Aufstieg passé - Hamburger SV wird zum Zweitliga-Dino

Wieder kein Aufstieg: Simon Terrode ist sichtlich verzweifelt

VfL Osnabrück - Hamburger SV 3:2

Aufstieg passé - Hamburger SV wird zum Zweitliga-Dino

Der Hamburger SV wird so langsam zum Zweitliga-Dino: Nach der Niederlage in Osnabrück sind alle Aufstiegschancen passé. Der VfL hat durch den Überraschungssieg wieder gute Chancen auf den Klassenerhalt.

Auch Horst Hrubesch kann nicht zaubern. Der Nachfolger von Daniel Thioune hatte zwar sein Einstiegsspiel als Retter der Hamburger Aufstiegsträume gegen den 1. FC Nürnberg in der Vorwoche mit 5:2 gewonnen. Am Sonntag (16.05.2021) folgte aber bei den abstiegsbedrohten Osnabrückern der Rückschlag. Das 2:3 (1:1) bedeutet für die Hanseaten, dass der Relegationsplatz außer Reichweite ist und sie jetzt in ihr viertes Zweitliga-Jahr gehen müssen.

Boldt und Hrubesch mit klaren Worten

"Die Enttäuschung ist groß. Wir hatten uns viel mehr vorgenommen. Die Gegentore haben wir zu leicht bekommen. Das ist sinnbildlich für die Saison", sagte HSV-Sportvorstand Jonas Boldt und bemängelte die Niederlagen gegen "die Mannschaften von unten. Da haben wir uns sicher auch nicht immer ausreichend gewehrt". Über seine eigene Zukunft sagte er: "Ich gehe hier weiter voran und spüre auch die Rückendeckung der Stadt und des Aufsichtsrates."

Aushilfs-Trainer Hrubesch analysierte schonungslos: "Es reicht so nicht. Hier muss sich jeder hinterfragen, ob er alles gebracht hat, was für so ein Spiel erforderlich ist. Ich wollte in meiner Zeit immer solch entscheidende Spiele, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass das hier alle so gesehen haben. Wir machen immer wieder die Türen auf und kassieren einfache Gegentore - dann ist es am Ende auch einfach nicht verdient."

VfL-Trainer Markus Feldhoff lobte: "Ein Riesenkompliment an die Mannschaft. Ich freue mich, dass die Jungs, bei dem was sie investiert haben, heute auch gewonnen haben."

Trainer Feldhoff nach wichtigem Sieg: "Noch keine Erleichterung, aber Freude"

Sportschau 16.05.2021 01:59 Min. Verfügbar bis 16.05.2022 ARD


Osnabrück nutzt schwache HSV-Defensive gnadenlos

Bei den kampfstarken Osnabrückern, die nun ihrerseits wieder gute Chancen haben, den Abstieg zu vermeiden, hatte Christian Santos in der 34. Minute für die Führung gesorgt. Hrubesch-Entdeckung Robin Meißner sorgte drei Minuten später für den Ausgleich.

Nach dem Wechsel machte der HSV zwar Druck, hatte auch Chancen, blieb aber in der Defensive extrem anfällig. So konnte Maurice Multhaup nach einer Stunde völlig unbedrängt von Toni Leistner zum 2:1 einköpfen.

Leibolds Ausgleich hielt nicht lange

Danach warf Hamburg alles nach vorne und kam durch Kapitän Tim Leibold in der 82. Minute zum Ausgleich. Die Freude darüber währte aber nur zwei Minuten, dann fingen sich die Etat-Riesen aus der Hansestadt den nächsten Konter, den Marc Heider zum 3:2-Siegtreffer für Osnabrück nutzte.

Der VfL hat nun sein letztes Spiel der regulären Saison am kommenden Sonntag (23.05.21) bei Erzgebirge Aue. Die Hamburger empfangen zeitgleich Eintracht Braunschweig.

Statistik

Fußball · 2. Bundesliga · 33. Spieltag 2020/2021

Sonntag, 16.05.2021 | 15.30 Uhr

Wappen VfL Osnabrück

VfL Osnabrück

P. Kühn – Ajdini, Beermann, M. Trapp, Wolze – Multhaup (77. K. Engel), Reis, U. Taffertshofer, Amenyido (69. Heider) – Kerk (88. Blacha), Santos (88. Br. Henning)

3
Wappen Hamburger SV

Hamburger SV

Ulreich – Gyamerah (69. Dudziak), Leistner (79. Kwarteng), Heyer, Leibold – Kinsombi (69. Wintzheimer), Onana (50. G. Jung), Jatta (46. Narey), Kittel – Terodde, Meißner

2

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 1:0 Santos (34.)
  • 1:1 Meißner (37.)
  • 2:1 Multhaup (61.)
  • 2:2 Leibold (82.)
  • 3:2 Heider (84.)

Strafen:

  • gelbe Karte Wolze (7 )
  • gelbe Karte U. Taffertshofer (5 )

Schiedsrichter:

  • Daniel Siebert (Berlin)

Vorkommnisse:

  • Das Spiel fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Stand der Statistik: Sonntag, 16.05.2021, 17:27 Uhr

ch | Stand: 16.05.2021, 18:57

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