2. Bundesliga - das heiße Wettrennen um den Aufstieg

Tabelle, 2. Liga

Vier Teams mit 42 Punkten

2. Bundesliga - das heiße Wettrennen um den Aufstieg

Enger geht es nicht: Das Führungsquartett in der 2. Bundesliga liegt mit 42 Punkten gleichauf an der Tabellenspitze und ist nur durch die Tordifferenz getrennt. Wer hat die besten Aufstiegschancen? Für wen spricht der Trend? Ein Überblick.

Der 2:1-Sieg im Montagsspiel (22.02.2021) der SpVgg Greuther Fürth gegen Holstein Kiel machte es möglich: An der Tabellenspitze der 2. Bundesliga ist ein Vierkampf entfacht, der ein hochspannendes letztes Saisondrittel verspricht.

Mit jeweils 42 Punkten steht ein Quartett ganz vorne in der Tabelle, getrennt nur durch das Torverhältnis: Tabellenführer Hamburger SV, der sich am Sonntag einen üblen Ausrutscher gegen Schlusslicht Würzburger Kickers leistete, steht um ganze fünf Tore besser da als der Rangvierte Holstein Kiel. Und dazwischen liegen noch Fürth und der VfL Bochum.

Kieler Eigentor beschert Fürth im Spitzenspiel Platz zwei

Sportschau 23.02.2021 00:59 Min. Verfügbar bis 23.02.2022 Das Erste Von Erich Wartusch


Historie - einmalige Konstellation

Vier punktgleiche Teams zu so einem späten Zeitpunkt der Saison ganz vorne - das gab es dem Sportanalysten Opta zufolge zuvor in der eingleisigen zweiten Liga noch nie. Und dass vier Teams mindestens 42 Punkte nach 22 Spielen haben, weist in der Statistik nur eine Spielzeit auf: die Saison 2011/12. Damals waren es sogar fünf Mannschaften - Tabellendritter mit 44 Zählern war Fürth. Am Saisonende ging es für die Franken sogar als Erster erstmals hoch. Nur zwei Tickets sichern heute wie damals den direkten Aufstieg.

In der vergangenen Saison stand am 22. Spieltag der spätere Zweiliga-Meister Arminia Bielefeld mit 44 Punkten ganz oben, gefolgt vom Hamburger SV und dem VfB Stuttgart mit jeweils 41 Punkten.

Trends - Ergebniskrise beim HSV

Der Hamburger SV ist zuletzt unerwartet an seine Grenzen gestoßen. Nur ein Sieg aus den vergangenen fünf Spielen ist für die Mannschaft von Daniel Thioune, die nach drei Jahren endlich der Zweitklassigkeit entkommen will, zu wenig. "Die Ergebnisse sind nicht gut. Aber von der Krise sind wir sehr, sehr weit entfernt", sagte er. "Da darf man auch mal den aktuellen Stand der Tabelle nehmen. Ich glaube, die Krise würde vielen Mannschaften in der Liga gefallen, die wir haben."

Hamburgs Trainer Daniel Thioune

Hamburgs Trainer Daniel Thioune

Für die Kieler war die Schlappe in Fürth die erste nach zuvor sechs Pflichtspielen ohne Niederlage, davon fünf Siege. Nicht ganz so gut fällt die jüngste Bilanz der Bochumer aus, die von den jüngsten fünf Spielen drei gewannen und zwei verloren. Greuther Fürth ist in der 2. Liga nun auch schon seit sieben Spielen ungeschlagen - es gab vier Erfolge und drei Remis.

Duelle - Wochen der Wahrheit im März

Für den Tabellendritten VfL Bochum stehen richtungsweisende Wochen an: Die Bochumer treffen an den Spieltagen 24 bis 27 auf alle drei direkten Kontrahenten aus dem Führungsquartett - erst Greuther Fürth, dann Hamburg und dann Kiel. Spätestens danach werden die VfLer wohl wissen, ob es für den Aufstieg reicht oder nicht.

Auf die Hamburger wartet nun zunächst das unberechenbare Derby gegen den Stadtrivalen FC St. Pauli und anschließend die Duelle gegen die direkten Aufstiegskonkurrenten Holstein Kiel am 8. März und VfL Bochum am 12. März.

Die Fürther selbst haben mit Hannover 96 und Bochum auch ein "Hammerprogramm vor der Brust", wie es Trainer Stefan Leitl ausdrückte. "Wir wollen gut durch diese Spiele kommen und kontinuierlich punkten."

Für Holstein Kiel steht am 3. März zusätzlich zum Aufstiegsrennen das Viertelfinale im DFB-Pokalwettbewerb bei RW Essen an, bevor es in die entscheidenden Duelle gegen den HSV und Bochum geht.

Konkurrenz - KSC und Fortuna Düsseldorf in Lauerstellung

Noch sind zwölf Spieltage zu absolvieren, an denen sich ein oder zwei Teams absetzen können. Vielleicht kommt es aber auch ganz anders und die ärgsten Verfolger des Quartetts, der Karlsruher SC und Fortuna Düsseldorf, holen ihren Sechs-Punkte-Rückstand nochmal auf. Hochspannung ist in den nächsten Wochen auf jeden Fall garantiert.

mick/dpa | Stand: 23.02.2021, 14:00

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