Schonlau kehrt als HSV-Kapitän nach Ostwestfalen zurück

Sebastian Schonlau

Schonlau kehrt als HSV-Kapitän nach Ostwestfalen zurück

Wenn der SC Paderborn am Freitag den Hamburger SV empfängt, ist das für Sebastian Schonlau kein gewöhnliches Spiel. Für ihn ist es die Rückkehr zu seiner alten Liebe. Gastgeschenke darf der heutige HSV-Kapitän jedoch nicht erwarten.

Insgesamt zwölf Jahre schnürte Sebastian Schonlau seine Fußballschuhe für den SC Paderborn. Er erlebte mit den Ostwestfalen drei Auf- und drei Abstiege und führte die Mannschaft zuletzt sogar als Kapitän aufs Feld. "Ich hatte in Paderborn eine bewegte Zeit. Es war immer etwas los", erinnert sich Schonlau.

Doch seine Zeit in Paderborn endete im Sommer. Der 27-Jährige wechselte ablösefrei zum Hamburger SV, wo er sich schnell etabliert hat. Am Freitag kehrt "Bascho", wie er von seinen Teamkollegen gerufen wird, nun an seine alte Wirkungsstätte zurück. "Natürlich ist das Spiel etwas Besonderes für mich. Ich freue mich riesig auf das Wiedersehen", so Schonlau.

Michel "hat Pause"

Das gilt vor allem für das Treffen mit Paderborns Sven Michel, zu dem der HSV-Kapitän noch immer einen guten Draht hat. Fünf Jahre haben beide gemeinsam für den SCP gespielt, nun stehen sie sich erstmals als Gegner gegenüber.

Acht Tore hat Michel in dieser Saison schon erzielt. "Ich freue mich total für ihn. Am Freitag hat er aber Pause", lacht Schonlau. Nach zuletzt drei Unentschieden wollen die Hamburger endlich auch mal wieder ein Spiel gewinnen.

Kleiner Etat, große Ergebnisse

Doch das wollen die Ostwestfalen nach Möglichkeit verhindern. Sie zählen zu den positiven Überraschungen der bisherigen Saison und liegen in der Tabelle drei Zähler und vier Plätze vor dem HSV. Mit einem Sieg würde Paderborn sogar vorübergehend auf Rang zwei springen.

"Mit unseren Rahmenbedingungen ist es uns bis jetzt sehr gut gelungen, ein stabiles sportliches Paket abzuliefern", ist auch SCP-Sportchef Fabian Wohlgemuth mit den bisher gezeigten Leistungen des Teams zufrieden. Allerdings warnte er auch vor den Hanseaten, die mit gut 20 Millionen Euro den doppelten Personal-Etat der Ostwestfalen haben. "Der HSV ist auch in seinem vierten Zweitliga-Jahr ein starker Gegner vor dem wir sehr großen Respekt haben", so Wohlgemuth.

"Heißes Auf und Ab"

Trainer Lukas Kwasniok erwartet für Freitag "ein heißes Auf und Ab". Damit könnte er recht haben, denn in den letzten drei Duellen der beiden Teams fielen immer mindestens vier Tore.

Fehlen wird Paderborn neben Frederic Ananou und Leopold Zingerle auch Rechtsverteidiger Johannes Dörfler. Der 25-Jährige zog sich im Training eine Muskelverletzung zu. Geschenke wird der Coach mit seiner Mannschaft aber nicht verteilen - auch nicht an so gern gesehene Gäste wie Schonlau.

cl | Stand: 21.10.2021, 13:25

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