Rheinderby ohne Zuschauer mit großer sportlicher Bedeutung

Rheinderby: Kölns Kingsley Ehizibue gehgen Gladbachs Rami Bensebiani

Borussia Mönchengladbach - 1. FC Köln

Rheinderby ohne Zuschauer mit großer sportlicher Bedeutung

Das Rheinderby zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln geht als erstes Geisterspiel in die Bundesliga-Geschichte ein. Darüberhinaus hat der Klassiker auch sportlich große Bedeutung.

Mit einem Sieg würden die Mönchengladbacher wieder an Bayer Leverkusen vorbeiziehen und zurück auf Champions-League-Platz vier klettern. Der 1. FC Köln auf der anderen Seite schwimmt nach einer Serie von acht Siegen aus den jüngsten zehn Spielen auf der Erfolgswelle und schnuppert sogar an den Europa-League-Plätzen.

Kölns Wandlung

Damit ist auch klar, dass diese Begegnung im Vergleich zum Anfang Februar, als das Rheinderby wegen des Sturmtiefs "Sabine" verlegt worden war, unter ganz anderen Voraussetzungen stattfindet. Seinerzeit lagen die Gladbacher in der Tabelle nur drei Punkte hinter Spitzenreiter Bayern München und der FC schwebte noch in akuter Abstiegsgefahr.

Kölns Trainer Markus Gisdol bezeichnete das Geisterspiel als eine "für alle besondere Situation". Welchem Team es einen Vorteil bringen würde, könne keiner sagen, sagte Gisdol. Aus sportlicher Sicht geht Gisdol durchaus mit viel Optimismus und Selbstbewusstsein ins Spiel. "Wir sind flexibel geworden und haben verschiedene Lösungen gegen Gegner, die ihre Systematik während des Spiels verändern", sagte der Coach. Favorit sei dennoch die Borussia. Gisdol: "Uns aufgrund der letzten Ergebnisse mit Gladbach auf einer Höhe einzustufen, würde ich fast als respektlos empfinden. Wir wissen, wo wir herkommen."

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Rose muss defensive Zentrale umbauen

Ganz so überragend ist die Stimmung bei den Gladbachern nicht. Die beiden jüngsten Heimspiele wurden nicht gewonnen. Es gab ein Remis (gegen Hoffenheim) und eine Niederlage (gegen den BVB). Dass nun der Heimvorteil quasi futsch ist, weil keine Fans im Stadion sind, will Trainer Marco Rose nicht überbewerten. "Es macht überhaupt keinen Sinn, rumzujammern", sagte  Rose. "Die Situation ist für alle nicht leicht."

Umbauen muss Rose seine defensive Zentrale. Denis Zakaria fällt wegen einer Knieverletzung zumindest gegen Köln, womöglich auch am Sonntag in Frankfurt aus. Florian Neuhaus fehlt ebenfalls wegen einer Gelbsperre. Damit dürfte klar sein, dass im defensiven Mittelfeld Christoph Kramer gegen Köln wieder zur Startelf gehört. Mitwirken kann gegen den FC auch Stürmer Alassane Plea. Bei der ursprünglichen Ansetzung wäre er wegen seines Platzverweises in Leipzig gesperrt gewesen.

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Cordoba wieder dabei

Die Kölner können sich derweil nach abgelaufener Gelb-Sperre über die Rückkehr von Torjäger Jhon Cordoba freuen. Auf Abwehrhüne Sebastiaan Bornauw müssen sie allerdings auch in Gladbach verzichten - der Innenverteidiger klagt weiterhin über muskuläre Probleme und wird erneut fehlen.

mick/sid/dpa | Stand: 11.03.2020, 09:46

11. März, 22:10 | WDR-Fernsehen

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