Der SC Paderborn bejubelt den Treffer zum 1:1 gegen den 1. FC Heidenheim

Fußball | 2. Bundesliga

Teamcheck: SC Paderborn - Zwischen Aufstiegsrennen und Niemandsland

Stand: 06.01.2022, 10:40 Uhr

Teil 2/2 - Trainer und Erwartungen an die Rückrunde

Von Jakob Halbfas

Trainer

Lukas Kwasniok trat im Sommer in große Fußstapfen. Nach vier Jahren verließ Steffen Baumgart die Ostwestfalen und wurde Cheftrainer beim 1. FC Köln. In Kwasniok fand man in Paderborn einen Ersatz, der Baumgart in vielen Punkten ähnelt.

Paderborns Trainer Lukas Kwasniok gestikuliert am Spielfeldrand

Wie Baumgart zeichnet sich Kwasniok durch eine klare und emotionale Ansprache aus. Kwasniok schafft es, diese Emotionalität auf seine Mannschaft zu übertragen. Auf dem Platz fordert der 40-Jährige Teamgeist und uneingeschränkten Kampf um den Ball. "Wir wollen den Ball. Und wenn wir ihn nicht haben, dann wollen wir ihn schnellstmöglich zurück", beschrieb er beim Amtsantritt seine Idee.

Diese Philosophie brachte ihm in seinen bisherigen Stationen den Erfolg. Mit dem 1. FC Saarbrücken schaffte er den Aufstieg in die 3. Liga und den Einzug in das DFB-Halbfinale. Und auch in Liga Zwei kommt die offensive Spielweise an. Trotz der schlechten Torausbeute in den letzten fünf Spielen gehört Paderborn mit 31 Treffern zu den fünf torgefährlichsten Mannschaften der 2. Liga.

Ende November sorgte Lukas Kwasniok ganz persönlich für ein Novum. Als erster Trainer im deutschen Profifußball musste Kwasniok während der gesamten 90 Minuten eine Maske tragen. Der Grund: Kwasniok hatte sich bis dato noch nicht impfen lassen.

Paderborns Trainer Kwasniok über das Coachen mit Maske

Sportschau 29.11.2021 00:58 Min. Verfügbar bis 29.11.2022 Das Erste

Anfang Dezember teilte Kwasniok mit, dass er einlenken würde, sollte es eine Impflicht geben: "Ich bin ein gesetzestreuer Bürger. Im Fall einer allgemeinen Impfpflicht würde ich mich somit auch impfen lassen."

Erwartungen an die Rückrunde

Lukas Kwasniok erwartet von seiner Mannschaft vor allem in den Partien, in denen man Punkte liegen gelassen hat, eine Reaktion: „Im zweiten Teil der Saison wollen wir auch gegen die Mannschaften punkten, gegen die es uns im ersten Spiel nicht gelungen ist."

Das Ziel für den SC Paderborn wird es zunächst sein müssen, den Klassenerhalt so schnell wie möglich klar zu machen. Zehn Punkte Vorsprung sind es aktuell auf den Tabellen-16. SV Sandhausen. Sollte dies frühzeitig gelingen, können andere Ziele in Angriff genommen werden.

Die Plätze drei bis neun liegen nur drei Zähler auseinander. Und auch Karlsruhe auf Platz zehn mit nur zwei Punkten hinter Paderborn könnte noch ein Wörtchen in Sachen Aufstiegskampf mit reden. Favoriten auf den Aufstieg in die Bundesliga sind aber andere.

Die erste Zweitligapartie im neuen Jahr bestreitet der SCP am Samstag (15.01.2022, 13.30 Uhr) beim 1. FC Nürnberg, der mit 30 Punkten auf Platz fünf rangiert.

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