Fünf Tore für Hamburgs Aufstiegshoffnung

Hamburg jubelt über ein Tor gegen Nürnberg

Hamburger SV - 1. FC Nürnberg 5:2

Fünf Tore für Hamburgs Aufstiegshoffnung

Beim Debüt von Neutrainer Horst Hrubesch hat sich der Hamburger SV in der 2. Fußball-Bundesliga im Kampf um den Aufstieg eindrucksvoll zurückgemeldet.

Klublegende Hrubesch feierte am Montagabend (10.05.2021) zum Abschluss des 32. Spieltags beim 5:2-Heimsieg gegen den 1. FC Nürnberg einen perfekten Einstand. Der zuletzt strauchelnde HSV darf wieder an die Rückkehr in die Bundesliga glauben.

Erster HSV-Dreier nach fünf Spielen ohne Sieg

Asger Sörensen (30., Eigentor), Bakery Jatta (37.), Simon Terodde (45.+2/80., Foulelfmeter) und Sonny Kittel (76.) trafen für den überzeugenden HSV. Die Tore von Erik Schuranow (41.) und Linus Rosenlöcher (89.) waren für den "Club" zu wenig.

Durch den ersten Dreier nach zuvor fünf Spielen ohne Sieg verbesserte sich der HSV auf Rang vier in der Tabelle, die Hamburger verkürzten den Rückstand auf den Dritten Greuther Fürth auf drei Punkte und dürfen zumindest wieder auf die Relegation hoffen.

Durch den hohen Sieg haben die Hamburger zudem ihr Torverhältnis nochmals aufgebessert, auch dies könnte im engen Aufstiegsrennen am Ende den Ausschlag geben.

Nürnbergs Mathenia: "Verdient verloren"

Sportschau 10.05.2021 02:00 Min. Verfügbar bis 10.05.2022 ARD


Nürnbergs Torhüter Christian Mathenia war nach den fünf Gegentreffern bedient: "Wir haben sehr schlecht verteidigt und alle fünf Tore auf die gleiche Weise bekommen. Wenn man so inaktiv ist im eigenen Drittel wie wir heute, kann man so ein Spiel nicht gewinnen, deshalb haben wir verdient verloren."

HSV hält Druck stand

Zuvor war Holstein Kiel den Hamburgern durch den Sieg gegen Hannover im Nachholspiel am frühen Abend enteilt - und hatte den Druck auf den HSV nochmals verstärkt. Gegen Nürnberg zählte nur ein Sieg - dies war Hrubeschs Team zunächst auch anzumerken, den Bemühungen fehlte es an Präzision. Der HSV brauchte eine halbe Stunde, um sich in die Partie zu wühlen - und auch etwas Glück: Als es dann einmal schnell ging, zog Robin Meißner einfach direkt ab - sein Schuss wurde noch von Sörensen unhaltbar ins Tor abgefälscht.

Hrubesch mit fünf Neuerungen - Terodde wieder Torschütze vom Dienst

Hrubesch, der im Vergleich zum 1:1 gegen den Karlsruher SC gleich fünf Änderungen vornahm und dabei Meißner zum Startelfdebüt verhalf, sah nach dem Führungstreffer einen deutlich besseren HSV. Jatta nutzte die starke Phase eiskalt aus zum sehenswerten 2:0. Ein Patzer von Sven Ulreich, der einen Distanzschuss von Johannes Geis nur nach vorne klären konnte, ermöglichte Schuranow den Anschlusstreffer - und brachte kurz Hektik ins Spiel der Hamburger. Doch dann schlug wieder Topstürmer Terodde zu. Der 33-Jährige stand, wo ein Mittelstürmer stehen muss und hatte keine Mühe, den Ball aus kurzer Distanz ins Tor zu drücken.

In der Folge riskierte der HSV nicht mehr allzu viel und versuchte vor allem, defensiv sicher zu stehen und über Konter Nadelstiche zu setzen. Wie Meißner, der nach einer tollen Aktion aber nur die Latte traf (62.). Aber auch Nürnberg blieb gefährlich. Nur kurz danach lenkte HSV-Keeper Ulreich mit einer tollen Parade einen Versuch von Tom Krauß ebenfalls an die Latte (73.) - ehe Kittel für die Hamburger erhöhte. Nürnberg-Experte Terodde traf gar zum zweiten Mal und hat nun in seinen sieben jüngsten Zweitliga-Spielen gegen den "Club" acht Mal getroffen.

Am meisten zählte aber unterm Strich der Befreiungsschlag für den HSV, den Toni Leistner im Anschluss auch dem neuen Trainer zuschrieb: "Er hat die Lockerheit zurückgebracht, wir haben befreiter aufgespielt", sagte Leistner. Hrubesch habe im Training vor allem erfolgreich an den Automatismen gearbeitet: "Wir haben die Basics wieder auf den Platz gebracht. Wir haben die ganze Woche das 4-4-2 trainiert, das hat vieles einfacher gemacht."

Hamburgs Leistner über Hrubesch: "Hat die Lockerheit zurückgebracht"

Sportschau 10.05.2021 02:06 Min. Verfügbar bis 10.05.2022 ARD


Um den aktuellen Dritten aus Fürth noch abfangen zu können, benötige man aber sechs Punkte aus den verbleibenden zwei Spielen, so Leistner: "Wir müssen weiter unsere Hausaufgaben machen. Fürth hat ein extrem schweres Restprogramm. Die Hoffnung stirbt zuletzt."

HSV am 33. Spieltag in Osnabrück

Am vorletzten Spieltag bekommt der HSV beim VfL Osnabrück die nächste Chance, Boden im Aufstiegsrennen gut zu machen, die abstiegsbedrohten Niedersachsen brauchen allerdings selbst jeden Punkt. Nürnberg empfängt Spitzenreiter Bochum, der dann schon die Rückkehr in die Bundesliga perfekt machen könnte.

Statistik

Fußball · 2. Bundesliga · 32. Spieltag 2020/2021

Montag, 10.05.2021 | 20.30 Uhr

Wappen Hamburger SV

Hamburger SV

Ulreich – Vagnoman (74. Wintzheimer), Leistner, Heyer, Leibold – Kinsombi (82. Kwarteng), Onana – Jatta (82. Heil), Kittel (86. Narey) – Terodde, Meißner (74. Gyamerah)

5
Wappen 1. FC Nürnberg

1. FC Nürnberg

Mathenia – Valentini, Mühl, Sörensen, Handwerker – Geis (84. Rosenlöcher) – Krauß (84. Suver), Hack (84. Schleusener) – Möller Daehli (46. Latteier) – Schuranow, Dovedan (84. Krätschmer)

2

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 1:0 Meißner (30.)
  • 2:0 Jatta (37.)
  • 2:1 Schuranow (41.)
  • 3:1 Terodde (45.+2)
  • 4:1 Kittel (76.)
  • 5:1 Terodde (80./Foulelfmeter)
  • 5:2 Rosenlöcher (89.)

Strafen:

  • gelbe Karte Vagnoman (2 )

Schiedsrichter:

  • Felix Zwayer (Berlin)

Vorkommnisse:

  • Das Spiel fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Stand der Statistik: Montag, 10.05.2021, 22:23 Uhr

red/sid/dpa | Stand: 10.05.2021, 22:20

Weitere Themen

2. Bundesliga | Tabelle

RangTeamSP
1.VfL Bochum3467
2.Greuther Fürth3464
3.Holstein Kiel3462
4.Hamburger SV3458
5.Fort. Düsseldorf3456
 ...  
16.VfL Osnabrück3433
17.E. Braunschweig3431
18.Würz. Kickers3425
Darstellung: