Mainz 05 beurlaubt Trainer Beierlorzer - Lichte übernimmt vorerst

SWR-Reporter Felix Mansel berichtet aus Mainz 01:38 Min. Verfügbar bis 12.11.2020

Fußball | Bundesliga

Mainz 05 beurlaubt Trainer Beierlorzer - Lichte übernimmt vorerst

Der 1. FSV Mainz 05 hat die Reißleine gezogen und Trainer Achim Beierlorzer beurlaubt. Die Rheinhessen hatten den Bundesliga-Saisonstart mit zwei Niederlagen verpatzt, zudem hatte ein Spielerstreik letzte Woche bundesweit für Aufsehen gesorgt.

Beierlorzer hatte die 05er im vergangenen November nach der Entlassung von Sandro Schwarz übernommen. Im Punktspiel bei Union Berlin (Freitag, 20:30 Uhr) und vorerst darüber hinaus soll der bisherige Co-Trainer Jan-Moritz Lichte das Team betreuen. Der 40-jährige Fußballlehrer gehört seit 2017 zum Trainerstab.

Trainer Achim Beierlorzer bei Mainz 05 beurlaubt

00:34 Min. Verfügbar bis 12.11.2020

Beierlorzer: "Enttäuscht über die Entscheidung des Vereins"

"Ich bin enttäuscht über die Entscheidung des Vereins. Nichtsdestotrotz wünsche ich Mainz 05 und der Mannschaft für den weiteren Weg alles Gute", sagte Beierlorzer in einer Mitteilung des Vereins.

Sportvorstand Schröder begründet den Schritt

"Wir haben uns gemeinsam sehr intensiv mit unserem sportlichen Weg auseinandergesetzt und mit der Frage, in welcher Form wir der aktuellen Entwicklung Rechnung tragen und der Mannschaft kurzfristig und perspektivisch neue Impulse geben können. Ergebnis dieses sehr offenen und ehrlichen Gespräches ist, dass wir als Verein die gemeinsame Arbeit mit Achim Beierlorzer nicht fortsetzen", sagte der Mainzer Sportvorstand Rouven Schröder.

Das sagen die Mainzer Fans zur Trainerentlassung

00:35 Min. Verfügbar bis 12.11.2020

Auch die Entscheidung für Lichte begründete Schröder: "Jan-Moritz Lichte verfügt über die fachliche Expertise, eine Erfahrung als Trainer über mehr als zehn Jahre und kennt unsere Mannschaft natürlich in- und auswendig. Wir trauen ihm daher zu, unser Team in die weitere Saison zu führen."

Lichte: Fokussierung auf Union Berlin

Lichte selbst geht die Aufgabe optimistisch an. "Ich werde mich in meiner neuen Rolle jetzt auf das konzentrieren, was ich unmittelbar beeinflussen kann. Das ist die Arbeit mit der Mannschaft im Training und in der Vorbereitung auf die Partie bei Union Berlin am Freitag. Für das Team und mich steht diese Fokussierung absolut im Mittelpunkt", sagte er.

Noch nach der Heim-Niederlage gegen den VfB Stuttgart (1:4) hatte sich Beierlorzer kämpferisch gezeigt. "Zu 100 Prozent" sehe er seine Zukunft bei den Rheinhessen, versicherte er. Sportvorstand Rouven Schröder wollte zu diesem Zeitpunkt aber schon nicht mehr bestätigen, dass Beierlorzer in Berlin noch auf der Bank sitzen werde.

Beierlorzers Verhältnis zu den Profis galt als belastet. Zuletzt gab es einen Spielerstreik, der mit Solidarität gegen die Degradierung von Stürmer Adam Szalai begründet wurde.

SWR | Stand: 29.09.2020, 11:24

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