Mainz besiegt müde Bremer

Die Mainzer Mannschaftt mit Moussa Niakhate (r) jubelt nach dem Treffer zum 1:0 durch Jean-Philippe Mateta (2.v.r.).

1. FSV Mainz 05 - Werder Bremen 2:1

Mainz besiegt müde Bremer

Angeführt von seiner Franzosen-Fraktion hat der 1. FSV Mainz 05 das vermeintliche Topteam von Werder Bremen auf Normalmaß zurechtgestutzt. Nach dem 2:6 zuletzt gegen Bayer Leverkusen unterlagen die Hanseaten zum Abschluss des zehnten Spieltages bei ihrem Lieblings-Auswärtsgegner mit 1:2 (0:1).

Durch die Niederlage bei den zuletzt kriselnden Mainzern hat Werder die Rückkehr in die Spitzengruppe verpasst. Unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw trafen am Sonntag (04.11.2018) die Franzosen Jean-Philippe Mateta (25. Minute) und Jean-Philippe Gbamin (51.) für die Mainzer (12 Punkte), die zum ersten Mal seit viereinhalb Jahren wieder zu Hause gegen Werder gewinnen konnten. Daran konnte auch der Treffer von Werder-Oldie Claudio Pizarro (78.) nichts mehr ändern. Nach zuvor sieben Pflichtspielen ohne Sieg reichten den Rheinhessen einfache Mittel wie Laufstärke und Einsatzwille zum Dreier. Durch den Sieg kletterte der FSV auf den zwölften Platz. Die Bremer (17 Punkte) bleiben Sechster. "Jetzt sind wir wieder in der Realität angekommen. Wir müssen nun wieder schnell dahin kommen, wo wir an den ersten acht Spieltagen standen", sagte Bremens Maximilian Eggestein selbstkritisch nach dem Schlusspfiff. "Das war unsere schlechteste erste Halbzeit in dieser Saison", sagte Pizarro, "die Mainzer waren frischer und haben die Zweikämpfe gewonnen."

Zerfahrene Partie zu Beginn

Die Zuschauer in der Mainzer Arena sahen in der Anfangsphase eine völlig zerfahrene Partie. Die ständigen Ballverluste auf beiden Seiten ließen kaum einen Spielfluss aufkommen. Die Mainzer wie auch die Bremer gewannen zumeist die Zweikämpfe in der Defensive, nach vorne ging so gut wie nichts. Nach einer Viertelstunde erhöhten die Gastgeber die Schlagzahl. Der Kameruner Pierre Kunde Malong hatte die erste Chance der Begegnung (16.). Die Bremer hatten auch nach 20 Minuten noch keine gefährliche Szene vorzuweisen - trotz des enormen Potenzials in der Offensive. Die Vorstellung der Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt war bis zu diesem Zeitpunkt enttäuschend.

Stefan Bell: "Das haben wir ganz ordentlich verteidigt"

Sportschau | 04.11.2018 | 01:15 Min.

Mateta nutzt Moisanders Schnitzer aus

So war es nicht verwunderlich, dass die Mainzer die Schwäche der Norddeutschen zur Führung nutzten. Der Franzose Mateta, der im Sommer für die FSV-Rekordablöse von acht Millionen Euro an den Rhein gekommen war, erzielte sein zweites Saisontor - unter gütiger Hilfe von Niklas Moisander. Sieben Minuten später hätten die Mainzer ihre Führung eigentlich ausbauen müssen. Nach einem Fehler von Werder-Torwart Jiri Pavlenka konnten weder Kapitän Stefan Bell noch Danny Latza vollstrecken. Der miserable Auftritt seiner Schützlinge ließ den Werder-Coach an der Seitenlinie wüten, aufwecken konnte er seine Elf dennoch nicht. Das gelang dem Trainer erst in der Kabine.

Maximilian Eggestein: "Haben nicht mehr verdient"

Sportschau | 04.11.2018 | 00:56 Min.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs präsentierten sich die Gäste wesentlich aktiver. Die Versäumnisse der ersten Hälfte holten die Bremer dennoch ein, Gbamin traf aus der Distanz - zum ersten Mal in der laufenden Spielzeit. Kohfeldt reagiert umgehend und brachte bei einem Doppelwechsel unter anderem Pizarro, der dann auch noch einmal für Spannung sorgte. Max Kruse scheiterte anschließend noch an Robin Zentner, der etatmäßigen Nummer drei im Tor der Gastgeber. "Wir haben eine sehr gute Halbzeit gespielt und gute Chancen kreiert", sagte Mainz-Coach Sandro Schwarz, "wir sind auch gut aus der Halbzeit gekommen und haben das zweite Tor erzielt. Wir mussten am Ende nochmal zittern, haben aber hochverdient gewonnen."

Mainz muss am kommenden Samstag zum SC Freiburg, Bremen hat Borussia Mönchengladbach zu Gast.

Fußball · Bundesliga · 10. Spieltag 2018/2019

Sonntag, 04.11.2018 | 18.00 Uhr

Wappen 1. FSV Mainz 05

1. FSV Mainz 05

Zentner – Brosinski, Bell, Niakhaté, Martín – Kunde Malong – Gbamin, Latza (84. Maxim) – Boetius – Mateta (74. Ujah), Quaison (81. Onisiwo)

2
Wappen Werder Bremen

Werder Bremen

Pavlenka – Gebre Selassie, Veljkovic, Moisander, Augustinsson – Bargfrede (72. Harnik) – M. Eggestein, Klaassen – Osako (56. Pizarro), F. Kainz (56. J. Eggestein) – M. Kruse

1

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 1:0 Mateta (25.)
  • 2:0 Gbamin (51.)
  • 2:1 Pizarro (78.)

Strafen:

  • gelbe Karte Bargfrede (4 )
  • gelbe Karte Moisander (1 )

Zuschauer:

  • 25.105

Schiedsrichter:

  • Guido Winkmann (Kerken)

Stand: Sonntag, 04.11.2018, 19:53 Uhr

Wappen 1. FSV Mainz 05

1. FSV Mainz 05

Wappen Werder Bremen

Werder Bremen

Tore 2 1
Schüsse aufs Tor 6 4
Ecken 3 6
Abseits 6 1
gewonnene Zweikämpfe 78 91
verlorene Zweikämpfe 91 78
gewonnene Zweikämpfe 46,15 % 53,85 %
Fouls 7 8
Ballkontakte 545 834
Ballbesitz 39,52 % 60,48 %
Laufdistanz 123,78 km 122,36 km
Sprints 240 186
Fehlpässe 67 78
Passquote 79,51 % 87,17 %
Flanken 11 22
Alter im Durchschnitt 25,4 Jahre 28,1 Jahre

sid/dpa/red | Stand: 04.11.2018, 20:22

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