Hoffenheims Kampf mit der Gegentor-Garantie

Hoffenheims Bicakcic (M.) im Spiel in Wolfsburg

1899 Hoffenheim - Borussia Mönchengladbach

Hoffenheims Kampf mit der Gegentor-Garantie

Von Dirk Burkhardt

Gegen Borussia Mönchengladbach kann 1899 Hoffenheim den Anschluss an die Bundesliga-Spitze herstellen - oder eben verpassen. Sorgen macht dem Team von Julian Nagelsmann dabei vor allem die Abwehr.

Nach dem 2:1-Sieg in der Champions League gegen 1899 erzählte Manchester Citys Trainer Pep Guardiola, wovor er sein Team am meisten gewarnt hatte: "Wenn Hoffenheim ins Laufen kommt, kannst du sie nicht stoppen."

City bekam das im letzten Gruppenspiel ganz gut hin und offenbarte damit exemplarisch Hoffenheims Problem. So richtig ins Laufen ist der Vorjahres-Dritte der Bundesliga noch nicht gekommen. Zwar ist die TSG seit sieben Spielen in der Liga ungeschlagen. Man kann aber auch eine andere Bilanz stricken: 1899 konnte die letzten fünf Pflichtspiele nicht gewinnen.

Tore garantiert - vorne wie hinten

Hoffenheims Problem ist dabei keineswegs das Toreschießen. 30 Treffer in 15 Bundesliga-Spielen sind überdurchschnittlich. Neben dem nächsten Gegner Borussia Mönchengladbach (Samstag, 15.30 Uhr) ist 1899 der einzige Bundesligist, der bisher an jedem Spieltag getroffen hat.

Vielmehr machen dem Team von Trainer Julian Nagelsmann die zahlreichen Gegentore Probleme. Zuletzt gab es drei in Berlin, drei gegen Donezk, eins gegen Schalke, zwei in Wolfsburg, zwei in Manchester - zu viel für eine Mannschaft, die als Sechster immer noch zur erweiterten Bundesliga-Spitze gehört. Dabei ist das Problem eher individuell als strukturell.

Keine Zeit für Fehlerkorrekturen

"Fast bei allen Gegentoren waren es Fehler von Einzelpersonen", gibt Nagelsmann zu, befürchtet aber, dass das im Jahresendspurt mit einer englischen Woche in der Liga nicht zu ändern ist: "Dafür brauchen wir Trainingseinheiten. Die haben wir erst wieder in der Rückrunde. Jetzt bringt es wenig, jede Woche davon zu labern."

Allerdings kommt mit Mönchengladbach jetzt ein Gegner, der die Qualität hat, Fehler zu bestrafen. "Sie sind offensiv, wollen spielen, so wie wir", weiß Nagelsmann. Deshalb waren die Duelle der beiden Klubs zuletzt immer was für Fußball-Fans. 46 Tore sind in den vergangenen zehn Vergleichen zwischen Hoffenheim und Mönchengladbach gefallen.

Dieses Mal ist die Partie vor allem für 1899 richtungsweisend. Mit einem Sieg könnte der Klub den Anschluss an die Top Vier halten. Bei einer Niederlage könnten die internationalen Plätze erst einmal ein wenig außer Reichweite geraten. Es wäre für die TSG also kein schlechter Zeitpunkt, ins Laufen zu kommen, wenn sie in der nächsten Saison vielleicht wieder auf Manchester City treffen will.

Thema in: Sportschau, Das Erste, Samstag, 15.12.2018, ab 18 Uhr

Stand: 14.12.2018, 15:58

RangTeamSP
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2.Bayern München1839
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