Joker Petersen lässt Freiburg gegen Gladbach jubeln

Nils Petersen (SC Freiburg) wird zu seinem Treffer gegen Gladbach beglückwünscht

SC Freiburg - Borussia Mönchengladbach 1:0

Joker Petersen lässt Freiburg gegen Gladbach jubeln

Im Kampf um einen Platz in der Champions League hat Borussia Mönchengladbach in der Fußball-Bundesliga beim SC Freiburg einen Rückschlag hinnehmen müssen. Für die Entscheidung sorgte wieder einmal Freiburgs Edeljoker.

Gerade erst eingewechselt, gelang Nils Petersen (59. Minute) am Freitagabend (05.06.2020) der entscheidende Treffer zum 1:0 (0:0) der Freiburger gegen Mönchengladbach, das zudem Stürmer Alassane Pléa mit einer Gelb-Roten Karte verlor (68.).

In der Diskussion um die "Ampelkarte" für Pléa sah außerdem Gladbachs Sportdirektor Max Eberl die Rote Karte von Schiedsrichter Markus Schmidt (69.) und musste den Innenraum verlassen. "Wir haben gut gespielt, eigentlich so wie sonst nie in Freiburg und haben es einfach verpasst, ein Tor zu machen", sagte ein frustrierter Patrick Herrmann im Gespräch mit dem ARD-Hörfunk. Seit 2002 warten die "Fohlen" jetzt auf einen Sieg im Breisgau.

Herrmann sieht unnötige Niederlage: "Waren gut wie selten hier"

Sportschau 05.06.2020 00:44 Min. Verfügbar bis 05.06.2021 ARD Von Philipp Sohmer

Platz vier für Gladbach in Gefahr

Freiburg feierte im fünften Spiel nach der Corona-Pause den ersten Sieg und hält mit 41 Punkten Rang sechs im Blick. Davon wollte Trainer Christian Streich allerdings nichts wissen: "Das interessiert mich nicht. Wir haben den Klassenerhalt am heutigen Tag geschafft. Das ist wahnsinnig toll, dass die Mannschaft jetzt so eine gute Saison gespielt hat". Die Borussia ließ dagegen im Rennen um einen Startplatz in der Champions League wichtige Punkte liegen. Mit 56 Zählern ist Rang vier am 30. Spieltag in Gefahr. "Ich bin sehr frustriert, nach jeder Niederlage bin ich sehr frustriert", sagte Trainer Marco Rose. "Natürlich jetzt im Endspurt, wo es um Ziele geht, die man vor Augen hat, das ist dann mit dem Zustandekommen der Niederlage noch ärgerlicher."

Im Breisgau begann Mönchengladbach nach dem zuletzt überzeugenden 4:1 gegen Union Berlin selbstbewusst und mit viel Tempo. Schon in den ersten Minuten stürzten die Gäste Freiburg ein um das andere Mal in Verlegenheit. Nur SCF-Schlussmann Alexander Schwolow verhinderte mehrfach einen frühen Rückstand.

Gladbach-Tor zählt nicht

In der 17. Minute war Schwolow gleich zwei Mal zur Stelle, als er erst einen Pléa-Schuss parierte und dann auch beim Nachschuss von Lars Stindl zur Stelle war. Als Schwolow dann in der 27. Minute nach einem Fehler im Freiburger Aufbau doch mal geschlagen war, hatten die Gastgeber Glück, dass Florian Neuhaus im Abseits stand.

"Gladbach hat das gerade in den ersten 30 Minuten sehr, sehr gut gemacht", gestand SC-Verteidiger Dominique Heintz gegenüber dem ARD-Hörfunk.

Petersen braucht nur wenige Sekunden

Freiburg kam dann allerdings geschlossener und mit mehr Mut aus der Pause. Robin Koch gab einen ersten Warnschuss ab, der knapp am Tor vorbeistrich (49.). Dann kam Nils Petersen (58.) und der Torjubel ließ nicht lange auf sich warten.

Mit seiner ersten Aktion war Freiburgs Sturm-Routinier gleich zur Stelle und köpfte einen Grifo-Freistoß zum 1:0 ins Gladbacher Tor (59.). Damit baute der 31-Jährige seine Bilanz auf 25 Jokertore in der Bundesliga aus.

Der Treffer gab dem Team von Trainer Streich mehr Sicherheit. Als dann Plèa, der in Durchgang eins wegen Ballwegschlagens Gelb gesehen hatte, nach einem Foul im Mittelfeld mit Gelb-Rot vom Platz musste (68.), spielte Freiburg in Überzahl geschickt gegen den Ball und brachte den Sieg über die Zeit.

Gladbach nach München, Freiburg in Wolfsburg

Der 31. Spieltag bedeutet für Borussia Mönchengladbach Topspielzeit. Am Samstag (13.06.2020) treten die "Fohlen" - ohne ihren Topscorer Pléa - im Abendspiel (18.30 Uhr) beim Spitzenreiter und designierten Meister Bayern München an.

Für Freiburg geht es nach zuletzt zwei Heimspielen in Folge am selben Tag zum VfL Wolfsburg (Samstag, 15.30 Uhr) und damit zu einem direkten Konkurrenten im Kampf um Platz sechs.

Thema in: Sportschau, Das Erste, Samstag, 06.06.2020, 18 Uhr

Statistik

Fußball · Bundesliga · 30. Spieltag 2019/2020

Freitag, 05.06.2020 | 20.30 Uhr

Wappen SC Freiburg

SC Freiburg

Schwolow – Kübler (57. Schmid), Lienhart, Heintz, Günter – Sallai (57. Petersen), R. Koch, Höfler, Grifo (88. Kwon) – L. Waldschmidt (83. Haberer), Höler (88. Frantz)

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Wappen Borussia Mönchengladbach

Borussia Mönchengladbach

Sommer – Lainer, Ginter, Elvedi (81. Traoré), Bensebaini – Hofmann (81. Bénes), Neuhaus – Stindl (81. Raffael) – P. Herrmann (72. Wendt), Pléa, Thuram

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Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 1:0 Petersen (58.)

Strafen:

  • gelbe Karte L. Waldschmidt (3 )
  • gelbrote Karte Pléa (68./Foulspiel)
  • gelbe Karte Kübler (1 )
  • gelbe Karte R. Koch (3 )
  • gelbe Karte Lainer (8 )
  • gelbe Karte Höfler (8 )

Schiedsrichter:

  • Markus Schmidt (Stuttgart)

Vorkommnisse:

  • Das Spiel fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Manager Eberl (Mönchengladbach) sieht wegen unsportlichen Verhaltens die Rote Karte (69.).

Stand der Statistik: Freitag, 05.06.2020, 22:25 Uhr

red | Stand: 05.06.2020, 23:20

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