Bayern versenkt Nürnberg

Bayerns Robert Lewandowski bejubelt seinen ersten Treffer gegen den 1. FC Nürnberg

FC Bayern München - 1. FC Nürnberg 3:0

Bayern versenkt Nürnberg

Der FC Bayern funktioniert wieder. Mit dem klaren Sieg gegen einen erstliga-untauglichen 1. FC Nürnberg beendeten die Münchner auch ihre Misere nach drei Monaten ohne Heimerfolg in der Bundesliga.

Der deutsche Rekordmeister gewann beim 3:0 (2:0) gegen den erschreckend schwachen 1. FC Nürnberg ohne Mühe. Torjäger Robert Lewandowski (9., 27.) brachte die Bayern mit seinen Saisontoren Nummer acht und neun auf die Siegerstraße. Franck Ribery (56.), der zum ersten Mal traf, sorgte nach der Pause für die Vorentscheidung.

Nürnberg mutlos, fast schon ängstlich

Anfangs sah es noch nach einem Geduldspiel für die Münchner aus. Nürnberg wartete mit zwei Viererketten tief in der eigenen Hälfte auf Fehler des Rekordmeisters. Weil diese aber weitgehend ausblieben, kam der Club kaum in Kontersituationen. Insgesamt war das Spiel der Gäste geprägt von Mutlosigkeit, hart an der Grenze zur Angst.

"Es ist auf dem Platz nicht so einfach, wie es von außen ausschaut. Fast jeder spielt zum ersten Mal gegen den FC Bayern in deren Arena", sagte Nürnbergs Verteidiger Lukas Mühl und begründete damit das zum Teil ängstliche Auftreten seiner Mitspieler. "Wir haben heute nicht unser Spiel auf den Platz gebracht", sagte Nürnbergs Trainer Michael Köllner in der ARD-Sportschau. "Nach dem 0:1 ist eine Lawine nach der anderen angerollt. Wir sind froh, dass wir mit 0:3 noch einigermaßen glimpflich davongekommen sind."

"Positive Ergebnisse sind immer wichtig für Sportler"

"Wichtig war, dass wir endlich auch mal zu null gespielt haben und eine Führung nicht abgegeben haben oder durch einen Gegentreffer unruhig geworden sind. Positive Ergebnisse sind immer wichtig für Sportler", reagierte Bayern-Trainer Niko Kovac in der Sportschau zufrieden auf die Leistung seiner Mannschaft.

Die Folge des mutlosen Nürnberger Spiels war eine fast erdrückende Münchner Dominanz, obwohl die Bayern keinesfalls vor Ideenreichtum sprühten. Nach einer Ecke von Joshua Kimmich nutzte Lewandowski das zu zögerliche Herauslaufen von Club-Torhüter Fabian Bredlow mit dem Kopf zur Führung. Nach einem Lattenknaller von Leon Goretzka legte der Pole per Abstauber nach.

Nürnbergs Mühl: "Gegen so einen Gegner müssen wir einfach dazulernen"

Sportschau | 08.12.2018 | 02:04 Min.

Köllners Maßnahmen verpuffen

Nürnbergs Coach Köllner stellte nach Wiederbeginn um und beorderte den schnellen Virgil Misidjan nach vorne, Sebastian Kerk rückte an dessen Stelle auf die linke Seite. Doch die Maßnahme verpuffte, weil bis in die Spitze viel zu selten mal ein Ball kam. Stattdessen leitete der unglückselige Bredlow mit einem verunglückten Schlag auf Serge Gnabry das nächste Gegentor ein. Den Schuss des Nationalspielers konnte Bredlow zwar parieren, gegen Riberys Nachschuss war er aber machtlos. 

Die Bayern dürften mit der gezeigten Leistung zufrieden sein. Mehr Harmonie, ein flüssigeres Kombinationsspiel und eine klarere Aufgabenverteilung im Spiel sorgten für freundliche Gesichter auch bei Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß auf der Ehrentribüne. Die Automatismen auf dem Platz sind zurück.

Nürnberg, das jetzt seit acht Spielen sieglos ist, präsentierte sich kaum bundesligatauglich. Schon am Freitag (14.12.2018) können die Franken zuhause gegen den VfL Wolfsburg zurück in die Spur finden. Die Bayern schossen sich für das "Finale" um den Gruppensieg in der Champions League am Mittwoch (12.12.) bei Ajax Amsterdam warm. In der Bundesliga müssen sie am Samstag nach Hannover.

Fußball · Bundesliga · 14. Spieltag 2018/2019

Samstag, 08.12.2018 | 15.30 Uhr

Wappen SC Freiburg

SC Freiburg

Schwolow – Kübler, Gulde, Heintz, Günter – R. Koch, Haberer – J. Gondorf (90.+1 Ravet), L. Waldschmidt (89. Höler), Frantz (73. Terrazzino) – Petersen

3
Wappen RB Leipzig

RB Leipzig

Gulacsi – Klostermann, Konaté, Upamecano, Halstenberg – Demme – Sabitzer (84. Saracchi), Matheus Cunha (73. Augustin), Kampl (64. Laimer) – Poulsen, Werner

0

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 1:0 Petersen (12.)
  • 2:0 L. Waldschmidt (45.+1/Foulelfmeter)
  • 3:0 Frantz (52.)

Strafen:

  • gelbe Karte Klostermann (1 )
  • gelbe Karte Upamecano (3 )
  • gelbe Karte L. Waldschmidt (1 )

Zuschauer:

  • 23.800

Schiedsrichter:

  • Tobias Welz (Wiesbaden)

Vorkommnisse:

  • Foulelfmeter (Freiburg) nach Videobeweis (45.).

Stand: Samstag, 08.12.2018, 17:25 Uhr

Wappen SC Freiburg

SC Freiburg

Wappen RB Leipzig

RB Leipzig

Tore 3 0
Schüsse aufs Tor 8 5
Ecken 3 12
Abseits 3 2
gewonnene Zweikämpfe 111 107
verlorene Zweikämpfe 107 111
gewonnene Zweikämpfe 50,92 % 49,08 %
Fouls 9 16
Ballkontakte 520 653
Ballbesitz 44,33 % 55,67 %
Laufdistanz 118,74 km 112,5 km
Sprints 168 194
Fehlpässe 76 93
Passquote 72,06 % 77,64 %
Flanken 12 20
Alter im Durchschnitt 26,8 Jahre 23,5 Jahre

dpa, sid, red | Stand: 08.12.2018, 17:22

Bundesliga | Tabelle

RangTeamSP
1.Bor. Dortmund1436
2.Bor. M´gladbach1429
3.Bayern München1427
4.RB Leipzig1425
5.Eintr. Frankfurt1423
 ...  
16.VfB Stuttgart1411
17.Hannover 961410
18.Fort. Düsseldorf149
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