DFB-Sportgericht weist Aue-Einspruch zurück

Soeren Bertram

2. Bundesliga

DFB-Sportgericht weist Aue-Einspruch zurück

Das DFB-Sportgericht hat den Einspruch von Erzgebirge Aue gegen die Wertung der Zweitliga-Niederlage bei Darmstadt 98 zurückgewiesen. Der Klub hat erneut Einspruch eingelegt und eine mündliche Verhandlung beantragt.

Das teilte der Deutsche Fußball-Bund am Mittwoch (16.05.2018) mit. Aue war durch das 0:1 auf den Abstiegsrelegationsplatz gerutscht, nachdem ein reguläres Tor nicht anerkannt worden war.

"Die Entscheidungen des Schiedsrichters sind als unanfechtbare Tatsachenentscheidungen zu werten. Zudem ist der Verdacht einer vorsätzlichen Spielmanipulation aus der Luft gegriffen und nicht ansatzweise nachgewiesen", sagte der Sportgerichts-Vorsitzende Hans E. Lorenz.

Einspruch von Erzgebirge Aue abgelehnt

Sportschau | 16.05.2018 | 00:46 Min.

Mehrere strittige Entscheidungen

Der DFB erklärte, dass der vom Verband beauftragte unabhängige Dienstleister Sportradar nach Analyse des nationalen und internationalen Marktes keine Auffälligkeiten bei Wetten auf die Zweitligapartie festgestellt hatte. Der Auer Stadtrat Tobias Andrä hatte bei der Staatsanwaltschaft Darmstadt Strafanzeige gegen Storks gestellt. Storks erkannte in Darmstadt ein reguläres Tor zur 1:0-Führung Aues nicht an.

Zudem gab es weitere strittige Entscheidungen gegen die Sachsen, die bei einem Unentschieden gerettet gewesen wären. Als Drittletzter muss Aue nun in der Relegation gegen den Drittliga-Dritten Karlsruhe SC am 18. und 22. Mai um den Klassenerhalt zittern.

Mündliche Verhandlung am Donnerstag

Nach der Entscheidung legte Erzgebirge Aue fristgerecht Einspruch ein und beantragte eine mündliche Verhandlung. Der Fall wird nun am Donnerstag (13.30 Uhr) vor dem Sportgericht in der Frankfurter DFB-Zentrale erneut verhandelt.

dpa/sid | Stand: 16.05.2018, 16:06

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