Teamcheck: Gladbach blickt rosigen Zeiten entgegen

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Teamcheck: Gladbach blickt rosigen Zeiten entgegen

Von Cora Lanzerath

  • Gladbach mit bester Hinrunde seit der Meistersaison 1976/77
  • Der Tabellenzweite verzichtete weitgehend auf Transfers
  • Trainer Rose als entscheidender Faktor für den Erfolg

So lief die Hinrunde

Die bisherige Bundesliga-Saison von Borussia Mönchengladbach lässt sich in einem Wort zusammenfassen: hervorragend. Insgesamt holte die Mannschaft von Trainer Marco Rose starke 35 Punkte und spielte damit die beste Hinrunde seit der Meistersaison 1976/77.

Durch einen 5:1-Erfolg gegen den FC Augsburg eroberte Gladbach am 7. Spieltag den Platz an der Tabellenspitze. Dieser wurde in der Folge sieben Mal verteidigt. In die Winterpause gingen die Fohlen schließlich als Zweiter hinter RB Leipzig. "Es war für uns eine sehr sehr gute Hinrunde. Nicht nur punktemäßig, sondern auch in der Entwicklung", zog auch Trainer Rose ein durchweg positives Fazit.

Vor allem die Abwehr kristallisierte sich als Prunkstück heraus. Mit nur 18 Gegentreffern stellt das Team gemeinsam mit dem VfL Wolfsburg die beste Verteidigung der Liga.

Doch bei allem Lob blieb auch die Borussia nicht von Rückschlägen verschont. In der Liga war sicherlich das 0:2 bei Aufsteiger Union Berlin der überraschendste Ausrutscher der Hinrunde, der aber insgesamt nicht groß ins Gewicht fiel.

Schwerer wiegt da schon das bittere Aus in den Pokalwettbewerben. Im abschließenden Gruppenspiel der Europa League gegen Istanbul Basaksehir hätte Gladbach ein 1:1 zum Weiterkommen gereicht. Doch praktisch in letzter Minute erzielten die Türken den Siegtreffer und beendeten damit jäh die Euphorie der Vorwochen. Und auch im DFB-Pokal kam die Rose-Elf nicht über die 2. Runde hinaus - verlor etwas unglücklich mit 1:2 bei Borussia Dortmund.

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Wer kommt, wer geht?

Auf dem Transfermarkt hat sich bei Borussia Mönchengladbach im Winter erwartungsgemäß wenig getan. Das hatte Manager Max Eberl bereits Anfang des Jahres deutlich klargestellt: "Der Kader wird sich nicht ändern", sagte er im "kicker".

Der Verzicht auf Neuzugänge hat gleich mehrere gute Gründe. Zum einen ist der Kader mit 30 Mann schon ziemlich groß, vor allem wenn man bedenkt, dass Gladbach nur noch in einem Wettbewerb vertreten ist. Zum anderen blieben die Fohlen in der Winterpause von weiteren Verletzungen verschont, so dass kein akuter Handlungsbedarf bestand.

Auch auf der Abgabenseite hat sich nur wenig getan. Mit Julio Villalba (SCR Altach) und Andreas Poulsen (Austria Wien) wurden zwei Talente nach Österreich verliehen. Darüber hinaus wechselte Louis Jordan Beyer auf Leihbasis zum Zweitligisten Hamburger SV. Der Kern der Mannschaft, die für eine so erfolgreiche Hinrunde gesorgt hat, blieb aber wie von Eberl angekündigt unverändert.

Stand: 16.01.2020, 15:22

Bundesliga | Tabelle

RangTeamSP
1.Bayern München2349
2.RB Leipzig2348
3.Bor. Dortmund2345
4.Bor. M´gladbach2243
5.Bayer Leverkusen2343
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16.Fort. Düsseldorf2320
17.Werder Bremen2317
18.SC Paderborn 072316
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