Supercup - ein Wiedersehen ohne Verlängerung

Pokalfinale 2018: Bayerns  Robert Lewandowski (l.) und Frankfurts David Abraham

Eintracht Frankfurt - Bayern München

Supercup - ein Wiedersehen ohne Verlängerung

Pokalsieger Eintracht Frankfurt und Meister Bayern München spielen um den Supercup und damit um den ersten offiziellen Titel der neuen Saison - sportschau.de hat die Fakten.

Die Ausgangslage

Im Mai hat Eintracht Frankfurt den FC Bayern München im Finale um den DFB-Pokal überraschend geschlagen. Dass das beim Supercup erneut passiert, darf bezweifelt werden. Denn der Umbruch bei den Hessen ist groß. Erfolgstrainer Niko Kovac steht nun ausgerechnet bei den Bayern an der Linie, mit Torwart Lukas Hradecky (Bayer Leverkusen) und Kevin-Prince Boateng (Sassuolo Calcio) verließen zwei Schlüsselspieler den Verein. Die Neuzugänge überzeugten in der Vorbereitung wenig. Nicolai Müller, der prominenteste Neue, ist verletzt. Die Bayern hingegen verloren von ihren Topspielern nur Arturo Vidal an den FC Barcelona.

Besondere Partie für die Trainer

Für Kovac ist das Spiel am Sonntag (12.08.2018) gegen seinen alten Klub besonders wichtig. "Es ist absolut ein besonderes Spiel. Ich komme wieder zurück, wo ich vor kurzem noch war und zweieinhalb wunderschöne Jahre hatte", sagt der neue Bayern-Trainer. Doch auch für Eintracht Frankfurts neuen Coach Adi Hütter ist der Supercup in seiner Karriere etwas ganz Besonderes. "Vor über 50.000 Zuschauern, das habe ich mir erträumt, da mal Trainer zu sein. Und jetzt geht es in Erfüllung", sagt der Österreicher. Für beide Trainer ist es die Pflichtspielpremiere mit ihren neuen Teams.

Von wegen bedeutungslos

Beide Trainer betonten vor der Partie in Frankfurt aber auch den sportlichen Wert des Supercups. Von einer bedeutungslosen Trophäe möchte Kovac nichts hören. "Viele sagen, dass das kein wichtiger Titel ist. Ich sehe das genau anders", sagte er. Deshalb plant der 46-Jährige auch mit den WM-Profis. "Wir haben den ersten Titel zu verteidigen. Den wollen wir unbedingt holen. Das ist ein wichtiger Titel", sagt der Kroate. Auch für Hütter hat der Supercup einen "hohen Stellenwert". Es gehe "um einen Titel", sagte er: "Und wir wollen diesen Titel holen."

FC Bayern sinnt auf Revanche

Während die Eintracht-Spieler davon träumen, den FC Bayern erneut ärgern zu können, sinnen die Münchner auf Revanche. Joshua Kimmich ist nach dem verlorenen Pokalfinale und dem frühen WM-Aus topmotiviert. "Jeder, der bei uns spielt, ist titelhungrig. Wir haben natürlich noch eine Rechnung offen mit Frankfurt", sagt er. "Der Trainer und wir Spieler werden hochmotiviert sein. Für uns ist das nicht irgendein Spiel. Der Supercup hat schon seine Bedeutung und so gehen wir das auch an", sagt auch Thomas Müller. Dass Kovac im Mai noch Trainer in Frankfurt war, bietet laut Müller "schon eine besondere Konstellation". Man werde "alles dafür tun, diesen Titel zu gewinnen", sagt auch Arjen Robben. Frankfurts Sportdirektor Bruno Hübner schickte derweil eine Spitze in Richtung München. "Niko muss damit rechnen, dass wir den ersten Titel holen", sagte er.

Bayern sinnt auf Revanche im Supercup

Sportschau 11.08.2018 01:59 Min. ARD

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Keine Verlängerung

Die Wahrscheinlichkeit, dass der erste nationale Titel der Saison im Elfmeterschießen entschieden wird, ist beim Supercup besonders groß. Bei dem Duell zwischen Meister und Pokalsieger gibt es nach 90 Minuten keine Verlängerung, sondern sofort Elfmeterschießen. In den vergangenen drei Jahren musste der Sieger zweimal vom Punkt ermittelt werden: 2017 siegten die Bayern in Dortmund mit 5:4, 2015 gewann Wolfsburg mit dem gleichen Ergebnis gegen die Münchner.

Den Bayern winkt der siebte Titel

Der FC Bayern ist nicht nur Rekordmeister und Rekordpokalsieger, sondern auch der höchstdekorierte Klub im Supercup. Sechs Mal ging der Titel bislang an die Münchner, zuletzt 2016 und 2017 zweimal in Serie. Mit fünf Erfolgen folgt Borussia Dortmund auf Platz zwei. Werder Bremen gewann die Trophäe dreimal. Zum siebten Mal in Serie stehen die Bayern im Finale. Für Frankfurt wäre es der erste Supercup-Titel.

So könnten sie spielen

Eintracht Frankfurt: Rönnow - Abraham, Hasebe, Salcedo - Chandler, De Guzman, Torro, Willems - Gacinovic, Rebic - Jovic

 FC Bayern München: Neuer - Kimmich, Süle, Hummels, Alaba - Javi Martinez - Robben, Müller, Thiago, Coman - Lewandowski

 Schiedsrichter: Fritz (Korb)

sid/dpa | Stand: 11.08.2018, 18:30

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