Teamcheck: Tönnies-Affäre sorgt für Schalker Unruhe vor dem Saisonstart

Teamcheck, FC Schalke 04

Teamcheck: Tönnies-Affäre sorgt für Schalker Unruhe vor dem Saisonstart

Von Jakob Halbfas

  • Schalker Umbruch nach desaströser Vorsaison
  • Der neue Sportvorstand wird Trio nicht los
  • Mit Breel Embolo besten Torschützen verloren

Neuer Trainer, neue Sportliche Leitung, neuer Kapitän. Der FC Schalke 04 befindet sich in einem erneuten Umbruch. Dabei stören Nebengeräusche im Umfeld der Mannschaft, wie die rassistischen Äußerungen von Schalke-Aufsichtsrat Clemens Tönnies.

So lief die letzte Saison

Der Vizemeister aus der Vorsaison belegte am Ende einer desaströsen Spielzeit Rang 14. Nach fünf Niederlagen zum Start stand Trainer Domenico Tedesco früh vor dem Aus, durfte aber bis Mitte März weitermachen. Nach zehn Punkten aus fünf Spielen hatte sich der Klub nach etwa einem Drittel der Saison aus der Abstiegsregion befreit.

Nach dem 0:7 im Achtelfinalrückspiel der Champions League gegen Manchester City Mitte März wurde Tedesco freigestellt, auch der Vertrag mit Sportvorstand Christian Heidel wurde aufgelöst. Bis zum Saisonende übernahm Huub Stevens zum dritten Mal das Traineramt auf Schalke und rettete den Club vor dem Abstieg.

Wer kommt, wer geht?

Nachdem Kapitän Ralf Fährmann an Premier League-Aufsteiger Norwich City ausgeliehen wurde, verpflichtete Schalke U21-Nationaltorhüter Markus Schubert ablösefrei von Dynamo Dresden.

Schalke-Neuzugang Ozan Kabak

Schalke-Neuzugang Ozan Kabak

Nach längerem Hin und Her wurde Benito Raman für 13 Millionen Euro von Fortuna Düsseldorf verpflichtet. Der 24-Jährige schoss in der vergangenen Spielzeit zehn Tore für die Fortuna. Innenverteidiger Ozan Kabak kam für 15 Millionen Euro von Absteiger VfB Stuttgart. Für die rechte Abwehrseite wurde der 22-jährige Jonjoe Kenny für ein Jahr vom FC Everton ausgeliehen. Außerdem kehrten Fabian Reese und Pablo Insua nach ihren Leihen zurück.

Mit Breel Embolo verließ Schalkes bester Torschütze der Vorsaison (fünf Tore in der Bundesliga) den Verein für 10 Millionen Euro in Richtung Mönchengladbach. Wie Embolo konnte auch Sebastian Rudy selten im Schalker Trikot überzeugen. Der ehemalige Nationalspieler und "Königstransfer" des vergangenen Sommers wurde an die TSG Hoffenheim ausgeliehen.

Erst verpflichtet, dann an Fortuna Düsseldorf ausgeliehen wurde Bernd Tekpetey, Sascha Riether ist nach seinem Karriereende nun Koordinator im Lizenzbereich.

Um sich sportlich optimal vorzubereiten und die magere Torausbeute von 37 Toren aus der Saison 2018/2019 zu übertreffen, muss Schalke auf dem Transfermarkt wohl in der Offensive nachlegen. Der neue Sportvorstand Jochen Schneider ist weiter darum bemüht, für Nabil Bentaleb, Hamza Mendyl und Jewhen Konopljanka Abnehmer zu finden. Ein Verkauf ist notwendig für weitere Neuverpflichtungen.

Lesen Sie im zweiten Teil: "Der Trainer" und "Erwartungen an die Saison"

Stand: 05.08.2019, 12:06

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