Die Planlosigkeit von Hannover 96

Montage mit Steffen Simon und Bundesliga-Spiel

Vor dem Heimspiel gegen Bayern München

Die Planlosigkeit von Hannover 96

Von Steffen Simon

Bayern München wird das Auswärtsspiel gegen Hannover 96 gewinnen. Und niemanden wird es überraschen. Hannover fehlt im Moment alles. Vor allem Siege. In 14 Spielen gab es erst zwei.

Hannovers Trainer André Breitenreiter rotierte vor dem Unentschieden in Mainz auf sieben Positionen. Höchstwert in der Bundesligageschichte von 96.

Viele Formationen, alle erfolglos

Dazu ließ Breitenreiter in dieser Saison in sechs verschiedenen taktischen Formationen spielen, die er gerne auch während einer Partie variiert. Wer so viele Pläne erfolglos anwendet, gerät in den Verdacht der Planlosigkeit.

Verletzungsbedingt fehlt Hannover ein schneller Offensivspieler wie Bebou, der den Bayern-Verteidigern entwischen könnte. Dazu hat Füllkrug nicht annähernd die Treffsicherheit der vergangenen Saison. Es gibt keinen einzigen Spieler im Kader, der jemals gegen Bayern ein Tor erzielt hat.

Verzankt und zerrissen

Was den Niedersachsen aber vor allem fehlt, ist die innere Geschlossenheit. Kein Ligaklub gibt sich nach außen so verzankt wie der durch die Übernahmepläne des Präsidenten Martin Kind in sich zerrissene Verein von der Leine. Für dieses Hannover bringen die Bayern ausreichend mit.

Robert Lewandowski steht aktuell bei 50 Bundesligaspielen, in denen er mehr als ein Tor erzielt hat. Thomas Müller wird zum 300. Mal in der Bundesliga auflaufen. Sie werden nicht so gefordert wie am Mittwoch von Ajax Amsterdam. Anders als den Holländern wird es Hannover an den Mitteln fehlen, um aufzuzeigen, wie fragil diese Münchner Mannschaft immer noch ist, wenn sie unter Druck gerät.

Stand: 14.12.2018, 08:00

RangTeamSP
1.Bor. Dortmund1845
2.Bayern München1839
3.Bor. M´gladbach1836
4.RB Leipzig1831
5.Eintr. Frankfurt1830
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15.FC Augsburg1815
16.VfB Stuttgart1814
17.Hannover 961811
18.1. FC Nürnberg1811
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