Hoffenheim gnadenlos gegen Wolfsburg

Hoffenheims Nico Schulz bejubelt seinen Treffer.

TSG Hoffenheim - VfL Wolfsburg 3:0

Hoffenheim gnadenlos gegen Wolfsburg

Die TSG Hoffenheim machte gegen die abstiegsgefährdeten Wolfsburger kurzen Prozess und führte die Niedersachsen dabei phasenweise vor.

Bruno Labbadia muss auch nach drei Anläufen weiter auf seinen ersten Sieg als Trainer des VfL Wolfsburg warten. Die Niedersachsen unterlagen am Samstag (10.03.) bei der TSG Hoffenheim mit 0:3 (0:1). Nico Schulz (18.), Serge Gnabry (77.) und ein Eigentor von Josuha Guilavogui (80.) besiegelten die verdiente Pleite der Wolfsburger.

"In der 1. Halbzeit lag das 1:0 ständig in der Luft, da haben wir mit unheimlicher Power gespielt, irgendwann haben wir es dann gemacht. Es war ein hochverdienter Sieg", sagte Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann in der Sportschau: "Natürlich gibt es viele Dinge, mit denen ich überhaupt nicht zufrieden war, aber das muss ich meiner Mannschaft sagen. In so einer Situation macht es keinen Sinn, wenn man eine Generalkritik in der Öffentlichkeit macht", sagte ein enttäuschter Labbadia vor dem Sportschau-Mikrofon.

Auf die Frage, ob es vielleicht eine sinnvolle Maßnahme wäre, einen Mannschaftsabend zu veranstalten, sagte VfL-Kapitän Paul Verhaegh in der Sportschau: "Auf einen Mannschaftsabend habe ich jetzt überhaupt keinen Bock. Nein, wir müssen als Team zusammenbleiben."

Hoffenheim mit hohem Tempo

Die Zuschauer sahen zu Beginn ganz starke Gastgeber. Die Hoffenheimer legten ein hohes Tempo an den Tag. Dabei agierten die Kraichgauer in allen Mannschaftsteilen extrem homogen. Nachdem Gnabry (8.) und Andrej Kramaric (16.) die ersten Chancen noch vergeben hatten, machte es Außenverteidiger Schulz aus kurzer Distanz besser.

Verhaegh: "Die letzte Überzeugung fehlt"

Sportschau | 10.03.2018 | 00:27 Min.

Von den Wolfsburgern war auch Mitte der ersten Hälfte so gut wie nichts zu sehen. Die ungeordneten und überforderten Wölfe reagierten nur, Hoffenheim spielte wie aus einem Guss. Der zweite TSG-Treffer lag in dieser Phase in der Luft, Möglichkeiten gab es jede Menge. So traf Gnabry in der 32. Minute die Latte und vergab kurz darauf per Kopf (34.). Die Mannschaft Labbadias war mit dem knappen Rückstand zur Pause bestens bedient.

Wolfsburg kurz dran am Ausgleich

Kurz nach dem Seitenwechsel war der Spielfluss der Hoffenheimer aufgrund der Unterbrechungen und Wechsel erst einmal dahin. Das spielte Wolfsburg in die Karten. In der 71. Minute hätte Daniel Didavi fast den Ausgleich erzielt. Auf der Gegenseite sorgten Gnabry und VfL-Profi Guilavogui mit einem Eigentor dann für die Entscheidung.

Durch die Niederlage bleibt Wolfsburg punktgleich mit Mainz 05 auf dem Relegationsplatz. Am nächsten Samstag empfangen die Wölfe dann die formstarken Schalker zuhause. Hoffenheim hält durch den Heimsieg Kontakt zu den internationalen Plätzen und trifft am kommenden Spieltag in Mönchengladbach auf einen direkten Konkurrenten.

Statistik

Fußball · Bundesliga · 26. Spieltag 2017/2018

Samstag, 10.03.2018 | 15.30 Uhr

Wappen 1899 Hoffenheim

1899 Hoffenheim

Baumann – Akpoguma, Vogt, B. Hübner – Kaderabek, N. Schulz – Grillitsch (78. Amiri) – L. Rupp, Geiger (43. Polanski) – Gnabry, Kramaric (66. Uth)

3
Wappen VfL Wolfsburg

VfL Wolfsburg

Casteels – Verhaegh, Bruma, Knoche, Rexhbecaj – Guilavogui, Bazoer – Mehmedi, Didavi, Malli (82. Steffen) – Origi (42. Brekalo / 54. Dimata)

0

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 1:0 N. Schulz (18.)
  • 2:0 Gnabry (77.)
  • 3:0 Guilavogui (80./Eigentor)

Strafen:

  • gelbe Karte Polanski (1 )
  • gelbe Karte Bruma (2 )

Zuschauer:

  • 25.550

Schiedsrichter:

  • Manuel Gräfe (Berlin)

Stand: Samstag, 10.03.2018, 17:25 Uhr

red/sid/dpa | Stand: 10.03.2018, 17:22

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