzentrum einsetzbaren Fabian Klos, Andreas Voglsammer und Sven Schipplock vorbeikam, wurde bis Saisonende an Drittligist 1860 München ausgeliehen.

Für Pechvogel Christopher Nöthe, der nach einer Knie-OP in der vergangenen Saison gerade wieder den Anschluss ans Team geschafft hatte, ist nach einem Kreuzbandriss und einen Außenmeniskusschaden wohl auch diese Spielzeit gelaufen. Auch Nils Quaschner wird nach einer erneuten Knie-OP für längere Zeit fehlen.

Arminia Bielefeld: Mit Offensiv-Power in die Rückrunde

Sportschau 28.01.2019 01:46 Min. Verfügbar bis 28.01.2020 ARD

Der Trainer

Arminia Bielefelds Trainer Uwe Neuhaus.

Arminia Bielefelds Trainer Uwe Neuhaus.

Bei den ersten zwei Auftritten unter Uwe Neuhaus, in Kiel (2:1) und gegen Heidenheim (1:2), präsentierte sich Bielefeld nach einer langen Durststrecke selbstbewusst und mutig. Dass der 59-Jährige eine erfolgreiche Mannschaft formen kann, hat er unter anderem bei Union Berlin und bei Dynamo Dresden bewiesen, die er jeweils in die 2. Liga führte.

Knapp vier Wochen hatte Neuhaus in der Winterpause Zeit, sein Team auf das von ihm bevorzugte 4-3-3-System einzustellen. "Wie schnell sich derartige Prozesse umsetzen lassen, ist nicht zuletzt abhängig von Erfolgserlebnissen", sagt der Coach. Das Trainingslager in Benidorm habe gezeigt, "welche Spieler aus dem Kader unersetzlich sind".

"Wenn man in die Augen der Jungs sieht, erkennt man wieder die Freude und den Spaß, den wir zuvor ein bisschen haben vermissen lassen", sagte Kapitän Julian Börner dem "Westfalen-Blatt". "Er ist ein erfahrener Trainer, der weiß, wo er ansetzen muss".

Erwartungen an die Rückrunde

Nachdem der Klub in der letzten Saison zeitweise um den Aufstieg mitspielte, geht es für die Ostwestfalen in dieser Rest-Rückrunde um den Klassenerhalt. Sieben Punkte Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz und ein neuer Trainer, der der verunsicherten Mannschaft offenbar neues Leben eingehaucht hat, machen den Fans Hoffnung.

Stand: 28.01.2019, 08:30

Darstellung: