Bremens Kapitän Junuzovic nicht automatisch gesetzt

Zlatko Junuzovic

Vor dem Abstiegsgipfel gegen den 1. FC Köln

Bremens Kapitän Junuzovic nicht automatisch gesetzt

Von Christian Hornung

Zlatko Junuzovic ist in seinem sechsten Jahr in Bremen, bisher war der Kapitän stets gesetzt. Vor dem Abstiegsgipfel gegen Köln ist sein Stellenwert aber gesunken - und seine Zukunft offen.

Selbst wenn der Österreicher am Montagabend (12.03.18) in die Startelf zurückkehren sollte - die Saison läuft bislang sehr schleppend für ihn. Auf 15 Einsätze kommt der Mittelfeldspieler nur, er litt unter Problemen an der Achillessehne und fehlte dreimal wegen Muskelbeschwerden. Aber auch als er fit war, musste er des öfteren von draußen zuschauen - zuletzt beim 2:2 in Mönchengladbach verbrachte er erstmals sogar die kompletten 90 Minuten auf der Ersatzbank.

Vertrag läuft aus

Was die sportlich möglicherweise nachvollziehbare Situation speziell macht, ist die Vertragslage des für Bremer Verhältnisse ausgezeichnet verdienenden Freistoßspezialisten. Sein Arbeitspapier läuft am Saisonende aus, und es verdichten sich die Zeichen, dass Werder zumindest zu den aktuellen Konditionen nicht um jeden Preis verlängern will. Was sich Junuzovic selbst vorstellt, dazu hat er noch nicht eindeutig Stellung bezogen.

Die bevorstehende Länderspielpause soll nun dazu dienen, die Weichen für die Zukunft zu stellen. Bremen will offenbar ein Angebot vorlegen, das aber ziemlich sicher deutlich reduzierte Bezüge vorsieht. Manager Frank Baumann formuliert es so: "Wir versuchen uns anzunähern."

Der Coach betont zu diesem Thema einerseits die große Bedeutung seines Spielführers: "Zlatko weiß um die Wertschätzung, die er im gesamten Verein genießt", sagte Florian Kohfeldt am vergangenen Dienstag (06.08.18). Kohfeldt weiter: "Zladdi ist sehr wichtig für uns. Er hat hier viel geleistet und wird auch noch in der Zukunft viel für Werder leisten."

Damit widerspricht sich der Trainer allerdings ein wenig selbst, denn wenn er "Zladdi" wirklich für so wichtig halten würde, erklärt sich die Bankverbannung in Gladbach und die verminderte Spielzeit in den vergangenen Wochen kaum. Das Spiel gegen Köln wird also nicht nur sportlich wegweisende Bedeutung für Werder haben. Es geht auch um eine wichtige Personalie.

Stand: 12.03.2018, 10:01

Darstellung: