Mainz gegen Freiburg: Kellerduell unter Protest

Fans des SC Freiburg bei Protesten gegen Montagsspiele 2015

1. FSV Mainz 05 - SC Freiburg

Mainz gegen Freiburg: Kellerduell unter Protest

Die Fans des 1. FSV Mainz 05 und des SC Freiburg wollen auf eine kreative Weise gegen die Ansetzung des Spiels an einem Montag protestieren.

Freiburg kann sich mit einem Sieg zumindest ein bisschen absetzen, Mainz will weiter Klarheit Richtung direkte Abstiegsplätze schaffen. Für beide Mannschaften ist es ein wichtiges Spiel - das am Montag (16.04.2018/20:30 Uhr) allerdings durch seinen Termin wie andere Partien zuvor in der Kritik steht.

Protest mit Samstagsfußball gegen Montagsfußball

Auch diesmal wollen Fans gegen die Ansetzung protestieren, die Anhänger beider Klubs haben sich dafür etwas Besonderes ausgedacht. Am Samstag um 15:30 Uhr - für die Fans der eigentliche Termin für ein Bundesligaspiel - spielten beide Fangruppen gegeneinander Fußball.

Unter dem Motto "Samstag halb vier - Fußball, Bratwurst, Bier" fand das Spiel im alten Mainzer Bruchwegstadion statt. Der Kick solle ein Zeichen setzen, sagt die Mitorganisatorin Helen Breit in der "Badischen Zeitung", 15:30 Uhr stehe für Planbarkeit und für "Fußball ausgerichtet an den Fan-Interessen und nicht am maximalen Profit".

Etwa 2.200 Fans kamen zu dem Spiel als lautstarke Zuschauer. Beim Spiel der Profis am Montag wollen beide Fangruppen protestieren, indem sie auf Vorsänger, Trommeln und Fahnen verzichten.

Mainz mit neuem Selbstbewusstsein - Freiburg im Tief

Die Trainer Sando Schwarz (links, Mainz 05) und Christian Streich (SC Freiburg)

Die Trainer Sando Schwarz (links, Mainz 05) und Christian Streich (SC Freiburg)

Auf die Vorbehalte gegen den Termin können die Spieler keine Rücksicht nehmen. Beide Mannschaften haben seit sechs Spielen keinen Sieg mehr gefeiert.

Schwarz - "Wir haben eine gute fußballerische Qualität"

Sportschau | 13.04.2018 | 00:39 Min.

Die 05er hielten in der Vorwoche mit einem Unentschieden im direkten Duell immerhin die Kölner auf Distanz - ein gefühlter Sieg. "Das gibt so eine positive Grundstimmung, wenn die Leute sehen, dass wir uns total verausgaben", sagt Trainer Sandro Schwarz, der nun gegen Freiburg am liebsten den nächsten wichtigen Schritt seiner Mannschaft sehen würde. Er artikuliert sich allerdings vorsichtig: "Wir haben natürlich das Ziel dran zu bleiben, aber nicht das Gefühl jetzt Freiburg überholen zu müssen."

In Freiburg ist die Atmosphäre etwas gedämpfter angesichts dreier Niederlagen in Folge - darunter das 0:2 gegen den direkten Mitkonkurrenten VfL Wolfsburg. "Die Mannschaft tut alles", sagt Trainer Christian Streich. "Die Spieler zahlen aber auch ein bisschen den Preis für die Wochen, in denen wir gepunktet haben." Da habe man sich bei gedrehten Rückständen verausgabt.

Mainzer mit Verletzungssorgen

Freiburgs Chance könnten aber die personellen Probleme der Mainzer sein: Der Ausfall der Abwehrspieler Stefan Bell, Leon Balogun, Alexander Hack, Niko Bungert sowie der Offensivkräfte Alexandru Maxim, Yoshinori Muto und Emil Berggreen wird zumindest befürchtet. Dazu ist Außenverteidiger Guilio Donati nach seiner Gelb-Roten Karte im Spiel beim 1. FC Köln gesperrt.

"Es wäre natürlich nicht so schlecht, wenn bis Sonntag der eine oder andere auf den Trainingsplatz zurückkehren würde. Notfalls greifen wir auf Jungs aus der U23 zurück", sagt Trainer Schwarz.

nch | Stand: 13.04.2018, 14:11

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