Leipzig versagen gegen Frankfurt die Nerven

Leipzigs Yussuf Poulsen (li.) und Frankfurts Evan N´Dicka kämpfen um den Ball.

RB Leipzig - Eintracht Frankfurt 0:0

Leipzig versagen gegen Frankfurt die Nerven

RB Leipzig hat im Kampf um die Champions-League-Plätze einen Sieg gegen Verfolger Eintracht Frankfurt verpasst. Die Sachsen ließen trotz großer Chancen wichtige Punkte liegen, verteidigten aber immerhin ihr Fünf-Punkte-Polster auf die Hessen.

In dem überwiegend wilden Spiel, in dem beide Teams auf eine kontrollierte Offensive keinen Wert legten, hielten die Leipziger die Frankfurter "Büffelherde" mit Ante Rebic, Sébastien Haller und Luka Jovic im Griff. Das Frankfurter Sturm-Trio kam diesmal kaum zur Entfaltung.

"Das ganze Team hat sehr gut nach hinten gearbeitet und wir haben fast nichts zugelassen", lobte Leipzigs Stefan Ilsanker die defensive Leistung seiner Mitspieler. "Wir hätten uns mit drei Punkten belohnen müssen. Aber der Ball wollte heute einfach nicht rein", gab sich Leipzigs Emil Forsberg enttäuscht.

"Wie wir nach der Pause auf das Tempo gedrückt haben, das war richtig klasse. Chancen hatten wir genug, um das Spiel zu entscheiden. Deshalb habe ich gemischte Gefühle. Es war ein gutes Spiel, aber es hätten drei Punkte sein können", sagte RB-Trainer Ralf Rangnick.

Wegen des hohen Tempos fehlt die Präzision

Beide Mannschaften agierten mit einer ähnlichen taktischen Grundausrichtung: Hinten setzten die Trainer auf eine Dreierkette, vorne auf überfallartige Angriffe, wobei das Mittelfeld oft mit langen Bällen überspielt wurde. So entstand ein abwechslungsreiches Spiel, es ging ständig hin und her. Mit dieser Art Fußball kamen beide Teams zwar zu Chancen, doch aufgrund des hohen Tempos fehlte es zunächst an der Präzision. Eintracht-Verteidiger Martin Hinteregger (16., 19. und 39.) verteidigte dreimal mit großem Einsatz eine RB-Führung.

Rode: "Es war ein Abnutzungskampf"

Sportschau 09.02.2019 01:02 Min. Verfügbar bis 09.02.2020 ARD

"Leipzig ist eine Mannschaft, die dich überrollen kann. Deswegen haben wir heute etwas Anderes versucht. Wir wollten kein Risiko eingehen. Das war ein Mittel. Ob es das beste war, weiß ich nicht, aber es hat geholfen", gewährte Eintracht-Keeper Kevin Trapp in der Sportschau einen Einblick in den Frankfurter Matchplan, die Leipziger mit vielen langen Bällen zu überspielen und sich dadurch dem Pressing des Gegners zu entziehen.

Leipziger deutlich gefährlicher

Bei den Frankfurtern lauerte das Sturm-Trio Haller, Jovic und Rebic immer wieder auf lange Bälle, doch die drei Leipziger Innenverteidiger fingen diese meistens geschickt ab. Auch nach dem Seitenwechsel suchten die Teams ohne große Ballkombinationen den Weg nach vorne, wobei die Leipziger dabei deutlich gefährlicher waren. Doch ein Kopfball von Marcel Halstenberg (51.) landete nur auf dem Tor, beim Torabschluss mit der Hacke von Kapitän Willi Orban rettete Gelson Fernandes per Kopf auf der Linie (61.). Beim anschließenden Kopfball von Werner fehlten nur wenige Zentimeter. Und Marcel Sabitzer traf nur den Pfosten (67.).

Rangnick mit dem Spiel "nicht zu 100 Prozent zufrieden" Sportschau 09.02.2019 00:45 Min. Verfügbar bis 09.02.2020 Das Erste

"Leipzig war die bessere Mannschaft mit mehr Torchancen. Nach vorne hat mir unser Spiel nicht gefallen, wir konnten uns überhaupt nicht durchsetzen. Deswegen kann ich mit dem einen Punkt gut leben", sagte Frankfurts Coach Adi Hütter.

Gacinovic kurz vor Schluss noch mit der Siegchance

Die Frankfurter hatten nun deutlich mehr Mühe, die Angriffe des Gegners in den Griff zu bekommen, zudem wurden Frankfurter Entlastungsangriffe immer weniger. Kurz vor Schluss hätte der eingewechselte Mijat Gacinovic dann aber fast doch noch den glücklichen Frankfurter Siegtreffer erzielt (88.). Der Serbe traf aber nur das Außennetz.

Am nächsten Samstag (16.2.19) muss Leipzig zum VfB Stuttgart reisen, während die Hessen einen Tag später Borussia Mönchengladbach empfangen.  

Fußball · Bundesliga · 21. Spieltag 2018/2019

Samstag, 09.02.2019 | 15.30 Uhr

Wappen RB Leipzig

RB Leipzig

Gulacsi – Klostermann, Mukiele, Ilsanker, Orban, Halstenberg – Demme – Sabitzer (90.+1 Adams), Laimer (67. Forsberg) – Poulsen, Werner (85. Matheus Cunha)

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Wappen Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt

Trapp – Hinteregger, Hasebe, N'Dicka – G. Fernandes, Rode (59. Gacinovic) – da Costa, Kostic – Jovic – Haller, Rebic (77. Willems)

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Fakten und Zahlen zum Spiel

Strafen:

  • gelbe Karte Orban (4 )
  • gelbe Karte Laimer (5 )
  • gelbe Karte G. Fernandes (7 )
  • gelbe Karte Ilsanker (4 )
  • gelbe Karte Sabitzer (6 )
  • gelbe Karte Willems (2 )

Zuschauer:

  • 38.330

Schiedsrichter:

  • Guido Winkmann (Kerken)

Stand der Statistik: Samstag, 09.02.2019, 17:28 Uhr

Wappen RB Leipzig

RB Leipzig

Wappen Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt

Tore 0 0
Schüsse aufs Tor 0 2
Ecken 7 4
Abseits 1 5
gewonnene Zweikämpfe 163 145
verlorene Zweikämpfe 145 163
gewonnene Zweikämpfe 52,92 % 47,08 %
Fouls 9 10
Ballkontakte 658 573
Ballbesitz 53,45 % 46,55 %
Laufdistanz 114,18 km 113,36 km
Sprints 252 241
Fehlpässe 92 91
Passquote 75,07 % 69,87 %
Flanken 12 9
Alter im Durchschnitt 24,6 Jahre 26,3 Jahre

sid/dpa/red | Stand: 09.02.2019, 17:22

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