Union Berlin gelingt Befreiungsschlag

Unions Torschütze zu 2:0 Marcus Ingvartsen (M) jubelt mit Christopher Trimmel.

Union Berlin - SC Freiburg 2:0

Union Berlin gelingt Befreiungsschlag

Union Berlin hat seine Negativserie in der Bundesliga gestoppt und den Höhenflug des SC Freiburg beendet. Der Aufsteiger setzte sich gegen die dieses Mal enttäuschenden Breisgauer mit 2:0 (1:0) durch.

Im ausverkauften Stadion An der Alten Försterei erwischten die Hausherren einen Traumstart: Nach nur 56 Sekunden schoss Marius Bülter die Hausherren mit einem sehenswerten Treffer in Führung. Marcus Ingvartsen (84.) machte mit seinem Tor in der Schlussphase den zweiten Sieg für Union in dieser Spielzeit perfekt.

Union überrascht Freiburg mit Blitzstart

Die Freiburger Abwehr hatte sich noch nicht formiert, da musste SC-Torhüter Alexander Schwolow bereits hinter sich greifen: Gegen den platzierten Schuss von Bülter aus 25 Metern hatte der SC-Schlussmann keine Abwehrchance. Union-Trainer Urs Fischer sah seine Forderung, sich für gute Auftritte endlich zu "belohnen", schnell umgesetzt.

Günter: "Wir haben zu wenige Lösungen gefunden"

Sportschau 19.10.2019 01:54 Min. Verfügbar bis 19.10.2020 ARD

"Es war wichtig für uns, so ins Spiel zu starten, das hat uns Selbstvertrauen geben", sagte Torschütze Bülter am Sportschau-Mikrofon. "Man hat es in den Minuten danach auch gesehen, dass wir gut nach vorne gespielt haben." Tatsächlich suchten die Berliner auch nach der Führung selbstbewusst den Weg in die Offensive, wenngleich mitunter die Ballsicherheit und die Präzision im Spielaufbau fehlten.

Freiburg ohne Durchschlagskraft

Doch wie in den vergangenen Spielen blieb die Chancenverwertung ein großes Manko. Ingvartsen (10.) traf nur den Außenpfosten, später verpasste der Däne eine Hereingabe Bülters knapp (32.). Kurz vor der Halbzeit scheiterte Ingvartsen dann per Kopf am eingewechselten Freiburger Ersatztorhüter Niclas Thiede (45.). Stammkeeper Schwolow musste bereits nach knapp 20 Minuten verletzungsbedingt vom Platz.

Streich ärgert sich über Pyro-Fans: "Weiß nicht, ob sie besonders cool sein wollten" Sportschau 19.10.2019 00:57 Min. Verfügbar bis 19.10.2020 Das Erste

Sein Team wirkte nach dem Berliner Blitzstart lange geschockt und tat sich gegen deren gut gestaffelte Abwehr schwer. Erst nach einer halben Stunden fand der Sportclub besser ins Spiel fand. Union-Torhüter Rafal Gikiewicz wurde trotzdem selten gefordert. Wenn doch, war der Pole wie bei Jonathan Schmids Versuch (39.) zur Stelle. 

SC auch mit zwei Stürmern nicht gefährlicher

SC-Coach Christian Streich reagierte, brachte nach dem Seitenwechsel Torjäger Nils Petersen und damit einen zweiten Stürmer. Doch gefährlicher wurde seine Elf dadurch ebenso wenig wie durch die Einwechslung von Vincenzo Grifo (58.). Der SC spielte seine Angriffe schlecht und ohne Durchschlagskraft aus.

Union, das erstmals in der ersten Liga mit einer Führung in die Pause gegangen war, widersetzte sich mit hoher Laufbereitschaft und Zweikampfstärke. Freiburg hatte zwar mehr Spielanteile, die Chancen jedoch die Berliner. Immer wieder tauchten sie gefährlich vor dem Gäste-Tor auf, scheiterten aber lange an sich selbst oder am SC-Keeper. Erst sechs Minuten vor dem Ende gelang es Ingvartsen aus der Distanz, Thiede zu überwinden.

Streich: "Wir waren nicht gut genug"

Freiburgs Trainer fand nach dem Abpfiff deutliche Wort: "Wir waren nicht gut genug - fertig", sagte Streich in der Sportschau. "Union hat es clever gemacht, lange Bälle und macht sofort das 1:0. Wenn du so das 1:0 bekommst, spielst du ihnen in die Karten." "Die erste Aktion hatte Signalwirkung", meinte auch Union-Coach Fischer, der rundum zufrieden war. "Es war ein toller Auftritt meiner Mannschaft. Endlich hat sie sich belohnt."

Nach zuletzt vier Niederlagen in Serie war das Erfolgserlebnis für Union sehr wichtig, zumal die Eisernen am kommenden Spieltag bei Bayern München antreten müssen - bevor im DFB-Pokal erneut der SC Freiburg wartet. Die Breisgauer müssen sich vor diesem neuerlichen Kräftemessen mit Union zunächst in der Liga mit RB Leipzig messen.

Statistik

Fußball · Bundesliga · 8. Spieltag 2019/2020

Samstag, 19.10.2019 | 15.30 Uhr

Wappen 1. FC Union Berlin

1. FC Union Berlin

Gikiewicz – M. Friedrich, Parensen, K. Schlotterbeck – Trimmel, Gentner (77. Kroos), Andrich, C. Lenz – Ingvartsen, Bülter (89. Mees) – Andersson (83. Ujah)

2
Wappen SC Freiburg

SC Freiburg

Schwolow (22. Thiede) – Lienhart, R. Koch, Heintz – Schmid, Abrashi (46. Petersen), Höfler, Günter – Haberer, Höler (58. Grifo) – L. Waldschmidt

0

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 1:0 Bülter (1.)
  • 2:0 Ingvartsen (84.)

Strafen:

  • gelbe Karte Gentner (1 )
  • gelbe Karte Andrich (3 )
  • gelbe Karte Ingvartsen (1 )

Zuschauer:

  • 22.012

Schiedsrichter:

  • Benjamin Cortus (Röthenbach (Pegnitz))

Stand der Statistik: Samstag, 19.10.2019, 17:27 Uhr

dpa/sid | Stand: 19.10.2019, 17:22

Bundesliga | Tabelle

RangTeamSP
1.Bor. M´gladbach1125
2.RB Leipzig1121
3.Bayern München1121
4.SC Freiburg1121
5.1899 Hoffenheim1120
 ...  
16.1. FSV Mainz 05119
17.1. FC Köln117
18.SC Paderborn 07114
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