Durchrotierte Hertha verschafft sich gegen Freiburg Luft

Hertha BSCs Peter Pekarik feiert sein Tor gegen Freiburg

Hertha BSC - SC Freiburg 3:0

Durchrotierte Hertha verschafft sich gegen Freiburg Luft

Von Julian Tilders

Die Mission Klassenerhalt läuft: Hertha BSC hat mit offensiver Spielfreude gegen einen zu unpräzise agierenden SC Freiburg einen wichtigen Sieg in der Fußball-Bundesliga eingefahren. Berlins Trainer Pal Dardai rotierte kräftig - und der Plan ging auf.

Am Donnerstag (06.05.2021) schlugen die Berliner die Gäste aus dem Breisgau in der Nachholpartie des 30. Spieltages mit 3:0 (2:0). Mann des Abends war Nemanja Radonjic, der das zwischenzeitliche 2:0 für die Hauptstädter durch Peter Pekarik (22. Minute) auflegte und später das dritte Tor selbst erzielte (85.). Krzysztof Piatek hatte Berlin in Front gebracht (13.).

Mit dem Sieg baut die Hertha ihre Punkteausbeute in den ersten beiden Nachholspielen nach der Corona-Zwangspause auf vier Zähler aus und springt auf Platz 14. "Hier wächst jetzt etwas zusammen", war sich Trainer Pal Dardai nach der Partie sicher. Der SC Freiburg steht mit 41 Punkten im gesicherten Tabellenmittelfeld.

Berlins Trainer Dardai: "Gute Hertha-Familie gesehen"

Sportschau 06.05.2021 02:09 Min. Verfügbar bis 06.05.2022 ARD Von Dietmar Teige


Dardai rotiert die Hertha-Elf kräftig durch

Der Berliner Trainer setzte auf eine kräftige Rotation: Nur Torhüter Alexander Schwolow und Matteo Guendouzi verblieben aus der Startelf, die ein 1:1 gegen Mainz geholt hatte. Dardai rechtfertigte diese Maßnahme mit der hohen Belastung nach der Zwangspause: "Die Jungs vom letzten Spiel haben die Müdigkeit noch gespürt. Ich habe die Eier gehabt und die ganze Mannschaft ausgetauscht." Noch vor der Halbzeit musste Dardai allerdings Guendouzi mit Verdacht auf Mittelfußfraktur ersetzen, für ihn kam Sami Khedira (39.).

Schwolow meinte zu den Wechseln auf neun Positionen: "Dass rotiert werden würde, war klar. Dass es so ausfällt, war für uns auch überraschend." Freiburgs Christian Günter sagte: "Wir haben Hertha anders erwartet, aber das war kein Grund dafür, wie es lief." Der SC habe einfach "keine Lösungen gefunden".

Berliner Offensivdrang überfordert Freiburg

Der Spielbeginn gestaltete sich zunächst recht ausgeglichen, wobei die Gäste erste Akzente setzten durch einige Standards, die aber keine größere Gefahr brachten. Auf der Gegenseite wussten die Hauptstädter mit ihren gut 65 Prozent des Ballbesitzes zunächst wenig anzufangen.

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Sportschau 06.05.2021 01:07 Min. Verfügbar bis 06.05.2022 ARD


Zunächst - denn dann schaltete sich Verteidiger Jordan Torunarigha mit nach vorne ein und prüfte SC-Torhüter Florian Müller. Der ließ den Ball zur Seite klatschen und Piatek bedankte sich mit der Führung. Wenig später setzte Berlin schon das 2:0 obendrauf: Radonjic legte ein technisch versiertes Solo auf der Außenbahn hin und flankte zu Pekarik, der ins lange Eck einköpfte.

Freiburg stellt um und findet ins Spiel

Im Zentrum bekam Freiburg selten Zugriff auf die kreativ kombinierenden Herthaner. SC-Sechser Baptiste Santamaria fand sich oft in Unterzahl wieder. Freiburgs Trainer Christian Streich befahl daraufhin dem zweiten Sechser Nicolas Höfler, nicht mehr auf die Außenpositionen abzukippen, sondern in der Zentrale behilflich zu sein.

Zur zweiten Hälfte stellte Streich dauerhaft um auf eine Viererkette. Verteidiger Keven Schlotterbeck blieb in der Kabine, Offensivmann Vincenzo Grifo kam (46.). Daraufhin erarbeitete sich der SC größere Spielanteile. Herthas Torhüter Schwolow musste einen Kopfball von Höfler herausfischen (48.), außerdem konnte Lucas Höler eine Möglichkeit im Strafraum nicht nutzen (52.).

Cunha macht Dampf, Radonjic das dritte Tor

Hertha-Coach Dardai brachte dann ein neues Sturmduo mit Matheus Cunha und Jhon Cordoba, Piatek und Javairo Dilrosun verließen den Platz (61.). Cunha machte direkt Dampf, traf erst das Außennetz (70.) und dann nur den Pfosten (73.). In der Schlussphase krönte Radonjic seine Leistung mit einer weiteren starken Einzelaktion und erzielte das 3:0.

Hertha vor Abstiegsgipfel, Freiburg reist nach Köln

Weiter geht es im Dreitagesrhythmus für Hertha BSC: Am Sonntag (18 Uhr) steht für die Berliner mit dem Abstiegsgipfel gegen Arminia Bielefeld ein "Endspiel" an, wie es Dardai schon vor der Partie gegen Freiburg angekündigt hatte. Der SC Freiburg muss beim ebenfalls abstiegsgefährdeten 1. FC Köln antreten (Sonntag, 13.30 Uhr).

Fußball · Bundesliga · 30. Spieltag 2020/2021

Donnerstag, 06.05.2021 | 18.30 Uhr

Wappen Hertha BSC

Hertha BSC

Schwolow – Pekarik, Boyata (75. N. Stark), Alderete, Torunarigha – Ascacibar, Guendouzi (39. Khedira) – Dilrosun (62. Matheus Cunha), Darida (75. Zeefuik), Radonjic – Piatek (62. Cordoba)

3
Wappen SC Freiburg

SC Freiburg

Fl. Müller – Lienhart, K. Schlotterbeck (46. Grifo), Gulde – Schmid, Santamaria (46. Keitel), Höfler, Günter – Sallai (83. Jeong), Höler (70. Petersen) – Demirovic (87. Til)

0

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 1:0 Piatek (13.)
  • 2:0 Pekarik (22.)
  • 3:0 Radonjic (85.)

Strafen:

  • gelbe Karte Alderete (2 )
  • gelbe Karte Höfler (11 )
  • gelbe Karte Guendouzi (5 )
  • gelbe Karte Demirovic (6 )
  • gelbe Karte Torunarigha (4 )
  • gelbe Karte Darida (3 )
  • gelbe Karte Sallai (4 )

Schiedsrichter:

  • Benjamin Cortus (Röthenbach (Pegnitz))

Vorkommnisse:

  • Das Spiel fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Stand der Statistik: Donnerstag, 06.05.2021, 20:26 Uhr

Wappen Hertha BSC

Hertha BSC

Wappen SC Freiburg

SC Freiburg

Tore 3 0
Schüsse aufs Tor 6 4
Ecken 4 6
Abseits 2 2
gewonnene Zweikämpfe 94 73
verlorene Zweikämpfe 73 94
gewonnene Zweikämpfe 56,29 % 43,71 %
Fouls 9 12
Ballkontakte 510 713
Ballbesitz 41,7 % 58,3 %
Laufdistanz 118,72 km 117,5 km
Sprints 266 226
Fehlpässe 60 68
Passquote 81,07 % 87,22 %
Flanken 4 15
Alter im Durchschnitt 26,6 Jahre 26,2 Jahre

Stand: 06.05.2021, 20:25

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