Leipzig stürzt Bremen noch tiefer in die Krise

Leipzig jubelt über ein Tor gegen Bremen

RB Leipzig - Werder Bremen 3:0

Leipzig stürzt Bremen noch tiefer in die Krise

RB Leipzig hat im Titelrennen der Fußball-Bundesliga geliefert und Werder Bremen noch tiefer in die Krise gestürzt.

Die Leipziger setzten sich am Samstag (15.02.2020) zu Hause gegen desolate Bremer völlig verdient mit 3:0 (2:0) durch. In der ausverkauften Leipziger Arena erzielten Lukas Klostermann (18.), Patrik Schick (39.) und Nordi Mukiele (46.) die Tore für die überlegenen Sachsen.

Durch den ersten Sieg nach zuvor vier Pflichtspielen ohne Dreier holte sich RB neues Selbstvertrauen für die Champions League. In der Königsklasse muss Leipzig am Mittwoch (19.02.2020) im Achtelfinal-Hinspiel bei Tottenham Hotspur antreten.

Eggestein: "Mehr Druck als jetzt können wir nicht haben"

Sportschau 15.02.2020 02:53 Min. Verfügbar bis 15.02.2021 ARD

Für Werder Bremen sieht es in der Liga mit weiterhin 17 Punkten äußerst düster aus. Die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt lieferte einen spielerischen Offenbarungseid ab und kassierte die achte Niederlage aus den vergangenen neun Ligaspielen. Die Debatte um eine Entlassung des beliebten Trainers dürfte noch einmal an Dynamik gewinnen.

Kohfeldt: "Wir haben uns gewehrt" Sportschau 15.02.2020 01:13 Min. Verfügbar bis 15.02.2021 Das Erste

Eggestein: "Fehler klar ansprechen"

Bremens Mittelfeldspieler Maximilian Eggestein gab nach der Partie am Sportschau-Mikrofon zu: "Die Anfangsphase war völlig in Ordnung, aber wir kriegen dann einfache Gegentore durch zwei Standards - das darf uns einfach nicht passieren. Aber wir müssen auch mehr Chancen rausspielen, sonst können wir kein Spiel gewinnen. Mut macht, dass wir noch zwölf Spiele haben - wichtig ist, dass wir zusammenstehen und die Fehler klar ansprechen."

Nagelsmann zufrieden: "Hatten Bremen gut im Griff"

Sportschau 15.02.2020 02:38 Min. Verfügbar bis 15.02.2021 ARD

RB-Trainer Julian Nagelsmann war einverstanden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: "Es war eine souveräne Leistung. Wir haben jetzt kein Feuerwerk abgebrannt, aber Bremen gut im Griff gehabt und auch mal wieder Tore nach Standards gemacht. Insgesamt hatten wir eine gute Gier beim Verteidigen - der Gegner hatte fast keine gefährliche Situation. Nach dem 3:0 hätten wir es uns noch ein bisschen einfacher machen können, Körner im Hinblick auf Mittwoch zu sparen. Aber es war okay, die Jungs haben auch noch etwas nach vorne versucht. Jetzt geht es ums Regenieren und dann darf sich auch eine gute Vorfreude auf Tottenham entwickeln."

Nach vorne fast nichts

Bei Bremen rückte Gebre Selassie nach überstandener Oberschenkelverletzung auf die rechte Abwehrseite, Maximilian Eggestein und Davy Klaassen sollten von der Sechserposition aus das Spiel gestalten, fanden aber keine Mittel. Ein Weitschuss von Friedl (33.), der knapp übers Tor strich, war lange die einzige Torchance. Leipzigs Coach Julian Nagelsmann ließ Spielmacher Emil Forsberg zunächst wieder auf der Bank, Winter-Neuzugang Dani Olmo erhielt den Vorzug.

Die Gastgeber spielten konsequent über die Flügel, kamen ziemlich einfach in den Rücken der Bremer Dreierkette und hätten schon in der ersten Halbzeit deutlich höher führen können. Für die Tore benötigten die Gastgeber aber Standardsituationen. Nach einem Freistoß von Angelino verlängerte der starke Schick auf Lukas Klostermann, und der Nationalspieler netzte aus kurzer Distanz ein.

Schlecht bei Standards verteidigt

Noch simpler fiel das 2:0. Nach einer Ecke verschaffte sich Schick am Fünfmeterraum mit einem leichten Schubser gegen Milos Veljkovic den nötigen Platz und köpfte ungehindert ein. Nach der Halbzeit gab Leipzig weiter den Ton an. Ein langer Ball von Konrad Laimer reichte, um die Bremer Abwehr erneut zu überlisten. Niklas Moisander verschätzte sich, und der aufgerückte Mukiele ließ Bremens Keeper Jiri Pavlenka keine Chance.

Werder rappelte sich noch einmal auf und erhöhte endlich das Tempo, doch weitaus gefährlicher blieb Leipzig, das bei den Kontern viel Platz hatte. Nagelsmann schonte in der Folgezeit seine Stammkräfte und nahm Klostermann und Laimer aus dem Spiel. Spieler aus der zweiten Reihe wie Ethan Ampadu und Amadou Haidara erhielten Bewährungschancen, doch große Auswirkungen auf das Spiel hatten die Wechsel nicht. Bremen blieb zu zaghaft und harmlos und muss sich deutlich steigern, um die Klasse zu halten.

Leipzig jetzt in Tottenham

Die Bremer spielen nun nächsten Samstag (22.02.2020) gegen Borussia Dortmund. Für Leipzig geht es nach der Champions-League-Partie in der Bundesliga mit dem Duell beim FC Schalke 04 weiter.

Thema in: Sportschau, Das Erste, Samstag, 15.02.2020, ab 18 Uhr

Fußball · Bundesliga · 22. Spieltag 2019/2020

Samstag, 15.02.2020 | 15.30 Uhr

Wappen RB Leipzig

RB Leipzig

Gulacsi – Klostermann (60. Ampadu), Upamecano, Halstenberg – Mukiele, Laimer (60. Haidara), Sabitzer, Angelino – Olmo (69. Forsberg) – Schick, Werner

3
Wappen Werder Bremen

Werder Bremen

Pavlenka – Veljkovic, Vogt (61. Toprak), Moisander – M. Eggestein, Klaassen – Gebre Selassie, Friedl – Bittencourt (81. J. Eggestein), Osako (65. Sargent), Rashica

0

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 1:0 Klostermann (18.)
  • 2:0 Schick (39.)
  • 3:0 Mukiele (46.)

Strafen:

  • gelbe Karte M. Eggestein (5 )
  • gelbe Karte Upamecano (3 )

Zuschauer:

  • 41.308

Schiedsrichter:

  • Benjamin Cortus (Röthenbach (Pegnitz))

Stand der Statistik: Samstag, 15.02.2020, 17:23 Uhr

Wappen RB Leipzig

RB Leipzig

Wappen Werder Bremen

Werder Bremen

Tore 3 0
Schüsse aufs Tor 4 2
Ecken 8 1
Abseits 4 2
gewonnene Zweikämpfe 86 58
verlorene Zweikämpfe 58 86
gewonnene Zweikämpfe 59,72 % 40,28 %
Fouls 10 12
Ballkontakte 727 682
Ballbesitz 51,6 % 48,4 %
Laufdistanz 120,6 km 119,79 km
Sprints 237 219
Fehlpässe 81 80
Passquote 84,75 % 83,9 %
Flanken 13 5
Alter im Durchschnitt 24,1 Jahre 26,6 Jahre

sid/dpa/red | Stand: 15.02.2020, 18:37

Weitere Themen

Bundesliga | Tabelle

RangTeamSP
1.Bayern München2555
2.Bor. Dortmund2551
3.RB Leipzig2550
4.Bor. M´gladbach2549
5.Bayer Leverkusen2547
 ...  
16.Fort. Düsseldorf2522
17.Werder Bremen2418
18.SC Paderborn 072516
Darstellung: