VfL Wolfsburg siegt gegen Holstein Kiel

Wolfsburg jubelt gegen Kiel

VfL Wolfsburg - Holstein Kiel 3:1 (2:1)

VfL Wolfsburg siegt gegen Holstein Kiel

Der VfL Wolfsburg hat sich eine gute Ausgangslage für das Rückspiel in der Bundesliga-Relegation geschaffen. Das Hinspiel gewannen die "Wölfe" gegen Holstein Kiel mit 3:1 (2:1).

Wolfsburg-Kapitän Maximilian Arnold meinte: "Wir hatten sogar die Chance, noch das vierte Tor zu machen. Da haben wir ihnen noch Luft zum Atmen gelassen und die Kieler wieder etwas aufgebaut. Ich denke aber, dass wir im Rückspiel alles klarmachen werden."

"Wir waren nicht mutig genug"

"Wir haben unser Spiel nicht durchgedrückt, haben nicht mutig genug von hinten heraus gespielt und sind so nicht in unsere gewohnten Abläufe gekommen", ärgerte sich Kiels Außenspieler Dominick Drexler.

Kiels Coach Markus Anfang kommentierte: "Wir hatten genügend Torchancen, haben uns aber leider nicht mehr belohnt. Aber die Jungs haben es am Ende sehr gut gemacht. Zu Beginn hat es eine Zeitlang gedauert, bis wir uns diesem Tempo angepasst haben, aber wir haben gesehen, dass wir mit der richtigen Überzeugung durchaus einiges möglich machen können."

Sein Kollege Bruno Labbadia meinte: "Wir waren in den letzten 20 Minuten zu hektisch und haben die Kontrolle abgegeben. Vorher haben wir das Spiel der Kieler aber sehr gut unterbunden und uns auch selbst sehr gut bewegt und viel Druck mit dem Ball gemacht. Insgesamt haben wir es aber vom Spielerischen her sehr gut gemacht."

Wolfsburg drückt und trifft

Die zuletzt oft so enttäuschenden Wolfsburger gingen mit viel Leidenschaft in das erste der beiden Endspiele um den Klassenerhalt. Der Bundesligist griff früh an und spielte bei eigenem Ballbesitz engagiert nach vorne. Schon in der 13. Minute wurden die "Wölfe" dafür belohnt, als Divock Origi von einer unglücklichen Abwehr von Kiels Torhüter Kenneth Kronholm profitierte und abstaubte.

Auch beim zweiten Wolfsburger Tor durch Josip Brekalo (40.) sah der Schlussmann nicht richtig gut aus. Der Knaller aus 20 Metern war zwar hart geschossen, wirkte aber nicht unhaltbar.

Drexler mit sehenswertem Dribbling

Kurz zuvor hatte Kingsley Schindler den Ausgleich erzielt - ein Auswärtstor, das im Rückspiel am Montag (21.05.18) noch wichtig werden könnte. Schindler profitierte dabei von der überragenden Vorarbeit von Dominick Drexler, der an der Torauslinie zwei Wolfsburger ausgedribbelt hatte und dann klug zu Schindler passte (34.).

Ansonsten blieben die Offensivaktionen der Kieler zunächst überschaubar - zu stark spielte der VfL Wolfsburg auch nach der Pause. So wie in der 56. Minute, als sich der sehr auffällige Origi den Ball erkämpfte und perfekt auf Yunus Malli durchsteckte. Der umkurvte Torhüter Kronholm: 3:1.

Kieler Großchancen in der Schlussphase

Und Wolfsburg blieb das spielbestimmende Team, drängte gar auf das nächste Tor. Doch Kiel kam ab der 70. Minute urplötzlich immer wieder gefährlich nach vorne - etwa bei einem Schuss von Alexander Mühling (71.), einem Kopfball von Aaron Seydel (74.) oder einem Gewühl vor dem VfL-Tor (78.).

Später scheiterten Marvin Ducksch und kurz darauf Seydel sogar völlig freistehend (82., 83.). Wolfsburg wirkte angeschlagen und hatte am Ende richtig Glück, dass es beim 3:1-Erfolg blieb. Das Rückspiel ist trotzdem noch mit Spannung zu erwarten - Kiel wird mit Sicherheit nochmal den "Wölfen" alles abverlangen.

Statistik

Fußball · Bundesliga - Relegation 2017/2018

Donnerstag, 17.05.2018 | 20.30 Uhr

Wappen VfL Wolfsburg

VfL Wolfsburg

Casteels – William, Knoche, Brooks, Uduokhai – Guilavogui – Malli (86. Camacho), Arnold – Steffen (81. Blaszczykowski), Brekalo – Origi (90.+1 Dimata)

3
Wappen Holstein Kiel

Holstein Kiel

Kronholm – P. Herrmann, Schmidt, Czichos, van den Bergh – Peitz (61. Mühling) – K. Schindler, Kinsombi, Drexler, Lewerenz (61. Seydel) – Ducksch

1

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 1:0 Origi (13.)
  • 1:1 K. Schindler (34.)
  • 2:1 Brekalo (40.)
  • 3:1 Malli (56.)

Zuschauer:

  • 28.800

Schiedsrichter:

  • Deniz Aytekin (Oberasbach)

Stand: Donnerstag, 17.05.2018, 22:25 Uhr

Thema in: Sport aktuell, Deutschlandfunk, Donnerstag, 17.05.2018, ab 22.50 Uhr

sid/dpa | Stand: 17.05.2018, 22:51

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