Jüngster "Hunderter" - Kai Havertz löst Timo Werner ab

Jüngster "Hunderter" - Kai Havertz löst Timo Werner ab

Von Christian Hornung

Die Ahnengalerie ist voller Prominenz: Olaf Thon, Rüdiger Abramczik oder Eike Immel gehören zu den jüngsten Spielern der Bundesliga-Historie, die die 100-Spiele-Marke geknackt haben. An der Spitze hat aber jetzt Kai Havertz seinen Nationalelf-Kollegen Timo Werner abgelöst.

Leverkusens Kai Havertz am Ball.

Es war kein schöner Nachmittag für Kai Havertz, denn er verlor mit seinen Leverkusenern am Samstag (14.12.19) ausgerechnet das Derby in Köln. Und doch war es ein Tag für die Geschichtsbücher. Der bei allen Top-Klubs des europäischen Fußballs hoch gehandelte Filigran-Techniker ist mit 20 Jahren und 186 Tagen nun der jüngste Spieler der Bundesliga-Historie, der 100 Einsätze absolviert hat.

Es war kein schöner Nachmittag für Kai Havertz, denn er verlor mit seinen Leverkusenern am Samstag (14.12.19) ausgerechnet das Derby in Köln. Und doch war es ein Tag für die Geschichtsbücher. Der bei allen Top-Klubs des europäischen Fußballs hoch gehandelte Filigran-Techniker ist mit 20 Jahren und 186 Tagen nun der jüngste Spieler der Bundesliga-Historie, der 100 Einsätze absolviert hat.

Timo Werner hat damit Platz eins verloren - er war zum Zeitpunkt seines Jubiläums 20 Jahre und 203 Tage jung. Inzwischen ist der Stürmer 23 und hat sogar schon die 200-Spiele-Marke geknackt. Der Leipziger ist sogar auf einem guten Weg Richtung 100 Tore - 78 hat er bereits.

Das Trio an der Spitze komplettiert ebenfalls ein aktueller Nationalspieler: Julian Draxler von Paris St. Germain. Er spielte bei Schalke und war 20 Jahre und 225 Tage jung, als er es in die Dreistelligkeit schaffte.

Jung begonnen und eine gefühlte Ewigkeit dabeigeblieben: Eintracht Frankfurts Innenverteidiger-Legender Karl-Heinz "Charly" Körbel hatte bei seinem 100. Einsatz 20 Jahre und 363 Tage auf dem Buckel. Der heute 65-Jährige brachte es am Ende seiner Laufbahn auf stolze 602 Partien.

Noch einer aus der Knappenschmiede: Ebenso wie Draxler hat auch Max Meyer bei den Königsblauen das Rüstzeug für seine Karriere bekommen. Er war 21 Jahre und sieben Tage bei seinem Jubiläumsspiel.

Dass Schalker, wenn sie gut sind, auch schon ganz jung auf die große Bühne dürfen, hat vor Draxler und Meyer natürlich vor allem Olaf Thon vorgemacht. Der frühe Zehner und späte Libero, der mal bei einem Pokal-6:6 gegen die Bayern drei Tore als Teenager schoss, "rundete" mit 21 Jahren und 43 Tagen.

Der am wenigsten bekannte Profi aus den Top-Ten der jungen Hunderter ist bis heute der Duisburger Werner Schneider (21 Jahre, 63 Tage). In Erinnerung geblieben sind auf jeden Fall seine blonde Lockenpracht und die 1977 durchaus stolzen 850.000 Mark, die der MSV für den Wechsel des linken Läufers nach Dortmund kassierte. Der heute 65-Jährige kam schließlich auf 313 Erstligaeinsätze und 18 Tore.

Schalke, Schalke und immer wieder Schalke: Auch "Abi" Rüdiger Abramczik trug Königsblau, als er mit 21 Jahren und 78 Tagen 100 Spiele in der Bundesliga feiern durfte. Der Flankengott beendete seine große Karriere 1991 beim FC Gütersloh, er war zuvor einer der ganz wenigen, die einen direkten Wechsel von Schalke nach Dortmund wagten (1980).

Okay, das mit dem Dschungelcamp hätte jetzt echt nicht sein müssen. Aber zu seiner aktiven Zeit war Eike Immel (21 Jahre/78 Tage) ein grandioser Keeper, reaktionsschnell, technisch damals schon sehr ordentlich und neben Dortmund und Stuttgart auch bei Manchester City aktiv. Heute firmiert er als "Berater" von Eintracht Stadtallendorf - dem aktuellen Tabellenführer der Hessenliga.

Ralf Falkenmayer ist mit 21 Jahren und 105 Tagen die Nummer Zehn unter den jüngsten 100ern - auch er hatte eine lange Karriere. Am Ende standen für den Ex-Frankfurter und Leverkusener 385 Bundesligapartien mit 36 Toren zu Buche, viermal spielte der Lockenkopf für Deutschland.

Stand: 14.12.2019, 17:39 Uhr

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