Stuttgart rettet sich in Relegation mit Sieg gegen Wolfsburg

Anastasios Donis und Torschütze Gonzalo Castro jubeln über das Führungstor

VfB Stuttgart - VfL Wolfsburg 3:0

Stuttgart rettet sich in Relegation mit Sieg gegen Wolfsburg

Der VfB Stuttgart hat mit einem 3:0 (1:0) gegen den VfL Wolfsburg den direkten Abstieg aus der Fußball-Bundesliga aus eigener Kraft verhindert und die Europapokalpläne der Gäste gefährdet.

Gonzalo Castro (45.+1. Minute), Anastasios Donis (55.) und Daniel Didavi (83.) trafen am Samstag (11.05.2019) im letzten Heimspiel für die Schwaben, die den Relegationsrang 16 damit schon vor dem letzten Spieltag sicher haben und den Abstieg des 1. FC Nürnberg und von Hannover 96 besiegelten.

VfB-Kapitän Christian Gentner betonte vor dem ARD-Mikrofon besonders die Rolle von Interimstrainer Nico Willig: "Dieser Impuls, den man sich von einem Trainerwechsel erhofft, der ist zu 100 Prozent da. Wir haben es selber gerichtet und das ist auch gut so."

Willig selbst zeigte sich angesichts der Vorstellung seines Teams in der Sportschau optimistisch für die Relegation: "Die Spieler haben alles gegeben. Das erleichtert mich und stimmt mich sehr zuversichtlich für die nächsten Wochen."

Gentner: "Geht darum, gutes Gefühl für die Relegationsspiele zu bekommen"

Sportschau 11.05.2019 01:43 Min. ARD

Partie auf niedrigem Niveau

Der VfB kann nach der Partie auf erschreckend schwachem Niveau nun für die Relegationsspiele gegen den Tabellendritten der 2. Liga am 23. und 27. Mai planen und darf auf den Verbleib in der Bundesliga hoffen. Wolfsburg braucht am letzten Spieltag unbedingt einen Sieg, um die Europa League zu erreichen und Trainer Bruno Labbadia einen schönen Abschied zu bescheren. Insgesamt war das schwäbisch-niedersächsische Duell nichts für Feinschmecker. Beide Mannschaften zeigten nur selten gelungene Kombinationen. Gerade dem VfB steckte lange Zeit die Angst vorm Versagen in den Gliedern, aber der VfL war eben nicht griffig und entschlossen genug, um das auszunutzen.

Umstrittene Entscheidung von Brych

Schon in der vierten Minute protestierten Fans und Spieler des Gastgebers, als Felix Brych nicht auf den Elfmeterpunkt zeigte. VfL-Verteidiger William hatte Nicolas Gonzalez im Strafraum zu Fall gebracht und dabei zunächst den Gegner und dann den Ball getroffen. Auch nach Rücksprache mit Videoassistent Patrick Ittrich im Kölner Keller blieb der WM-Schiedsrichter aber bei seinem Entschluss, auch wenn er ebenso gut auf Elfmeter hätte entscheiden können.

In der Defensive agierten die Stuttgarter unsicher, die Furcht bestimmte das Handeln. In der Offensive fehlten Präzision und Ideenreichtum. VfB-Profi Chadrac Akolo (9.) hatte die lange Zeit beste Gelegenheit, ehe "Wölfe"-Mittelfeldakteur Maximilian Arnold (44.) beinahe ein Kunststück gelungen wäre. Aus etwa 60 Metern überraschte er VfB-Torwart Ron-Robert Zieler, der Ball landete jedoch auf dem Netz.

Didavi erlöst den VfB

Sekunden vor dem Pausenpfiff gelang Routinier Castro dann doch der erlösende Führungstreffer mit einem Distanzschuss, der vom Innenpfosten ins Tor prallte. Donis legte dann bald nach dem Seitenwechsel nach. Der eingewechselte Didavi servierte den Ball mit einer scharfen Hereingabe, der Grieche verlängerte den Pass technisch sehenswert ins lange Eck. Die in dieser Saison eigentlich so auswärtsstarken Wolfsburger konnten auch mit dem Rücken zur Wand nicht mehr zulegen und blieben das unterlegene Team. Die meisten weiteren Chancen ließ Stuttgart ungenutzt, ehe Didavi gegen seinen Ex-Klub zum 3:0 traf - und endgültig für großen Jubel und Erleichterung sorgte.

Die Stuttgarter müssen am letzten Spieltag am kommenden Samstag beim FC Schalke 04 antreten, Wolfsburg empfängt zeitgleich den FC Augsburg.

Statistik

Fußball · Bundesliga · 33. Spieltag 2018/2019

Samstag, 11.05.2019 | 15.30 Uhr

Wappen VfB Stuttgart

VfB Stuttgart

Zieler – Pavard, Kabak, M. O. Kempf, Insua – Gentner, Castro – Esswein (53. Didavi), Akolo (76. Aogo), Gonzalez – Donis (79. Badstuber)

3
Wappen VfL Wolfsburg

VfL Wolfsburg

Pervan – William (75. Brekalo), Knoche, Tisserand, Steffen – Guilavogui – Gerhardt (59. Ginczek), Arnold – Klaus (46. Malli), Mehmedi – Weghorst

0

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 1:0 Castro (45.+1)
  • 2:0 Donis (55.)
  • 3:0 Didavi (73.)

Strafen:

  • gelbe Karte Esswein (3 )
  • gelbe Karte Guilavogui (5 )
  • gelbe Karte Tisserand (2 )

Zuschauer:

  • 54.086

Schiedsrichter:

  • Dr. Felix Brych (München)

Stand der Statistik: Samstag, 11.05.2019, 17:22 Uhr

Stand: 11.05.2019, 17:48

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