Frankfurt schlägt schwache Hannoveraner

Frankfurt jubelt gegen Hannover

Eintracht Frankfurt - Hannover 96 4:1

Frankfurt schlägt schwache Hannoveraner

Angeführt vom überragenden Ante Rebic hat Eintracht Frankfurt den ersten Saison-Heimsieg in der Fußball-Bundesliga gefeiert und die sportliche Krise beim Schlusslicht Hannover 96 verschärft.

Evan Obite Ndicka in der 36. Minute, Rebic (45.+1), Jonathan de Guzmán (59.) und Luka Jovic (89.) erzielten am Sonntag (30.09.2018) die Tore zum 4:1 (2:0) für den DFB-Pokalsieger, der sich nach der gelungenen Generalprobe für das Europa-League-Spiel gegen Lazio Rom mit sieben Punkten ins Mittelfeld der Tabelle vorschob. Die weiter sieglosen Niedersachsen, für die Florent Muslija (86.) traf, sind mit zwei Zählern Letzter und in ihrer momentanen Verfassung ein Abstiegskandidat. "Ich freue mich unglaublich, auch für die Fans. Der erste Heimsieg war sicherlich ein Befreiungsschlag", sagte Frankfurts Trainer Adi Hütter, "ich habe einen verdienten Sieg gesehen." Sein Hannoveraner Kollege André Breitenreiter gab zu: "Die Eintracht hat gezeigt, dass sie heute mit aller Macht gewinnen wollte. Insgesamt ist es sehr schwierig, in der Bundesliga mit so einfachen Fehlern im Zweikampfverhalten Siege einzufahren. Das hat heute nicht gereicht."

Rebic überragend

Kroatiens Vizeweltmeister Rebic war bei seinem Startelfdebüt fast an jeder gefährlichen Offensivaktion der Hessen beteiligt und von Hannovers Abwehr nie in den Griff zu bekommen. Der nach der WM lange angeschlagene Stürmer zeigte mit seinem Tempo und Durchsetzungsvermögen, warum er so wertvoll für die Eintracht ist. Neben Rebic stand auch der vom FC Liverpool ausgeliehene Brasilianer Allan das erste Mal in der Anfangsformation der Frankfurter, die schwungvoll begannen.

Ein auf das Tornetz abgefälschter Kopfball von Lucas Torró (17.) brachte erstmals Gefahr. Sechs Minuten später wurde Sébastien Haller in aussichtsreicher Position im letzten Moment von der 96-Abwehr um den Brasilianer Felipe, der den kurzfristig ausgefallenen Kevin Wimmer (Rücken) ersetzte, gestoppt. Die Führung für die Hausherren fiel fast zwangsläufig und völlig verdient. Filip Kostic hob den Ball nach einer abgewehrten Ecke in den Strafraum, Haller verlängerte per Kopf vor das Tor, wo Ndicka nur noch den Fuß hinzuhalten brauchte. Es war der erste Bundesligatreffer für den im Sommer vom französischen Zweitligisten AJ Auxerre gekommenen Abwehrspieler.

Frankfurt legt nach

Und Frankfurt legte noch vor der Pause nach. Dieses Mal passte Haller auf seinen Sturmpartner Rebic, der sich gekonnt durchtankte und 96-Torwart Michael Esser keine Chance ließ.

In der Halbzeit reagierte Hannover-Coach André Breitenreiter auf die schwache Vorstellung seiner Elf und brachte in Bobby Wood und Hendrik Weydandt zwei neue Offensivkräfte. Die Niedersachsen spielten nun zwar etwas mutiger nach vorne, zündende Ideen blieben jedoch bis kurz vor Ende aus, als immerhin noch der Anschlusstreffer gelang. Die Hessen waren da viel effizienter.

Anton: "In jeder Situation einen Schritt zu wenig gemacht"

Sportschau 30.09.2018 00:44 Min. ARD

Hannovers Hoffnung währt nur kurz

Nach einer knappen Stunde startete Rebic ein Solo und legte dann quer auf de Guzmán, der den Ball nur noch ins leere Tor schieben musste. Der Rest war für die Frankfurter gegen überforderte Gäste nur noch Schaulaufen, auch Jovic traf eine Minute vor dem Ende noch.

Am siebten Spieltag erwartet Hannover im nächsten Kellerduell am Samstag den VfB Stuttgart, Eintracht Frankfurt hofft am Sonntag bei 1899 Hoffenheim auf eine Stabilisierung der aufsteigenden Form.

Fußball · Bundesliga · 6. Spieltag 2018/2019

Sonntag, 30.09.2018 | 15.30 Uhr

Wappen Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt

Trapp – M. Russ, Hasebe, N'Dicka – da Costa, Torró, de Guzmán, Kostic (78. Willems) – Souza – Haller (60. Jovic), Rebic (82. Gacinovic)

4
Wappen Hannover 96

Hannover 96

M. Esser – Sorg, Anton, Felipe, Albornoz – Schwegler, Walace (46. Wood) – Bebou, Fossum, J. Korb (69. Muslija) – Füllkrug (46. Weydandt)

1

Fakten und Zahlen zum Spiel

Tore:

  • 1:0 N'Dicka (36.)
  • 2:0 Rebic (45.+1)
  • 3:0 de Guzmán (59.)
  • 3:1 Muslija (86.)
  • 4:1 Jovic (89.)

Strafen:

  • gelbe Karte Sorg (3 )
  • gelbe Karte Torró (1 )
  • gelbe Karte Anton (2 )

Zuschauer:

  • 46.300

Schiedsrichter:

  • Robert Hartmann (Wangen im Allgäu)

Stand der Statistik: Sonntag, 30.09.2018, 17:26 Uhr

Wappen Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt

Wappen Hannover 96

Hannover 96

Tore 4 1
Schüsse aufs Tor 8 1
Ecken 3 4
Abseits 1 3
gewonnene Zweikämpfe 109 98
verlorene Zweikämpfe 98 109
gewonnene Zweikämpfe 52,66 % 47,34 %
Fouls 16 11
Ballkontakte 495 641
Ballbesitz 43,57 % 56,43 %
Laufdistanz 111,71 km 110,77 km
Sprints 213 172
Fehlpässe 89 102
Passquote 67,64 % 76,5 %
Flanken 7 9
Alter im Durchschnitt 25,8 Jahre 26 Jahre

red/sid/dpa | Stand: 30.09.2018, 18:11

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