Hoffenheim kann doch noch gewinnen

Hoffenheimer Jubel nach dem 3:1

SC Freiburg - TSG 1899 Hoffenheim 2:4

Hoffenheim kann doch noch gewinnen

Die TSG Hoffenheim kann doch noch gewinnen und hat die Europacup-Plätze wieder im Visier. Die Kraichgauer setzten sich am 19. Spieltag der Fußball-Bundesliga 4:2 (1:1) im badischen Duell beim SC Freiburg durch. Damit feierte die TSG den ersten Sieg nach sieben Partien ohne Dreier.

Der Kroate Andrej Kramaric (59. Minute/Foulelfmeter und 72.), der Brasilianer Joelinton (19.) und Kerem Demirbay (85.) trafen am Samstag (26.01.2019) für die Kraichgauer, die zum ersten Mal seit über neun Jahren wieder in Freiburg gewinnen konnten. Lucas Höler (42.) und der eingewechselte Florian Niederlechner (77.) waren für Freiburg erfolgreich.

Demirbay: "Das war ein Sechs-Punkte-Spiel"

Sportschau 26.01.2019 01:53 Min. Verfügbar bis 26.01.2020 ARD

Freiburgs Trainer Christian Streich war die Frustration nach der Partie anzumerken: "Ein 3:3 wäre möglich gewesen, dann lädst du den Gegner zum Toreschießen ein, dann kriegst Du vier und fünf schießen wir selten." Hoffenheims Keeper Oliver Baumann dagegen zeigte sich am Sportschau-Mikro erleichtert: "Ich bin froh, dass wir durchgekommen sind."

Freiburg ohne Grifo

Die Gastgeber mussten notgedrungen auf Vincenzo Grifo verzichten. Der 25 Jahre alte italienische Nationalspieler, der von der TSG an den SC ausgeliehen ist, durfte aufgrund der Leihmodalitäten nicht auflaufen. Die 23.900 Zuschauer im Schwarzwaldstadion sahen zu Beginn eine temporeiche, aber zerfahrene Begegnung mit wenigen Torszenen. Beiden Mannschaften ging es in erster Linie darum, die Stärken des Gegners zu eliminieren. Die Führung der Hoffenheimer fiel mehr oder weniger aus dem Nichts - und hatte ihre Ursache in einer Freiburger Fehlerkette. Erst spielte Pascal Stenzel einen unnötigen Rückpass, dann kam es zwischen Torwart Alexander Schwolow und Innenverteidiger Dominique Heintz zu einem Missverständnis. Joelinton ließ sich nicht zweimal bitten.

Streich resigniert: "Fünf schießen wir selten" Sportschau 26.01.2019 01:22 Min. Verfügbar bis 26.01.2020 Das Erste

Freiburg ließ sich von dem Rückstand nicht verunsichern. Defensivspieler Robin Koch per Seitfallzieher und Kopf (23./38.) sowie Höler (28.) verpassten noch den Ausgleich. Nach einer Ecke von Christian Günter prallte der Kopfball von Manuel Gulde dann an den Pfosten, Höler staubte erfolgreich ab. Es war für die Freiburger der erste Treffer nach einer Ecke in dieser Saison. Auf der anderen Seite hatte zuvor Andrej Kramaric freistehend das 2:0 für 1899 vergeben, die Freiburger Defensive offenbarte Nachlässigkeiten.

Hart umkämpfte Partie

Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie hart umkämpft. Und wieder war SC-Abwehrspieler Stenzel entscheidend am zweiten Gegentor beteiligt. Nach seinem Foul an Hoffenheims Nationalspieler Nico Schulz weit entfernt vom Tor gab Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus Elfmeter, den Kramaric eiskalt verwandelte. Kramaric schien mit seinem zweiten Treffer wenige Minuten später schon für die Vorentscheidung zugunsten der Gäste gesorgt zu haben. Doch dann sorgte Niederlechners Anschluss für eine angriffslustige und chancenreiche Schlussphase. Kapitän Mike Frantz, Gulde und Nils Petersen kamen zu guten Möglichkeiten. Demirbays Schuss gegen die Unterkante der Latte sorgte für den Endstand.

Freiburg tritt zum Abschluss des nächsten Spieltages am Sonntag im schwäbisch-badischen Duell beim VfB Stuttgart an, Hoffenheim empfängt schon einen Tag zuvor Fortuna Düsseldorf.

Statistik

Fußball · Bundesliga · 19. Spieltag 2018/2019

Samstag, 26.01.2019 | 15.30 Uhr

Wappen SC Freiburg

SC Freiburg

Schwolow – P. Stenzel (66. Niederlechner), Gulde, Heintz, Günter – Haberer, R. Koch – J. Gondorf (74. Ravet), Frantz – Höler (65. L. Waldschmidt), Petersen

2
Wappen 1899 Hoffenheim

1899 Hoffenheim

Baumann – Kaderabek, Vogt, B. Hübner, N. Schulz (89. Brenet) – Grillitsch – Demirbay, Geiger (77. Amiri) – Joelinton, Kramaric – Szalai (64. Posch)

4

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 0:1 Joelinton (19.)
  • 1:1 Höler (42.)
  • 1:2 Kramaric (60./Foulelfmeter)
  • 1:3 Kramaric (72.)
  • 2:3 Niederlechner (77.)
  • 2:4 Demirbay (85.)

Strafen:

  • gelbe Karte N. Schulz (4 )
  • gelbe Karte Grillitsch (4 )

Zuschauer:

  • 23.900

Schiedsrichter:

  • Bibiana Steinhaus (Hannover)

Stand der Statistik: Samstag, 26.01.2019, 17:26 Uhr

red/sid/dpa | Stand: 26.01.2019, 17:45

Bundesliga | Tabelle

RangTeamSP
1.Bor. Dortmund13
2.RB Leipzig13
3.SC Freiburg13
4.Fort. Düsseldorf13
5.Bayer Leverkusen13
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16.1. FSV Mainz 0510
17.FC Augsburg10
18.Union Berlin10
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