Hoffenheim schlägt Hertha bei Khedira-Abschied

Sami Kehdira von Hertha BSC

TSG 1899 Hoffenheim - Hertha BSC 2:1

Hoffenheim schlägt Hertha bei Khedira-Abschied

Von Julian Tilders

In einem munteren Spiel hat die TSG 1899 Hoffenheim in der Fußball-Bundesliga gegen Hertha BSC letztlich verdient die Oberhand behalten. Neben drei stark herausgespielten Toren beklatschten die Spieler auch Sami Khedira bei seinem Abschied.

Am Samstag (22.05.2021) bezwangen die Kraichgauer dank Andrej Kramaric, der spät das Siegtor erzielte (90.+1 Minute), die Berliner mit 2:1 (0:1). Zunächst war die Hertha durch Vladimir Darida in Front gegangen (43.), bevor Hoffenheims Sargis Adamyan den zwischenzeitlichen Ausgleich besorgte (49.).

Khedira verabschiedet sich als Kapitän

Es war ein munterer Beginn in Sinsheim, sowohl die TSG als auch Hertha BSC waren bemüht, den Ball schnell in die Spitze zu bringen. Eduard Löwen und Khedira betrieben auf den Hertha-Sechserpositionen Arbeitsteilung: Während Löwen sich häufig mit nach vorne einschaltete, war Khedira defensiver orientiert. Er kam gut ins Spiel und verteilte einige Bälle mit Übersicht. Außerdem überließ Dedryck Boyata Khedira für sein letztes Spiel die Kapitänsbinde.

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Die erste gute Hertha-Möglichkeit hatte Nemanja Radonjic nach Vorlage von Mathew Leckie. Radonjic scheiterte mit seinem Schuss an TSG-Torhüter Philipp Pentke aus spitzem Winkel (8.). Zuvor hatte Khedira den eröffnenden Ball auf Leckie gespielt.

Der Weltmeister von 2014 wurde später unter stehenden Ovationen der Hertha-Bank von Jonas Dirkner ersetzt, der sein Profi-Debüt feierte (75.). "Ich freue mich, viele neue Menschen zu treffen, herumreisen zu können, mehr Freiheiten zu haben und mich fortzubilden", erklärte Khedira bei seinem Abschied nach 15 Jahren Profifußball am Sportschau-Mikro: "Der Fußball ist mein Leben und hat mir alles gegeben." Den Spielball nahm er mit nach Hause. In der Bundesliga stand er 107-mal auf dem Platz.

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Bebou vergibt frühe Großchance

Die Gäste kamen zuerst zur einer echten Großchance: Kramaric, Hoffenheims Rekord-Torschütze der Spielzeit mit nun 20 Treffern, lupfte zu Ihlas Bebou, der aus kurzer Distanz einen Heber gegen Hertha-Torwart Alexander Schwolow versuchte. Doch die Kugel flog auf das Tornetz (10.).

Darida erzielt erstes Saisontor in TSG-Drangphase

In der Folge übernahmen dann die Kraichgauer das Zepter. Berlin bekam keinen Zugriff mehr und wurde in die Defensive gedrängt.

Ausgerechnet in dieser Drangphase der TSG schlug Berlin aber zu: Radonjic steckte durch zu Marvin Plattenhardt, dessen Flanke maßgenau auf den Kopf des freistehenden Darida kam. Der Tscheche durfte sich über sein erstes Saisontor am letzten Spieltag freuen.

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Pfostentreffer von Darida - Hoffenheim nach Lehrbuch

Fast hätte Berlin schnell nachgelegt: Nach dem Wiederanpfiff scheiterte Darida nach einem starken Solo und Zuspiel von Joker Ascacibar am rechten Pfosten (48.).

Besser machte es auf der Gegenseite dann aber Adamyan. Ähnlich wie beim Hertha-Führungstreffer ging es lehrbuchmäßig über die Außen, Dreh- und Angelpunkt Kramaric schickte Ryan Sessegnon, dessen flache Hereingabe Adamyan eiskalt zum Ausgleichstor verwertete.

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Torwart-Routinier Pentke pariert mehrfach stark

Das Spiel gestaltete sich dann offen. Nach einer guten Stunde hatte die Hertha mehrere Möglichkeiten. Gleich zweimal scheiterte der eingewechselte Daishawn Redan am 36-jährigen TSG-Keeper Pentke, zunächst per Kopf und dann nach einem starken Dribbling im Strafraum (70.). Auch der ebenfalls eingewechselte Dodi Lukebakio konnte mit einem wuchtigen Schuss Pentke nicht überwinden (62.).

Kramaric erzielt sein 20. Saisontor

Nach einer kurzen Verschnaufpause, in der das Spielgeschehen nach der Khedira-Auswechselung ein wenig an Fahrt verlor, kam die TSG nochmal zum Zug. Pavel Kaderabek vergab eine Kopfballchance (81.).

Berlin fehlte dann der Zugriff - und die TSG belohnte sich für ihren Aufwand mit dem Siegtreffer durch Kramaric, der von Bebou bedient wurde. Kramaric zog Bilanz: "Ich bin zufrieden. Persönlich hätte ich noch besser sein können, weil ich sechs Spiele verpasst habe." Ob der Top-Angreifer in Hoffenheim bleiben wird, ist noch nicht sicher.

Fußball · Bundesliga · 34. Spieltag 2020/2021

Samstag, 22.05.2021 | 15.30 Uhr

Wappen 1899 Hoffenheim

1899 Hoffenheim

Pentke – Kaderabek, Vogt, Posch, Sessegnon (69. John) – Samassékou (64. Rudy), Grillitsch – Skov (64. Rutter), Kramaric, Adamjan – Bebou

2
Wappen Hertha BSC

Hertha BSC

Schwolow – Pekarik, Boyata, N. Stark (64. M. Dardai), Plattenhardt – Khedira (75. Dirkner), Löwen (46. Ascacibar) – Leckie (59. Redan), Darida, Radonjic – Ngankam (46. Lukebakio)

1

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 0:1 Darida (43.)
  • 1:1 Adamjan (49.)
  • 2:1 Kramaric (90.+1)

Schiedsrichter:

  • Frank Willenborg (Osnabrück)

Vorkommnisse:

  • Das Spiel fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Stand der Statistik: Samstag, 22.05.2021, 17:23 Uhr

Wappen 1899 Hoffenheim

1899 Hoffenheim

Wappen Hertha BSC

Hertha BSC

Tore 2 1
Schüsse aufs Tor 5 5
Ecken 4 3
Abseits 1 2
gewonnene Zweikämpfe 87 83
verlorene Zweikämpfe 83 87
gewonnene Zweikämpfe 51,18 % 48,82 %
Fouls 8 4
Ballkontakte 755 607
Ballbesitz 55,43 % 44,57 %
Laufdistanz 116,24 km 116,08 km
Sprints 251 244
Fehlpässe 61 60
Passquote 88,95 % 84,89 %
Flanken 15 4
Alter im Durchschnitt 26,5 Jahre 26,3 Jahre

Stand: 22.05.2021, 17:23

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