Kohfeldts Glücksgriffe bringen Bremen den Sieg

Die Bremer feiern Sieg gegen Fortuna Düsseldorf

Werder Bremen - Fortuna Düsseldorf 3:1

Kohfeldts Glücksgriffe bringen Bremen den Sieg

Von Christian Hornung

Das war auch ein Trainer-Sieg: Alle drei Joker von Florian Kohfeldt haben maßgeblich dazu beigetragen, dass Werder Bremen gegen Fortuna Düsseldorf zurück in die Erfolgsspur gefunden hat.

70 Minuten lang hielt der Bundesliga-Aufsteiger am Freitag (07.12.2018) an der Weser stark dagegen, ehe die eingewechselten Johannes Eggestein, Martin Harnik und Josh Sargent der Partie die entscheidende Wende zum 3:1-Sieg für die Gastgeber gaben. Die Bremer melden sich damit nach fünf sieglosen Spielen in Serie im Kampf um das internationale Geschäft zurück, Düsseldorf bleibt Letzter.

"Machen uns alles kaputt"

Fortuna-Trainer Friedhelm Funkel war sauer und enttäuscht: "Wir haben es taktisch eigentlich lange Zeit sehr gut gemacht, aber die inviduellen Fehler vor dem zweiten und dritten Gegentor machen uns mal wieder alles kaputt. Das sind Tore, die aus dem Nichts fallen. Solange wir solche Treffer kassieren, wird es sehr, sehr schwer für uns."

Sein Kollege Kohfeldt war hingegen sehr zufrieden: "Ich fand schon, dass einige Dinge richtig gut waren, vor allem unser Positionsspiel. Und mir war vor allem die Emotion wichtig. Wir haben als Mannschaft funktioniert. Wir hatten fünf Spiele nicht gewonnen, das kann man nicht weglügen."

Klassetor von Möhwald

Schon in der ersten Halbzeit war Werder klar überlegen und machten sofort Druck. Schon nach wenigen Sekunden kassierte Fortunas Verteidiger Robin Bormuth die erste Verwarnung, weil er zu langsam gewesen war und Milot Rashica deshalb festhalten musste. Rashica spielte auch in der Folge immer wieder seine Schnelligkeit aus und leitete so auch die Führung ein: Sein Zuspiel nahm Max Kruse auf, der im Zentrum Kevin Möhwald bediente - und der Ex-Nürnberger traf per Vollspann zum hochverdienten 1:0.

Kohfeldts Bremer nach Sieg erleichtert

Sportschau 08.12.2018 01:09 Min. Verfügbar bis 08.12.2019 ARD

In der Folgezeit hätten die Bremer die Führung ausbauen können, doch Kruse, Rashica und Claudio Pizarro verpassten mehrfach knapp. Die Fortuna bekam nach vorne nur selten Entlastung zustande, doch der Videobeweis half ihr: Sebastian Langkamp hatte im Luftkampf mit Bormuth die Hand zu Hilfe genommen, nach Ansicht der Bilder gab Schiedsrichter Marco Fritz Elfmeter. Dodi Lukebakio, dessen Stern vor zwei Wochen mit einem Dreierpack in München so richtig aufgegangen war, schickte Jiri Pavlenka in die falsche Ecke - 1:1 (43. Minute) und bereits der sechste Saisontreffer der Leihgabe des FC Watford.

Funkel wechselt offensiv

Funkel schöpfte durch diese glückliche Fügung offenbar Mut und wechselte zur Pause offensiv: Für Mittelfeldspieler Takashi Usami brachte er Mittelstürmer Rouwen Hennings - das hätte sich in der 57. Minute beinahe ausgezahlt. Nach einem Konter zog Hennings mit vollem Risiko aus 20 Metern ab, zielte aber um Zentimeter am rechten Winkel vorbei.

Bremen blieb zwar feldüberlegen, erspielte sich aber in dieser Phase keine klaren Chancen mehr. Nach 70 Minuten war dann erneut Düsseldorf dem Tor näher, doch Pavlenka ließ sich von Lukebakios Kracher ins kurze Eck nicht überraschen.

Kohfeldt wechselt perfekt

Erst kurz nach diesem erneuten Weckruf schlossen auch die Bremer einen ihrer zahlreichen Angriffsversuche mal konsequent ab. Der eingewechselte Johannes Eggestein scheiterte mit seinem Fernschuss noch an Michael Rensing, der wehrte den Ball aber zentral genau vor die Füße von Martin Harnik ab. Harnik - auch ihn hatte Coach Kohfeldt erst von der Bank gebracht - staubte gedankenschnell zum 2:1 ab (73.).

Und die Glücksgriffe von Kohfeldt hielten an: In der 76. Minute brachte er das amerikanische Top-Talent Josh Sargent, zwei Minuten später traf der Teenager zum 3:1. Wieder hatte der unglücklich agierende Rensing seinen Anteil daran, als er bei der Flanke von Davy Klaassen auf der Linie klebte und dann den Schuss von Harnik nur unzureichend abwehren konnte.

Auch Pavlenka macht den Unterschied

Lukebakio hatte im Gegenzug die Chance zum Anschluss, doch Pavlenka hielt auch diesen Ball und zeigte damit einen entscheidenden Unterschied zum unterlegenen Gegner auf.

Für die Fortuna geht es nun am nächsten Samstag (15.12.2018) mit einem Heimspiel gegen den SC Freiburg weiter. Die Bremer treten am Abend des gleichen Tages bei Tabellenführer Borussia Dortmund an.

Fußball · Bundesliga · 14. Spieltag 2018/2019

Freitag, 07.12.2018 | 20.30 Uhr

Wappen Werder Bremen

Werder Bremen

Pavlenka – Gebre Selassie, Langkamp, Friedl, Augustinsson – Möhwald (69. J. Eggestein) – M. Eggestein, Klaassen – M. Kruse – Pizarro (60. Harnik), Rashica (76. Sargent)

3
Wappen Fortuna Düsseldorf

Fortuna Düsseldorf

Rensing – Mat. Zimmermann, Bormuth, Kaminski, Gießelmann – J. Zimmer, Usami (46. Hennings) – O. Fink (61. Morales), Bodzek, Stöger – Lukebakio (87. Raman)

1

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 1:0 Möhwald (20.)
  • 1:1 Lukebakio (43./Handelfmeter)
  • 2:1 Harnik (71.)
  • 3:1 Sargent (78.)

Strafen:

  • gelbe Karte Bormuth (2 )
  • gelbe Karte Lukebakio (3 )
  • gelbe Karte Gebre Selassie (1 )
  • gelbe Karte Friedl (1 )
  • gelbe Karte Mat. Zimmermann (2 )
  • gelbe Karte Rashica (1 )
  • gelbe Karte Hennings (3 )

Zuschauer:

  • 41.500

Schiedsrichter:

  • Marco Fritz (Korb)

Vorkommnisse:

  • Handelfmeter (Düsseldorf) nach Videobeweis (43.).

Stand der Statistik: Freitag, 07.12.2018, 22:26 Uhr

Wappen Werder Bremen

Werder Bremen

Wappen Fortuna Düsseldorf

Fortuna Düsseldorf

Tore 3 1
Schüsse aufs Tor 9 3
Ecken 6 4
Abseits 0 1
gewonnene Zweikämpfe 96 86
verlorene Zweikämpfe 86 96
gewonnene Zweikämpfe 52,75 % 47,25 %
Fouls 13 18
Ballkontakte 836 450
Ballbesitz 65,01 % 34,99 %
Laufdistanz 120,61 km 116,41 km
Sprints 195 185
Fehlpässe 58 48
Passquote 90,61 % 80,25 %
Flanken 18 6
Alter im Durchschnitt 26,6 Jahre 27,9 Jahre

Stand: 07.12.2018, 22:43

Bundesliga | Tabelle

RangTeamSP
1.Bor. M´gladbach1125
2.RB Leipzig1121
3.Bayern München1121
4.SC Freiburg1121
5.1899 Hoffenheim1120
 ...  
16.1. FSV Mainz 05119
17.1. FC Köln117
18.SC Paderborn 07114
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