Leverkusen stürmt in die Champions League

Bayer Leverkusen - Hertha BSC 2:1 (2:1)

Leverkusen stürmt in die Champions League

Bayer Leverkusen hat das Topspiel gegen den kriselnden Verfolger Hertha BSC mit 2:1 (2:1) gewonnen und vorzeitig das letzte Direkt-Ticket für die Königsklasse gelöst.

Julian Brandt (2.) und Lars Bender (16.) nutzten zwei Hertha-Patzer zu Leverkusens siebtem Sieg in Folge. Das Team von Trainer Roger Schmidt stellte damit den Vereinsrekord aus den Jahren 2001 und 2015 ein. Vedad Ibisevic (21.) erzielte in einer munteren Begegnung den Anschlusstreffer. Für Leverkusens Coach Roger Schmidt war der Sieg und die vorzeitige Champions-League-Qualifikation "eine Riesenerleichterung nach dieser sehr anstrengenden Saison". Jetzt können man die letzten beiden Spiele entspannt angehen, sagte Schmidt. Selbst bei Niederlagen in den verbleibenden beiden Partien gegen Borussia Mönchengladbach und Ingolstadt ist die Werkself nicht mehr vom dritten Platz zu verdrängen und nimmt damit zum vierten Mal in Folge an der Champions League teil.

Brandt schießt Leverkusen früh in Führung

"Wir sind überglücklich. Es zwei Spiele vor Saisonende klarzumachen, ist eine sehr gute Leistung", freute sich Torschütze Brandt. In der ausverkauften Arena hatte der Youngster seinem Team einen Traumstart beschert: Nach nur 76 Sekunden nutzte Brandt ein Zuspiel von Charles Aránguiz und schoss aus halblinker Position ins lange Eck ab. Ein Stellungsfehler von Hertha-Profi Peter Pekarik begünstigte Brandts sechsten Treffer im sechsten Spiel in Folge. Allerdings war der Szene eine Regelwidrigkeit von Karim Bellarabi vorangegangen: Bei seinem Einwurf hatte er einen Fuß in der Luft und mit dem anderen stand er deutlich im Spielfeld. Schiedsrichter Tobias Stieler ahndete den Verstoß aber nicht.

Die Hertha war nach dem frühen Schock zwar um ein geordnetes Spiel bemüht, gegen die danach früh attackierenden und in den Zweikämpfen aggressiveren Hauherren brachten die Berliner zunächst wenig zustande und kassierte nach einer weiteren Unachtsamkeit in der Abwehr das 2:0. Bei einem Freistoß ging die Hertha-Abwehr nicht konsequent zu Werke, Bayer-Kapitän Bender war im Fünfmeterraum am reaktionsschnellsten und stocherte den Ball aus kurzer Distanz ins Tor.

Ibisevic bringt Hertha zurück ins Spiel

Den bis dato schwachen Herthanern schien nun eine herbe Pleite zu drohen, doch fast aus dem Nichts nutzte Ibisevic fünf Minuten später eine Flanke von Pekarik per Kopf zum Anschlusstreffer. Nach dem turbulenten Beginn ließen es beide Teams etwas ruhiger angehen, Leverkusen kontrollierte das Spiel aber mit Passgenauigkeit und viel Übersicht. Bis zur Pause erspielten sie sich aber nur noch zwei gute Chancen: In der 30. Minute lenkte Hertha-Schlussmann Rune Jarstein nach einem Schuss aus 16 Metern von Aránguiz den Ball mit den Fingerspitzen gerade noch um den Pfosten . Auch nach der Pause zeichnete er sich noch mal aus, als Bellarabi rechts heranstürmte und aus spitzen Winkel abzog und Jarstein richtig stand.

Umgekehrt bereiteten die Berliner der neuformierte Bayer-Abwehr mit Weltmeister Christoph Kramer als Innen- und Bender als Rechtsverteidiger nicht viel Arbeit. Keeper Bernd Leno, der kurz vor der Partie erklärt hatte, dass er ein weiteres Jahr in Leverkusen bleiben wird verbrachte einen weitgehend ruhigen Abend. Ibisevic probierte es in der 64. Minute noch mal mit einem Distanzschuss, konnte damit aber Leno nicht wirklich herausfordern. Kurz zuvor hatte Niklas Stark den Ball freistehend aus zehn Metern über das Tor (55.) befördert. Das war der Startschuss zu einer druckvollen Schlussphase der Berliner, denen am Ende jedoch die letzte Konsequenz vor dem Tor fehlte.

Dardai: Hätten Unentschieden verdient gehabt

Berlin hat vor den beiden verbleibenden Partien zuhause gegen Darmstadt und in Mainz zumindest die Europa-League-Teilnahme bereits sicher. "Ich glaube, das hat etwas mit dem positiven Druck wegen der Champions League zu tun", analysierte Hertha-Coach Pal Dardai die schwache Leistung in der Anfangsphase. "Nach dem 0:2 machen wir ein gutes Spiel, ein Unentschieden hätten wir verdient gehabt."

Fußball · Bundesliga · 32. Spieltag 2015/2016

Samstag, 30.04.2016 | 18.30 Uhr

Wappen Bayer 04 Leverkusen

Bayer 04 Leverkusen

Leno – L. Bender, Ramalho, Kramer, Henrichs – Aranguiz, Kampl – Bellarabi, Calhanoglu (90. Kruse), Brandt (75. Kießling) – Chicharito (90. Toprak)

2
Wappen Hertha BSC

Hertha BSC

Jarstein – Pekarik, Langkamp, Lustenberger, Plattenhardt – Weiser, N. Stark, Skjelbred (77. Baumjohann), Cigerci – Ibisevic, Kalou (57. Haraguchi)

1

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 1:0 Brandt (2.)
  • 2:0 L. Bender (16.)
  • 2:1 Ibisevic (21.)

Strafen:

  • gelbe Karte Langkamp (8 )
  • gelbe Karte Ibisevic (4 )
  • gelbe Karte N. Stark (2 )
  • gelbe Karte Plattenhardt (5 )
  • gelbe Karte Lustenberger (4 )
  • gelbe Karte Bellarabi (5 )
  • gelbe Karte Weiser (6 )

Zuschauer:

  • 30.210

Schiedsrichter:

  • Tobias Stieler (Hamburg)

Stand der Statistik: Samstag, 30.04.2016, 20:24 Uhr

Wappen Bayer 04 Leverkusen

Bayer 04 Leverkusen

Wappen Hertha BSC

Hertha BSC

Tore 2 1
Schüsse aufs Tor 8 3
Ecken 6 4
Abseits 4 2
gewonnene Zweikämpfe 96 79
verlorene Zweikämpfe 79 96
gewonnene Zweikämpfe 54,86 % 45,14 %
Fouls 13 20
Ballkontakte 628 599
Ballbesitz 51,18 % 48,82 %
Laufdistanz 116,69 km 116,28 km
Sprints 219 200
Fehlpässe 93 98
Passquote 78,57 % 75,25 %
Flanken 4 10
Alter im Durchschnitt 25,4 Jahre 27,3 Jahre

red/dpa/sid | Stand: 30.04.2016, 20:22

Bundesliga | Tabelle

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17.1. FC Köln117
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