Frankfurt wendet in Freiburg erste Krise ab

Frankfurts Danny da Costa (li.), Nicolai Mueller (re.) und Sebastien Haller bejubeln das Tor der Eintracht gegen Freiburg.

SC Freiburg - Eintracht Frankfurt 0:2

Frankfurt wendet in Freiburg erste Krise ab

Eintracht Frankfurt hat nach der Pokal-Blamage die erste Krise abgewendet und sich mit einem Auftaktsieg gegen den SC Freiburg in der Bundesliga rehabilitiert.

Eine Woche nach dem Erstrunden-Aus als Titelverteidiger beim Regionalligisten SSV Ulm setzten sich die Hessen zum Ligastart beim SC Freiburg mit 2:0 (1:0) durch. Im ersten Bundesligaspiel des neuen Trainers Adi Hütter erzielten im ausverkauften Schwarzwaldstadion Neuzugang Nicolai Müller (10.) und Sébastien Haller (82.) die Tore für die Hessen, die nach der Supercup-Pleite gegen Meister Bayern München (0:5) und dem 1:2 im Pokal schon mit dem Rücken zur Wand gestanden hatten.

"Wenn man ein Jahr nur vor dem Fernseher sitzt, ist das natürlich etwas ganz Besonderes. Es tut einfach gut, wieder da zu sein. Ein schönes Gefühl - lange nicht mehr gehabt", sagte Torschütze Müller in der Sportschau. Der ehemalige Hamburger hatte zuletzt vor einem Jahr getroffen - und sich beim Torjubel danach schwer verletzt.

Hütter: "Die drei Punkte waren nach der Kritik Balsam"

"Es tut gut bei so einem heimstarken Team wie dem SC Freiburg, mit einem Sieg zu starten. Die drei Punkte waren nach der zuletzt berechtigten Kritik Balsam", sagte Hütter. "Trotz des Auswärtssieges ist klar: Wir müssen weiter hart arbeiten und uns weiter verbessern."

"Genugtuung" für den Österreicher Adi Hütter Sportschau 25.08.2018 00:28 Min. Verfügbar bis 25.08.2019 Das Erste

"Es ist schade, dass wir am Ende jetzt ohne Punkte dastehen. Aber es geht weiter. Für mich war es das erste Bundesliga-Spiel in dieser Funktion, aber es fühlt sich nicht so gut an", kommentierte Freiburgs Co-Trainer Lars Voßler die Niederlage seiner Mannschaft. Freiburg musste ohne seinen Trainer Christian Streich auskommen. Der Chefcoach saß wegen eines Bandscheibenvorfalls nicht auf der Bank, er wurde deswegen an der Seitenlinie von seinen Assistenten Voßler und Florian Bruns vertreten.

Frankfurt zu Beginn extrem verunsichert

Den Frankfurtern war die Verunsicherung zunächst deutlich anzumerken. Die Eintracht konnte sich kaum aus der eigenen Hälfte befreien. Florian Niederlechner (4.), Pascal Stenzel (6.) und Nils Petersen (7.) ließen gute Freiburger Chancen allerdings ungenutzt. Mit dem ersten Torschuss ging Frankfurt überraschend in Führung: Müller überwand nach Hackentrick von Haller Torhüter Alexander Schwolow.

Frantz: "Wollen besser Fußball spielen als letztes Jahr"

Sportschau 25.08.2018 02:09 Min. Verfügbar bis 25.08.2019 Das Erste

Freiburg mit seiner Chancenverwertung zu fährlässig

Der Schwung der ersten Minuten war bei den Gastgebern nach dem frühen Gegentor dahin, Frankfurt gestaltete das Spiel ausgeglichener. Freiburg dagegen versuchte nach einer schwächeren Schlussphase in Halbzeit eins mit einigen fahrlässigen Ballverlusten auch nach dem Seitenwechsel planvoll vors Tor der Frankfurter zu kommen. Das gelang mehrfach, aber jedes Mal scheiterten Niederlechner, Petersen und Co. an der eigenen Schludrigkeit. 

Frankfurt verlegte sich bei inzwischen nasskaltem Regenwetter aufs Verteidigen und traf durch Haller zur Entscheidung. Die Freiburger um Petersen beklagten danach unfaires Verhalten, weil sie den Ball nach einer Verletzungsunterbrechung nach einem Einwurf zurück erwartet hatten. "Wir hätten ohnehin Ballbesitz gehabt. Und dann spielen wir einfach weiter, was richtig ist. Das ist nicht die Frage, sondern höchstens, ob man statt nach vorne zuerst nach hinten spielt", sagte Fredi Bobic, der Sportvorstand von Eintracht Frankfurt, zum umstrittenen zweiten Treffer der Eintracht im Sportschau-Interview. "Wir waren heute sehr leidenschaftlich in den Zweikämpfen. Das war der Schlüssel zum Erfolg."

Frankfurt erwartet am 2. Spieltag zuhause Werder Bremen. Freiburg reist zur TSG Hoffenheim.

Statistik

Fußball · Bundesliga · 1. Spieltag 2018/2019

Samstag, 25.08.2018 | 15.30 Uhr

Wappen SC Freiburg

SC Freiburg

Schwolow – P. Stenzel, Gulde, Heintz, Günter – Höfler – L. Waldschmidt (69. Terrazzino), J. Gondorf, Frantz – Niederlechner (73. Höler), Petersen

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Wappen Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt

Rönnow – da Costa, Salcedo, N'Dicka, Willems – N. Müller (73. de Guzmán), Torró, G. Fernandes, Tawatha (69. Kostic) – Haller, Gacinovic (88. D. Blum)

2

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 0:1 N. Müller (10.)
  • 0:2 Haller (82.)

Strafen:

  • gelbe Karte N. Müller (1 )
  • gelbe Karte Salcedo (1 )
  • gelbe Karte J. Gondorf (1 )

Zuschauer:

  • 24.000

Schiedsrichter:

  • Manuel Gräfe (Berlin)

Stand der Statistik: Samstag, 25.08.2018, 17:29 Uhr

sid/dpa/red | Stand: 25.08.2018, 17:28

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