"Wölfe" beißen in Hamburg zu

Hamburger SV - VfL Wolfsburg 0:1

"Wölfe" beißen in Hamburg zu

Kein drittes Relegations-Drama in Serie, der Klassenerhalt endgültig unter Dach und Fach: Der Hamburger SV kann trotz einer 0:1 (0:0)-Pleite gegen den VfL Wolfsburg beruhigt die Planungen für seine 54. Bundesliga-Saison vorantreiben.

Das Team von Trainer Bruno Labbadia ist von den Kellerteams nicht mehr einzuholen. Auch der VfL behob letzte Zweifel am Klassenverbleib. Der Treffer von Luis Gustavo (73.) genügte dem VfL zudem, um seinen Sinkflug nach vier Pflichtspiel-Niederlagen in Serie zu stoppen. Trotz einer enttäuschenden Saison ohne Europacup-Qualifikation verteidigten die Wölfe ihren Status als Nummer eins im Norden.

"Man hat gesehen, dass die Sicherheit nach sieben Spielen ohne Sieg nicht da war", sagte VfL-Trainer Dieter Hecking. "Mit der Art und Weise in der zweiten Halbzeit war ich absolut einverstanden. Man hat gesehen, dass mit uns zu rechnen ist."

Langer Anlauf bei den Gästen

Die Anfangsviertelstunde gehörte dem HSV, der im Zentrum mit Lewis Holtby und Gojko Kacar bissiger wirkte. Der VfL verhielt sich zu passiv in seiner defensiven Grundausrichtung, kleinere Torchancen wie beim Kopfball von Michael Gregoritsch (12.) waren die Folge. Wolfsburg, mit Youngster Paul Seguin im defensiven Mittelfeld neben dem starken Luis Gustavo, brachte offensiv zunächst gar nichts zustande. Gefährlich wurde es erstmals, als Max Kruse nach scharfer Hereingabe nur knapp am Ball vorbeirutschte (29.). Insgesamt blieb es bis zur Pause ein enttäuschendes Spiel für die Zuschauer. Nur noch Wolfsburgs Abwehrchef Naldo sorgte mit einem abgefälschten Freistoß für etwas Aufregung (44.).

Olic' Abschiedseinsatz

Kurz nach Wiederanpfiff forderte Nationalspieler André Schürrle einen Elfmeter, doch Schiedsrichter Benjamin Brand (Bamberg) ließ korrekterweise weiterspielen. Die Wölfe waren nun das aktivere Team, ohne mit letzter Entschlossenheit auf den Sieg zu drängen. HSV-Trainer Labbadia reagierte und brachte Ivica Olic. Der Publikumsliebling belebte die Offensive und führte sich sogleich mit einem gefährlichen Schuss ans Außennetz ein (67.). Erst Gustavo sorgte nach Eckball in einer Wolfsburger Druckphase für die Entscheidung.

"Uns fehlte die Power über die 90 Minuten. Wolfsburg war nicht so stark in der ersten Halbzeit", sagte Labbadia. "In der zweiten Hälfte hat man die individuelle Qualität aber gesehen. Wir wären gerne mit einem Heimsieg herausgegangen, um uns für die Unterstützung zu bedanken."

HSV ohne Angst ins Saisonfinale

Der Hamburger SV tritt in einer Woche ohne Abstiegsgespenst im Nacken zum Saisonabschluss beim FC Augsburg an, während der VfL Wolfsburg den höchst gefährdeten VfB Stuttgart empfängt.

Statistik

Fußball · Bundesliga · 33. Spieltag 2015/2016

Samstag, 07.05.2016 | 15.30 Uhr

Wappen Hamburger SV

Hamburger SV

Drobny – Sakai, Djourou, E. Spahic, Ostrzolek – Holtby (84. Cleber), Kacar – Gregoritsch (74. Bahoui), Hunt, Ilicevic – Lasogga (64. Olic)

0
Wappen VfL Wolfsburg

VfL Wolfsburg

Casteels – Träsch (55. Caligiuri), Naldo, Dante, Schäfer (78. Guilavogui) – Luiz Gustavo, Arnold – Vieirinha, Seguin, Schürrle – Kruse (90. Dost)

1

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 0:1 Luiz Gustavo (73.)

Zuschauer:

  • 57.000

Schiedsrichter:

  • Benjamin Brand (Gerolzhofen)

Stand: Samstag, 07.05.2016, 18:49 Uhr

red/dpa/sid | Stand: 07.05.2016, 17:27

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