Bremens Abwehr schenkt Hoffenheim hohen Sieg

Die TSG 1899 Hoffenheim freut sich über ein Tor gegen den SV Werder Bremen.

1899 Hoffenheim - Werder Bremen 4:0

Bremens Abwehr schenkt Hoffenheim hohen Sieg

Die "Resterampe" von 1899 Hoffenheim hat eine bittere Fußball-Woche versöhnlich beendet und die Sorgen von Werder Bremen vergrößert. Das Team von Trainer Sebastian Hoeneß gewann am Sonntagabend zum Abschluss des 22. Bundesliga-Spieltags mit 4:0 (2:0) und zog damit in der Tabelle am direkten Rivalen vorbei. 

Vor coronabedingt leeren Rängen erzielten Ihlas Bebou (26. Minute), Christoph Baumgartner (44.), Munas Dabbur (49.) und Georginio Rutter (90.) die Treffer für die Kraichgauer, die nach vier sieglosen Pflichtspielen erstmals wieder einen Erfolg feiern konnten. Hoffenheim liegt nun acht Zähler vor dem Relegationsrang 16, beim Team von Trainer Florian Kohfeldt sind es nach der dritten sieglosen Liga-Partie am Stück nur noch fünf Zähler. 

1899-Coach Sebastian Hoeneß konnte natürlich zufrieden sein: "Das ist von der ersten bis zur letzten Minute eine voll und ganz überzeugende Leistung der Mannschaft heute gewesen", sagte der Trainer gegenüber der Sportschau, "guter Spirit auf dem Platz und dann natürlich die Effizienz, die wir in der letzten Zeit angesprochen haben." Immer wieder hatte sich Hoffenheim in den vergangenen Wochen durch mangelhafte Chancenverwertung selbst um den Sieg gebracht. "Die ersten zwei Tore waren extrem billig. Das ist uns in dieser Saison noch nicht passiert. Das hat unser Spiel zerstört. Die Niederlage ist deutlich und verdient. Mit so einer Leistung wird es gegen jeden Gegner kompliziert", sagte Bremens Theodor Gebre Selassie bei "sky".

Hoffenheim ohne 13 Spieler

Die personell dauerhaft gebeutelte TSG, die diesmal auf insgesamt 13 Spieler verzichten musste, steckte die beiden bitteren Unentschieden gegen Dortmund (2:2 nach Führung) und Molde FK (3:3 nach 3:1) bestens weg und siegte am Ende verdient. Drei Tage nach dem Europa-League-Spiel gegen Norwegens Außenseiter, das coronabedingt im spanischen Villarreal stattfand, motivierte Hoeneß seine Mannschaft trotz der vielen Ausfälle zu einer sehr ordentlichen Leistung.

Die Gäste aus Bremen, die zuvor in sieben Pflichtspielen in Serie nicht mehr als ein Gegentor kassiert hatten, agierten zwar zunächst mutig, wurden aber immer wieder vom hohen Tempo der Hoffenheimer Offensive um Bebou, Baumgartner und Dabbur überrascht.

Bremen startet schwungvoll, trifft aber nicht

Dabei hatte die Kohfeldt-Elf in der Anfangsphase mehr vom Spiel: Der umtriebige Joshua Sargent kam mehrere Male zu Abschlüssen, die für das Gehäuse von Jubilar Oliver Baumann (350. Bundesliga-Spiel) aber ungefährlich blieben.

Als Felix Agu nach einem Zweikampf mit Kasim Adams im Strafraum zu Fall kam (24.), ließ Schiedsrichter Robert Schröder weiterlaufen. Wenige Minuten später war Bebou nach einem Klassezuspiel des starken Diadie Samassekou frei durch und schoss zur Führung ein. Der Videoreferee überprüfte die Szene noch einmal, doch das Tor zählte.

TSG-Trainer Hoeneß: "Voll und ganz überzeugende Leistung"

Sportschau 21.02.2021 02:55 Min. Verfügbar bis 21.02.2022 ARD


Auch nach der Pause Defensivpatzer

Die Kraichgauer ließen nicht nach und legten zum idealen Zeitpunkt - kurz vor der Pause - nach: Mit großer Entschlossenheit setzte sich der dynamische Baumgartner gegen Werders Dreierkette durch und schob mit letzter Kraft an Jiri Pavlenka vorbei zum 2:0 ein.

Nach dem Seitenwechsel patzten die Bremer defensiv gleich wieder: Bebou brach über rechts durch, flankte in die Mitte zu Dabbur, der am Fünfmeterraum problemlos und ungestört vollendete. Drei Gegentore oder mehr hatte Werder zuletzt im November beim 3:5 beim VfL Wolfsburg kassiert. Fortan musste Hoffenheim nicht mehr viel machen und erhöhte durch Debütant Ritter sogar auf 4:0. 

Die Niederlage der Bremer, die einen sehr schlechten Tag erwischten, ging auch in dieser Höhe in Ordnung. "Ich würde das heute als kollektiven Ausfall bezeichnen", sagte SVW-Coach Kohfeldt am ARD-Mikrofon nach dem Spiel, "alles, was uns in den vergangenen Wochen ausgezeichnet hat, war nicht da".

Bremens Kohfeldt: "Kollektiver Ausfall heute"

Sportschau 21.02.2021 02:36 Min. Verfügbar bis 21.02.2022 ARD


Hoffenheim: Rückspiel in der Europa League, Werder muss in der Liga gegen Frankfurt ran

Hoffenheims nächster Gegner in der Liga ist in einer Woche (28.02.21, 13.30 Uhr) auswärts Union Berlin. Aber zuvor hat die Mannschaft noch das Rückspiel in der Europa League gegen FK Molde vor der Brust (25.02.21, 18.55 Uhr). Bremen hingegen eröffnet den 23. Spieltag am Freitagabend (26.02.21, 20.30 Uhr) und hat die bärenstarke Frankfurter Eintracht zu Gast im Weserstadion.

Fußball · Bundesliga · 22. Spieltag 2020/2021

Sonntag, 21.02.2021 | 18.00 Uhr

Wappen 1899 Hoffenheim

1899 Hoffenheim

Baumann – Adams Nuhu, Grillitsch, Richards – Kaderabek (81. Bogarde), Rudy (81. Adamjan), Samassékou, John – Baumgartner (87. Rutter) – Bebou (87. Sessegnon), Dabbur (61. Kramaric)

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Wappen Werder Bremen

Werder Bremen

Pavlenka – Veljkovic (46. Schmid), Toprak, Friedl – Gebre Selassie, Möhwald (56. Füllkrug), Agu – M. Eggestein, Bittencourt (56. Osako) – Sargent (82. Dinkci), Rashica (69. Mbom)

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Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 1:0 Bebou (26.)
  • 2:0 Baumgartner (44.)
  • 3:0 Dabbur (49.)
  • 4:0 Rutter (90.)

Strafen:

  • gelbe Karte Toprak (1 )
  • gelbe Karte Rudy (4 )
  • gelbe Karte Kaderabek (2 )
  • gelbe Karte Friedl (3 )

Schiedsrichter:

  • Robert Schröder (Hannover)

Vorkommnisse:

  • Das Spiel fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Tor von Bebou (Hoffenheim) gegeben nach Videobeweis (26).

Stand der Statistik: Sonntag, 21.02.2021, 19:55 Uhr

Wappen 1899 Hoffenheim

1899 Hoffenheim

Wappen Werder Bremen

Werder Bremen

Tore 4 0
Schüsse aufs Tor 6 1
Ecken 6 3
Abseits 1 5
gewonnene Zweikämpfe 102 110
verlorene Zweikämpfe 110 102
gewonnene Zweikämpfe 48,11 % 51,89 %
Fouls 14 11
Ballkontakte 659 630
Ballbesitz 51,12 % 48,88 %
Laufdistanz 116,27 km 115,19 km
Sprints 191 206
Fehlpässe 69 68
Passquote 84,25 % 83,81 %
Flanken 11 11
Alter im Durchschnitt 25 Jahre 25,6 Jahre

red/sid/dpa | Stand: 21.02.2021, 20:52

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