RB Leipzigs Offensivfeuerwerk überfordert Mainz 05

Leipzig demontiert Mainz

RB Leipzig - 1. FSV Mainz 05 8:0

RB Leipzigs Offensivfeuerwerk überfordert Mainz 05

RB Leipzig hat sich mit einem zweiten Tor-Spektakel innerhalb von vier Tagen endgültig aus der Mini-Krise geschossen. Stürmer Timo Werner überragte mit drei Toren und drei Vorlagen.

Nach der 6:1-Gala im Pokal beim VfL Wolfsburg gewann das Team von Trainer Julian Nagelsmann durch das furiose 8:0 (5:0) am Samstag (02.11.2019) gegen den FSV Mainz 05 nach zuvor vier Spielen ohne Sieg auch wieder in der Bundesliga.

Es war der höchste Sieg der noch jungen Leipziger Geschichte im deutschen Fußball-Oberhaus. "Es ist unglaublich, wir konnten selbst kaum fassen, was hier passiert", analysierte Werner nach Abpfiff das Geschehene.

Mainz von Anfang an überfordert

Dass es ein ungemütlicher Nachmittag für Mainz 05 werden könnte, deutete sich bereits in Spielminute fünf an: Marcel Sabitzer verwertete aus kurzer Distanz ein flaches Zuspiel von Werner zur 1:0-Führung für die Hausherren.

Zentner: "Wir haben von allem zu wenig gezeigt"

Sportschau 02.11.2019 01:31 Min. Verfügbar bis 02.11.2020 ARD

Mainz ließ das nötige Zweikampfverhalten gegen die technisch und kämpferisch hervorragend agierenden Leipziger vermissen, war viel zu weit weg von den RB-Aktivposten. Ein zwischenzeitliches Aufbäumen des FSV, als RB-Torhüter Peter Gulacsi nach einer Ecke sein Team vor dem Ausgleich bewahren musste (23.), wurde direkt wieder im Keim erstickt. Werner traf nach Vorarbeit von Christopher Nkunku zum 2:0 (30.).

Stehende Ovationen für RB Leipzig zur Pause

Nur fünf Minuten später tauschten Werner und Nkunku dann die Rollen, der Franzose vollendete gänzlich unbedrängt per Distanzschuss zum 3:0. Gegen völlig hilfose Mainzer besorgte wenig später Marcel Halstenberg das vierte Leipziger Tor (39.). Mainz-Trainer Sandro Schwarz stellte daraufhin um, nahm Stürmer Ádám Szalai raus und brachte mit Danny Latza einen Defensivmann (40.).

Nagelsmann: "Weiter zielführend gespielt", um Kräfte zu schonen Sportschau 02.11.2019 01:02 Min. Verfügbar bis 02.11.2020 Das Erste

Dennoch traf kurz vor dem Pausentee Yussuf Poulsen noch per Abstauber zum 5:0 (44.) - die höchste Pausenführung der RB-Geschichte. Mainz-Torwart Robin Zentner hatte genug, stauchte sein Team zusammen. "Es tut extrem weh, so viele Gegentore zu bekommen", äußerte sich Zentner nach Spielende am Sportschau-Mikrofon und ergänzte: "Wir sind gar nicht in die Zweikämpfe gekommen, haben von allem zu wenig gezeigt." Die Leipziger Fans erhoben sich schon zur Halbzeit von ihren Plätzen und feierten ihre Mannschaft.

Werner überragt als Offensivmotor

Davon angestachelt, machte RB in Hälfte zwei weiter. Werner kam wieder mit Tempo über die linke Seite und drosch den Ball ins lange Eck (48.). Zwei Minuten später fand der Stürmer mit einer traumhaften Flanke den Kopf von Nordi Mukiele, der das 7:0 besorgte. Damit übertrumpfte sich RB selbst, der bisherige Rekordsieg in der Bundesliga war das 6:0 gegen Nürnberg vom 7. Oktober 2018.

Drei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit krönte der Nationalstürmer dann seine Leistung mit dem dritten Treffer und stellte die Anzeigetafel auf 8:0 für Leipzig. Drei Tore, drei Vorlagen, zweimal der vorletzte Pass - Werner war der Mann des Abends. "Es war wahrscheinlich das beste Spiel meiner Karriere. Es lief heute alles zusammen", freute sich Werner.

Für die überforderten Mainzer war es die höchste Bundesliga-Niederlage der Klubgeschichte. Ob es überhaupt sinnvoll ist, diese zu analysieren, wusste Zentner nicht so recht: "Wir müssen das so schnell wie möglich abhaken." "Ich will jetzt nicht groß in die Tiefenanalyse reingehen. Die letzte Haltung hat einfach komplett gefehlt, die Tore zu verteidigen.", pflichtete Trainer Schwarz seinem Torhüter bei.

Leipzig mit Rückenwind nach St. Petersburg

Leipzig reist nun mit viel Schwung zum Auswärtsspiel in der Champions League am kommenden Dienstag (05.11.2019, 18.55 Uhr) bei Zenit St. Petersburg, bevor es in der Liga am Samstag (15.30 Uhr) bei Hertha BSC um Punkte geht. Der FSV empfängt am Samstag (15.30 Uhr) Union Berlin.

Fußball · Bundesliga · 10. Spieltag 2019/2020

Samstag, 02.11.2019 | 15.30 Uhr

Wappen RB Leipzig

RB Leipzig

Gulacsi – Mukiele, Klostermann, Upamecano (52. Ampadu), Halstenberg – Laimer (46. Haidara), Demme – Sabitzer (62. Matheus Cunha), Nkunku – Poulsen, Werner

8
Wappen 1. FSV Mainz 05

1. FSV Mainz 05

Zentner – Pierre-Gabriel, St. Juste, Hack, Martín – Kunde Malong (54. Brosinski) – Öztunali, R. Baku – Boetius (74. Onisiwo) – Szalai (39. Latza), Quaison

0

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 1:0 Sabitzer (5.)
  • 2:0 Werner (30.)
  • 3:0 Nkunku (35.)
  • 4:0 Halstenberg (39.)
  • 5:0 Poulsen (44.)
  • 6:0 Werner (48.)
  • 7:0 Mukiele (50.)
  • 8:0 Werner (87.)

Strafen:

  • gelbe Karte Pierre-Gabriel (1 )

Zuschauer:

  • 38.517

Schiedsrichter:

  • Guido Winkmann (Kerken)

Stand der Statistik: Samstag, 02.11.2019, 17:21 Uhr

Wappen RB Leipzig

RB Leipzig

Wappen 1. FSV Mainz 05

1. FSV Mainz 05

Tore 8 0
Schüsse aufs Tor 12 2
Ecken 3 4
Abseits 0 2
gewonnene Zweikämpfe 74 77
verlorene Zweikämpfe 77 74
gewonnene Zweikämpfe 49,01 % 50,99 %
Fouls 10 7
Ballkontakte 879 491
Ballbesitz 64,16 % 35,84 %
Laufdistanz 114,81 km 110,22 km
Sprints 234 233
Fehlpässe 66 58
Passquote 90,53 % 80,27 %
Flanken 12 5
Alter im Durchschnitt 23,7 Jahre 25,7 Jahre

red/dpa/sid | Stand: 02.11.2019, 17:20

Bundesliga | Tabelle

RangTeamSP
1.Bor. M´gladbach1125
2.RB Leipzig1121
3.Bayern München1121
4.SC Freiburg1121
5.1899 Hoffenheim1120
 ...  
16.1. FSV Mainz 05119
17.1. FC Köln117
18.SC Paderborn 07114
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