Kovac schafft die Rotation ab

Vor dem Bayern-Duell mit Nürnberg

Kovac schafft die Rotation ab

Gegen Ende der Hinrunde ist der FC Bayern München nicht in der Spur. Deshalb hat Niko Kovac vor dem Bayern-Duell mit dem 1. FC Nürnberg am Samstag (08.12.2018) die Gangart beim Rekordmeister geändert.

Kovac betonte, er sei "in der Ansprache zur Mannschaft klarer und deutlicher geworden". Und das, was der Trainer des FC Bayern in den vergangenen Tagen mitzuteilen hatte, dürfte einigen Münchner Stars überhaupt nicht gefallen haben.

Bayern-Trainer Kovac

Kovac hat zunächst einmal die Rotation abgeschafft. Nationalspielern wie Mats Hummels oder Javi Martínez droht in den nächsten Wochen weiterhin die Bank. Es ist eine Maßnahme mit reichlich Konfliktpotenzial. "Rotation wird es in der Form nicht mehr geben, weil es nicht so funktioniert hat. Rotation wird stattfinden, aber nur dann, wenn einer verletzt oder total am Boden ist. Für die, die hinten dran stehen, ist das nicht angenehm, aber jeder muss damit klar kommen. Es ist egal, wer es ist", sagte Kovac in aller Deutlichkeit.

Startelf steht früh fest

Der 48-Jährige kündigte vor der brisanten Partie gegen den "Club" erstmals schon am Tag vorher an, dass er bei seiner ersten Elf im Gegensatz zum 2:1 in Bremen keine Wechsel plant. Hummels und Martinez saßen gegen Werder nur auf der Bank. Hummels sei zuletzt ja auch krank gewesen. "Die Mannschaft hat es gegen Benfica und Bremen sehr gut gemacht. Deshalb werde ich da auch nicht wechseln", betonte Kovac.

Auch der angeschlagene Arjen Robben, dessen Einsatz gegen den FCN offen ist, müsste sich demnach gedulden. Kingsley Coman und Thiago sind nach längeren Verletzungspausen noch nicht bei 100 Prozent. James und Corentin Tolisso fehlen weiterhin. Er habe allen Profis zu Saisonbeginn "die nötigen Minuten gegeben", so Kovac. In einer Saison gebe es aber Phasen, "in denen es nicht so läuft und man als Trainer umdenkt".

Mehr Stabilität durch Doppelsechs

Kovac dachte nicht nur in Bezug auf die Rotation um. Er änderte auch die Taktik und vertraut seit dem 5:1 gegen Benfica Lissabon einer Doppelsechs mit Joshua Kimmich und Leon Goretzka. "Wir mussten etwas verändern, weil wir gerade im Umschaltspiel anfällig waren und ausgekontert wurden", erklärte er. Man werde "das beibehalten. Die Mannschaft fühlt sich damit wohl."

In dieser Form soll es anders als zuletzt gegen die vermeintlich "Kleinen" wie Augsburg (1:1), Freiburg (1:1) und Düsseldorf (3:3) gegen Nürnberg keine böse Überraschung geben. "Wir nehmen das ernst und wollen ganz klar gewinnen", unterstrich der Bayern-Trainer. Dagegen hofft FCN-Trainer Michael Köllner beim klar favorisierten FC Bayern auf das "Perfect Game". Sein Team müsse "überragend verteidigen und einen Gegner erwischen, der sein Spiel nicht so auf den Platz bringt - und du brauchst ganz, ganz viel Spielglück", sagte Köllner.

Thema in: Sportschau, Das Erste, Samstag, 08.12.2018, ab 18 Uhr

sid/dpa/red | Stand: 07.12.2018, 15:41

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