Freiburg verschärft mit Derbysieg Stuttgarter Sorgen

Sportschau 24.01.2022 07:51 Min. Verfügbar bis 24.01.2023 Das Erste

Fußball | Bundesliga

Stuttgart bleibt nach Niederlage in Freiburg auf Abstiegsplatz

Stand: 22.01.2022, 18:26 Uhr

Der VfB Stuttgart verliert auch beim SC Freiburg und bleibt in der Rückrunde der Fußball-Bundesliga weiterhin ohne Tor - und auf einem Abstiegsplatz.

Stuttgarts Hiroki Ito fälscht einen Schuss von Nicolas Höfler unglücklich ab.

Die Stuttgarter unterlagen im Freiburger Europa-Park-Stadion (22.01.2022) mit 0:2 (0:1). Sie holten damit in den vergangenen fünf Bundesliga-Spielen nur einen Punkt. Als Tabellen-17. beträgt der Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz drei Punkte. Die Freiburger knüpften dank eines Eigentors von Hiroki Ito (37.) und eines Treffers von Kevin Schade (71.) an die Leistung beim 4:1-Achtelfinalerfolg im DFB-Pokal bei der TSG 1899 Hoffenheim an und rückten wieder auf den fünften Rang vor. Freiburgs Kapitän Christian Günter sagte nach dem Spiel: "Ich glaube, für einen Badener gibt es nichts Schöneres als heute gegen die Württemberger zu gewinnen. Und ich glaube, da werden wir uns das eine oder andere Bier gönnen."

Munterer Beginn beider Teams

Die Partie begann munter, ohne dass sich beide Mannschaften zunächst große Chancen erspielten. Nach einer halben Stunde zogen die Freiburger das Tempo an. Vincenzo Grifo hatte nach einer Flanke von Lukas Kübler die erste gute Gelegenheit. Bei seinem Volleyschuss aus rund neun Metern traf er den Ball aber nicht sauber.

Kein Elfmeter für den VfB, Ito mit dem Eigentor

Nach etwas mehr als einer halben Stunde kam Stuttgarts Alexis Tibidi nach einem Zweikampf mit Kübler im Strafraum zu Fall. Schiedsrichter Tobias Stieler entschied zunächst auf Elfmeter, schaute sich die Szene dann allerdings nochmal am Bildschirm an und nahm den Strafstoß zurück. Nach seiner Ansicht soll Tibidi mehr auf Kübler aufgelaufen als gefoult worden sein. VfB-Sportdirektor Sven Mislintat zeigte sich nach der Partie sehr verärgert über die Entscheidung. Sie sei "nicht akzeptabel", sagte er. "Wer es nicht gesehen hat, gehört hat es jeder im Stadion. Diesen Elfer zurückzunehmen, nachdem so entschieden wurde, ist unfassbar." Im Gegenzug gingen die Freiburger in Führung. Den Schuss von Nicolas Höfler fälschte Hiroki Ito entscheidend ab (37.).

Schiedsrichter Stieler verletzt

Schiedsrichter Tobias Stieler konnte zur zweiten Halbzeit verletzungsbedingt nicht mehr weitermachen und musste durch Christian Dingert ersetzt werden. Stieler übernahm fortan dessen weniger laufintensive Rolle als vierter Offizieller.

Freiburg etwas dominanter, VfB weitestgehend harmlos

Die Freiburger waren auch in einer ausgeglichenen zweiten Hälfte die etwas gefährlichere Mannschaft, die sich zielstrebiger vor das Tor der Stuttgarter kombinierten. Der VfB mühte sich, erspielte sich aber kaum Gelegenheiten. In der 58. Minute kam Sasa Kalajdzic nach einer Flanke von Borna Sosa aus kurzer Distanz zum Kopfball, Freiburgs Torhüter Mark Flekken konnte den Ball aber über die Latte lenken. In der 65. Minute kam Außenstürmer Silas Katompa Mvumpa zu seinem sechsten Saisoneinsatz. Er gilt beim VfB Stuttgart als Hoffnungsträger im Abstiegskampf, konnte aber nur wenige Akzente setzen.

Elfmeter oder nicht - die Meinungen von Matarazzo und Streich

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Kevin Schade mit drittem Saisontreffer

Stattdessen traf in der 71. Minute Kevin Schade zum 2:0-Siegtreffer für die Freiburger. Ermedin Demirović setzte Schade per Kopf in Szene, der freistehend vor VfB-Keeper Florian Müller ins rechte untere Eck abschloss. Die Defensive der Stuttgarter sah in dieser Situation nicht gut aus, verteidigte einen langen Ball zu lasch und kam nicht in den entscheidenden Zweikampf. Stuttgarts Abstiegssorgen werden größer. Der SC Freiburg hingegen bleibt ein ernstzunehmender Europapokal-Anwärter.

Am kommenden Spieltag empfängt der VfB Stuttgart Eintracht Frankfurt. Die Freiburger treffen auf den 1. FC Köln (05.02.2022).

Quelle: SWR

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