Freiburg zerlegt Mainz in der Schlussphase

Jonathan Schmid (l), Christian Günter und Nicolas Höfler (h) von Freiburg bejubeln das 2:0

SC Freiburg - FSV Mainz 05 3:0

Freiburg zerlegt Mainz in der Schlussphase

Der SC Freiburg ist zum ersten Mal seit 2001 wieder mit einem Sieg in die Saison gestartet. Dank später Tore konnte die Mannschaft von Trainer Christian Streich gegen den FSV Mainz 05 den ersten Dreier einfahren.

Lucas Höler (81.), Jonathan Schmid (84.) und Luca Waldschmidt (87., Foulelfmeter) trafen spät für den Sport-Club. Der SC hat damit seinem Noch-Präsidenten und wahrscheinlich künftigem DFB-Boss Fritz Keller zum Saisoneinstand ein spätes und furioses 3:0 (0:0) beschert. Auch wenn das Ergebnis deutlich ist, war der Sieg gegen die 05er etwas glücklich. Denn das Team von Chefcoach Sandro Schwarz hatte lange die besseren Chancen. Trotzdem kassierte der FSV die erste Pleite gegen Freiburg nach drei Siegen in Folge.

Freiburg startet schwach

Die Breisgauer, bei denen Aufsichtsratsboss Heinrich Breit nach der Nominierung von Fritz Keller (62) zum künftigen Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) als Kandidat für den Posten des Klubchefs gehandelt wird, hatten zu Beginn des Spiels große Probleme. Vor 24.000 Zuschauern im ausverkauften Schwarzwaldstadion hätten die Mainzer bereits nach 84 Sekunden in Führung gehen können, FSV-Kapitän Danny Latza scheiterte aber am Freiburger Torwart Alexander Schwolow.

Streich hat "gefühlt noch nie" gegen Mainz gewonnen Sportschau 17.08.2019 00:46 Min. Verfügbar bis 17.08.2020 Das Erste

Mainz zu Beginn die bessere Mannschaft

In der neunten Minute hatte FSV-Stürmer Robin Quaison nach einem Fehler von SC-Mittelfeldspieler Jerome Gondorf wie Latza zuvor die Führung auf dem Fuß (9.). "Das ist schwer zu erklären. Da machst du ein gutes Auswärtsspiel, hast viele Chancen und dann verlierst du mit drei Toren", sagte Mainz-Torwart Florian Müller am ARD-Hörfunk-Mikrofon.

Erst nach und nach fand der SC ins Spiel. Luca Waldschmidt (10.), Brandon Borrello (14.) und Robin Koch (17.) ließen aber gute Möglichkeiten liegen. Über den Unterhaltungswert mussten sich die Besucher bis dahin nicht beschweren. Das blieb auch in der Folge so. Immer wieder wurde es vor beiden Toren brenzlig. Der Mainzer Quaison (28.) und der Freiburger Nicolas Höfler (30.) hatten in dieser Phase die besten Chancen.

Florian Müller: "Da darfst du nicht so zusammenbrechen"

Sportschau 17.08.2019 01:05 Min. Verfügbar bis 17.08.2020 ARD

Starke Schlussphase des SC

Insgesamt waren die Mainzer das etwas bessere Team in der ersten Hälfte. Das galt auch für den Beginn des zweiten Durchgangs. Karim Onisiwo (52.), Jean-Paul Boetius (56.) und Quaison (58.) waren nahe dran am ersten Treffer. Nach einer Stunde wurde Freiburg wieder stärker. Nils Petersen (68.) und Philipp Lienhart (69.) sorgten für Gefahr, in der Schlussphase machte sich der erhöhte Druck bezahlt. Innerhalb von sechs Minuten entschied Freiburg dann die Partie für sich. "Wir haben in der Vorbereitung gut gearbeitet und können deshalb einen solchen Schlussspurt hinlegen. Wir waren da extrem abgezockt", sagte Höler in der ARD-Sportschau.

Die Mainzer empfangen am nächsten Samstag (15.30 Uhr) Borussia Mönchengladbach. Freiburg muss zeitgleich bei Aufsteiger Paderborn antreten.

Statistik

Fußball · Bundesliga · 1. Spieltag 2019/2020

Samstag, 17.08.2019 | 15.30 Uhr

Wappen SC Freiburg

SC Freiburg

Schwolow – Schmid, Lienhart, N. Schlotterbeck, Günter – R. Koch, Höfler – J. Gondorf (60. Frantz), Borrello (65. Höler) – L. Waldschmidt (89. Abrashi), Petersen

3
Wappen 1. FSV Mainz 05

1. FSV Mainz 05

Fl. Müller – Brosinski, St. Juste (80. Hack), Niakhaté, Martín – Fernandes (84. Awoniyi) – Baku (71. Öztunali), Latza – Boetius – Onisiwo, Quaison

0

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 1:0 Höler (81.)
  • 2:0 Schmid (84.)
  • 3:0 L. Waldschmidt (87./Foulelfmeter)

Strafen:

  • gelbe Karte St. Juste (1 )
  • gelbe Karte Latza (1 )
  • gelbe Karte Fernandes (1 )
  • gelbe Karte Lienhart (1 )

Zuschauer:

  • 24.000

Schiedsrichter:

  • Robert Hartmann (Wangen im Allgäu)

Stand der Statistik: Samstag, 17.08.2019, 17:20 Uhr

sid/dpa/red | Stand: 17.08.2019, 17:27

Bundesliga | Tabelle

RangTeamSP
1.RB Leipzig410
2.Bor. Dortmund49
3.SC Freiburg49
4.Bayern München48
5.VfL Wolfsburg48
 ...  
16.1. FSV Mainz 0543
17.SC Paderborn 0741
18.Hertha BSC41
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