Freiburg gelingt Befreiungsschlag gegen Leipzig

Nils Petersen

SC Freiburg - RB Leipzig 3:0

Freiburg gelingt Befreiungsschlag gegen Leipzig

Drei Tore für drei Punkte: Der SC Freiburg hat sein Heimspiel gegen RB Leipzig klar für sich entschieden - und den Gästen in nur einer Partie exakt so viele Gegentreffer eingeschenkt, wie die in den zehn Bundesligaspielen zuvor kassiert hatten.

Der SC Freiburg kann doch noch gewinnen: Nach vier sieglosen Spielen nacheinander setzte sich das Team von Trainer Christian Streich am Samstag (08.12.2018) 3:0 (2:0) gegen RB Leipzig durch. Nils Petersen (12.) brachte Freiburg in Führung, Luca Waldschmidt erhöhte kurz vor der Pause per Foulelfmeter (45.+1). Für den 3:0-Endstand sorgte dann Mike Frantz (52.). Der Sport-Club aus Freiburg klettert dadurch in der Tabelle auf Platz zwölf, für Leipzig geht es nach der dritten Saisoniederlage einen Platz runter auf Rang vier.

"Es war heute insgesamt ein schwacher Auftritt von uns", sagte Leipzigs Trainer Ralf Rangnick in der Sportschau. Und Freiburgs Petersen sagte mit Blick auf die Mannschafts-Weihnachtsfeier, die für den Tag nach dem vierten Saisonsieg angesetzt ist: "Das Spiel heute gibt natürlich Anlass, auch mal zu feiern. Wir müssen in der Hinsicht immer verzichten und wenn dann mal eine solche Feier ansteht, kann man sich schon mal ein paar Gläschen genehmigen."

Christian Streich: "Enorm wichtig für unser Selbstvertrauen"

Sportschau | 08.12.2018 | 01:46 Min.

Günter schießt, Petersen staubt ab

In einer temporeichen Anfangsphase zwang der SC Freiburg die Gäste aus Leipzig zu einem Spiel, auf das man bei RB eigentlich keinen Wert legt. Freiburg zog sich weit zurück, verdichtete das Zentrum und überließ RB die Initiative. Leipzig hatte also mehr Ballbesitz, doch gefährlich wurde es zunächst nur, wenn Freiburg nach Ballgewinn schnell umschaltete.

Genau so fiel dann die Führung: Waldschmidt spielte einen perfekten Pass auf den linken Flügel zu Christian Günter. Den Schuss des Linksverteidigers ließ Peter Gulacsi nur prallen, Petersen staubte ab - 1:0 (12.). Damit hat Freiburgs Mittelstürmer nun gegen alle aktuellen Bundesligisten getroffen.

Marcel Sabitzer: "Das Spiel von Freiburg mitgespielt"

Sportschau | 08.12.2018 | 01:11 Min.

Von RB Leipzig war wenig zu sehen. Auch Timo Werner, der gegen keinen anderen Gegner lieber trifft als gegen Freiburg (9 Tore in 8 Spielen), war bei Freiburgs Verteidigung weitgehend abgemeldet. Nur einmal blitzte die Klasse des Nationalstürmers auf, als er nach Pass von Kevin Kampl das Tempo an- und dann wuchtig abzog. Aber Freiburgs Torhüter Alexander Schwolow war zur Stelle (19.).

In den letzten Sekunden der ersten Halbzeit wurde es dann noch einmal aufregend. Leipzigs Dayot Upamecano hatte bei einem Zweikampf im Strafraum Mike Frantz am Fuß getroffen. Schiedsrichter Tobias Weltz ließ zunächst weiterspielen, entschied dann jedoch nach Rücksprache mit dem Videoassistenten auf Elfmeter. Und den verwandelte Waldschmidt locker halbhoch in die rechte Ecke (45.+1).

Leipzig unachtsam, Freiburg effektiv

Wer nun mit einer Druckphase der Gäste gerechnet hatte, wurde enttäuscht. Stattdessen legte Freiburg mit der ersten Chance im zweiten Durchgang nach: Rechtsverteidiger Lukas Kübler flankte von der rechten Seite präzise in die Mitte, wo die Leipziger Lukas Klostermann und Marcel Sabitzer am langen Pfosten Frantz aus den Augen verloren. Und Freiburgs Kapitän hatte keine Mühe, aus kurzer Distanz einzuköpfen (52.).

Leipzig wurde erst nach gut einer Stunde etwas besser. Und plötzlich kam RB auch zu Chancen, vor allem nach Standardsituationen. Die beste Möglichkeit vergab Upamecano nach einer Ecke von Diego Demme, als er nur Zentimeter am langen Pfosten vorbeiköpfte (67.).

Der SC Freiburg gastiert am nächsten Samstag (15.12. 2018) bei Fortuna Düsseldorf, RB Leipzig tritt einen Tag später im eigenen Stadion gegen den FSV Mainz 05 an.

Fußball · Bundesliga · 14. Spieltag 2018/2019

Samstag, 08.12.2018 | 15.30 Uhr

Wappen SC Freiburg

SC Freiburg

Schwolow – Kübler, Gulde, Heintz, Günter – R. Koch, Haberer – J. Gondorf (90.+1 Ravet), L. Waldschmidt (89. Höler), Frantz (73. Terrazzino) – Petersen

3
Wappen RB Leipzig

RB Leipzig

Gulacsi – Klostermann, Konaté, Upamecano, Halstenberg – Demme – Sabitzer (84. Saracchi), Matheus Cunha (73. Augustin), Kampl (64. Laimer) – Poulsen, Werner

0

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 1:0 Petersen (12.)
  • 2:0 L. Waldschmidt (45.+1/Foulelfmeter)
  • 3:0 Frantz (52.)

Strafen:

  • gelbe Karte Klostermann (1 )
  • gelbe Karte Upamecano (3 )
  • gelbe Karte L. Waldschmidt (1 )

Zuschauer:

  • 23.800

Schiedsrichter:

  • Tobias Welz (Wiesbaden)

Vorkommnisse:

  • Foulelfmeter (Freiburg) nach Videobeweis (45.).

Stand: Samstag, 08.12.2018, 17:25 Uhr

Wappen SC Freiburg

SC Freiburg

Wappen RB Leipzig

RB Leipzig

Tore 3 0
Schüsse aufs Tor 8 5
Ecken 3 12
Abseits 3 2
gewonnene Zweikämpfe 111 107
verlorene Zweikämpfe 107 111
gewonnene Zweikämpfe 50,92 % 49,08 %
Fouls 9 16
Ballkontakte 520 653
Ballbesitz 44,33 % 55,67 %
Laufdistanz 118,74 km 112,5 km
Sprints 168 194
Fehlpässe 76 93
Passquote 72,06 % 77,64 %
Flanken 12 20
Alter im Durchschnitt 26,8 Jahre 23,5 Jahre

tbe | Stand: 08.12.2018, 17:20

RangTeamSP
1.Bor. Dortmund1436
2.Bor. M´gladbach1429
3.Bayern München1427
4.RB Leipzig1425
5.Eintr. Frankfurt1423
 ...  
15.1. FC Nürnberg1411
16.VfB Stuttgart1411
17.Hannover 961410
18.Fort. Düsseldorf149
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