Zweitligist Ingolstadt entlässt Trainer Keller

Jens Keller

Nach Niederlage gegen Sandhausen

Zweitligist Ingolstadt entlässt Trainer Keller

Zweitligist FC Ingolstadt hat im Kampf gegen den Abstieg erneut die Notbremse gezogen und Trainer Jens Keller entlassen. Sein Nachfolger ist ein alter Bekannter.

Das gab das Tabellen-Schlusslicht am Dienstag (02.04.2019) nach einer Aufsichtsratssitzung am Abend zuvor bekannt. Nachfolger ist Thomas Oral. Mit Keller muss auch dessen Assistent Thomas Stickroth gehen, er wird durch Michael Henke ersetzt.

Fünf Pleiten in Serie

Keller hatte die "Schanzer" erst am 2. Dezember vor dem 16. Spieltag übernommen. Unter seiner Leitung gab es in zwölf Spielen nur drei Siege und zwei Unentschieden, die vergangenen fünf Spiele wurden allesamt verloren. Keller war nach Stefan Leitl, Alexander Nouri sowie Interimscoach Roberto Pätzold bereits der vierte Trainer des ehemaligen Bundesligisten in dieser verkorksten Saison. Am Sonntag hatte Ingolstadt im direkten Abstiegsduell gegen den SV Sandhausen eine Pleite kassiert.

2. Liga - Oral übernimmt bei Ingolstadt, Keller muss gehen

Sportschau 02.04.2019 01:03 Min. Verfügbar bis 02.04.2020 ARD

Keller überrascht

"Diese Entscheidung fiel definitiv nicht leicht", sagte Geschäftsführer Franz Spitzauer, "aber nach den jüngsten Resultaten fehlte den Verantwortlichen die Überzeugung, dass wir den Klassenerhalt in der aktuellen Konstellation doch noch sicherstellen können." Keller, der am Dienstagmorgen von seiner Entlassung informiert wurde, nannte die Entscheidung "überraschend, schließlich wurde vor Kurzem noch über eine Verlängerung gesprochen". Sein Vertrag lief bis Saisonende.

Auch Linke kehrt zurück

Neben Oral und Henke, die beide bereits in gleicher Funktion für die "Schanzer" tätig waren, kehrt auch Thomas Linke zum FCI zurück: Der frühere Sportdirektor (2011 bis 2017), seit vergangenem November externer Berater, werde bis 30. Juni "sportlich Verantwortlicher", hieß es. Auch die Verträge mit Oral, der Ingolstadt von November 2011 bis Sommer 2013 trainiert hatte, und seinem Co Henke laufen nur bis Saisonende.

sid/dpa | Stand: 02.04.2019, 10:30

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